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Alte Notebooks wieder zum Laufen bringen

Ein Neukauf ist oft nicht nötig  

Alte Notebooks auf Vordermann bringen

21.10.2021, 13:13 Uhr | dpa, ARG

Alte Notebooks wieder zum Laufen bringen. imago 93023764 (Quelle: Antonio Guillem /  Panthermedia / Imago)

Mann vor Laptop: Ärger über technische Probleme (Quelle: Antonio Guillem / Panthermedia / Imago)

Langsame und alte Notebooks müssen nicht immer durch einen Neukauf ersetzt werden. Mit ein paar Tricks lassen sich auch ältere Modelle wieder auf Vordermann bringen. Hier erfahren Sie wie.

Wer kennt es nicht: Das alte Notebook braucht wieder ewig, um den Internetbrowser zu öffnen oder ein Programm zu laden. Aus diesem Grund haben sich viele Menschen während der Pandemie einen neuen Rechner gekauft, um für Homeoffice und Co. gewappnet zu sein. In vielen Fällen wäre das gar nicht nötig gewesen.

Notebooks halten auf jeden Fall drei bis fünf Jahre, meint Christian Hirsch vom "c't"-Fachmagazin. "Für Nutzer sind auch mal sieben Jahre drin, wenn sie das Gerät vor allem für wenig anspruchsvolle Anwendungen wie zum Surfen, Streamen und für Office-Anwendungen nutzen."

Um Ihr älteres Computermodell für Homeoffice und Co. wieder fitzumachen, gibt es einige Möglichkeiten. Welche, verraten wir Ihnen hier.

Problemfall 1: Der Akku

Verschleißteil Nummer eins beim Notebook ist der Akku, der mit jedem vollständigen Ladezyklus schwächer wird. Umso wichtiger ist es, pfleglich damit umzugehen. "Der Akku sollte alle paar Wochen einmal leerlaufen und dann wieder aufladen, damit die Ladeelektronik die tatsächliche Kapazität ermitteln kann", rät Hirsch.

Einige Geräte haben eine Akku-Software. Damit lässt sich einstellen, dass die Ladeelektronik den Akku im dauerhaften Netzbetrieb nicht vollständig lädt. So bleibt die Batterie ein bisschen länger fit. Nach ein paar Jahren macht der Akku aber in der Regel trotz aller Vorsicht schlapp. Dann muss er ersetzt werden.

Vom Hersteller gibt es aber nicht immer Ersatz-Akkus oder diese sind recht teuer – auch verglichen mit dem Neupreis vieler Geräte. Mit passenden Alternativen günstigerer Dritthersteller lässt sich sparen. Das Problem: Bei vielen Notebooks kann man den Akku nicht mehr einfach so herausnehmen und wechseln.

"Mit ein bisschen handwerklichem Geschick lässt er sich aber auch dann oft austauschen. Wie das geht, erklären viele Anleitungen im Internet", ermutigt Wolfgang Pauler vom Fachmagazin "Chip". Dafür muss man sich trauen und das Gerät aufschrauben. Das lohne aber nur, wenn man ansonsten noch mit dem Gerät zufrieden sei. 

imago images 134806290 (Quelle: Spectra via www.imago-images.de)Aufgeschraubter Laptop: So sieht das Innenleben aus (Quelle: Spectra via www.imago-images.de)

Problemfall 2: Der Arbeitsspeicher

"Das ist ein ganz typisches Ende für Laptops. Anwendungen werden immer anspruchsvoller, Videos haben zum Beispiel eine immer größere Auflösung. Aber der Computer bleibt auf seinem Stand. Mit den Jahren kann er das mit seiner Rechenleistung kaum noch verarbeiten und wird dadurch immer langsamer", erklärt Christian Hirsch.

Oft ist der Arbeitsspeicher (RAM) die Ursache. Ob der schon an seine Grenzen stößt, lässt sich bei Windows-Geräten im Task Manager ("Strg+Alt+Entf") ablesen. Arbeitet der RAM schon nahe an 100 Prozent, dann muss er einen Teil seiner Prozesse auf die interne Festplatte auslagern. "Da lohnt es sich durchaus nachzulegen", rät Pauler.

Mit RAM-Riegeln lässt sich der Arbeitsspeicher erweitern. "Im Glücksfall gibt es einen Slot, in den sich ein weiterer Riegel einfach einstecken lässt", erklärt Pauler. Arbeitsspeicher-Riegel lassen sich auch gegen größere auswechseln, wenn sie nicht verlötet sind. Hierfür muss man den Laptop allerdings ebenfalls aufschrauben. 

Problemfall 3: Die Festplatte

Ist die Festplatte alt oder zu voll, kann auch hier mehr Speicherplatz oder der Wechsel auf ein neues Modell Abhilfe schaffen. Wer noch eine HDD-Festplatte hat, sollte sie gegen eine SSD tauschen. Diese sind sehr viel schneller als ihr HDD-Vorgängermodell.

Ist eine verbaute SSD zu klein, kann sie gegen eine größere getauscht werden. Oft gibt es noch einen freien Steckplatz (M.2) für eine zusätzliche SSD. "Oder man schließt über den USB-Anschluss einfach eine externe Festplatte oder SSD an. Darauf lassen sich Daten auslagern, wodurch sich der Speicherplatz relativ einfach vergrößert", rät Pauler.

Problemfall 4: Grafikkarte und Prozessor

Im Task Manager lässt sich herausfinden, wie sehr die Grafikkarte (GPU) und der Prozessor (CPU) ausgelastet sind. Die lassen sich bei Notebooks allerdings nicht austauschen. "Nicht jedes Geschwindigkeitsproblem lässt sich lösen", fasst Hirsch zusammen.

"Und Geld in den Akku oder Arbeitsspeicher zu investieren lohnt auch nur, wenn der Prozessor noch ausreichend Leistung bringt."

Auch Wolfgang Pauler rät abzuwägen: Gibt es lediglich ein Problem, das sich zu einem angemessenen Preis beheben lässt? Oder ist man insgesamt mit der Leistung unzufrieden? Der Experte sagt: "Es lohnt sich schon, die Lebensdauer zu verlängern, auch unter Nachhaltigkeitsaspekten."

Sollte es trotz aller Bemühungen nicht mehr möglich sein, den alten Laptop fit für die Zukunft zu machen, ist möglicherweise ein Neukauf die beste Lösung. Hier finden Sie gute Laptops zum kleinen Preis. 

Verwendete Quellen:
  • dpa

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