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Fernseher kaufen: Auf dieses Detail sollten Sie achten


Gute Fernseher erkennt man an den Steckern

Von Alena Hecker

Aktualisiert am 01.06.2019Lesedauer: 3 Min.
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Eine Frau sieht sich neue Fernseher in einem Elektronikmarkt an: UHD, OLED, HDR und so weiter – die Abkürzungen auf dem TV-Markt können verwirrend sein.
Eine Frau sieht sich neue Fernseher in einem Elektronikmarkt an: UHD, OLED, HDR und so weiter – die Abkürzungen auf dem TV-Markt können verwirrend sein. (Quelle: 97/getty-images-bilder)
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Wer ein neues Fernsehgerät kaufen will, hat die Qual der Wahl. Hersteller werben mit immer besserer Ausstattung und neuester Technik für den Heimkino-Genuss. Wir zeigen Ihnen, worauf Sie beim TV-Kauf achten müssen.

OLED, HDR, UHD – wer überlegt, sich einen neuen Fernseher zu kaufen, kommt an solchen technischen Details nicht vorbei. Dabei geht es doch eigentlich nur um ein schönes Bild mit gutem Ton. Wir zeigen Ihnen, worauf es beim Fernseherkauf ankommt.


Die besten Fernseher bis 43 Zoll

Die Stiftung Warentest hat 21 Fernseher mit bis zu 43 Zoll Bildschirmdiagonale (1,09 Meter) getestet. In unserer Fotoshow finden Sie die fünf besten Geräte.
Als bestes kleines Gerät mit 24 Zoll (61 Zentimeter) nennt die Stiftung Warentest den Philips 24PFS5863. Preis: etwa 330 Euro. Stiftung Warentest lobt vor allem den "voluminösen Ton" des Geräts. Zudem besitzt der Fernseher eine Bluetooth- und Aufnahme-Funktion. Mängel sieht die Stiftung Warentest beim Bild. Im Test wird das Gerät mit "Befriedigend" (3,3) bewertet.
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Besseres Fernsehen dank höherer Auflösung?

Die meisten neuen Fernsehgeräte werden mittlerweile mit UHD- oder 4k-Auflösung angeboten. Ultra High Definition bietet im Vergleich zu HD eine vier Mal so hohe Auflösung mit acht Millionen Bildpunkten (3.840 x 2.160 Pixel), der Filmstandard 4k hat pro Bildzeile noch etwas mehr Pixel (4.096 x 2.160 Pixel). Je höher die Zahl der Bildpunkte, desto schärfer wird auch das Bild. An der Spitze stehen dabei die neusten 8k-Geräte (7.680 x 4.320 Pixel). Dabei stellt sich jedoch die Frage, wer von den brillanten Fernsehbildern auch wirklich profitieren kann.

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Frank Riewe ist Geschäftsführer des Berliner Fachhandelbetriebs fernseh-clavis. Seit mehr als 50 Jahren werden hier Fernseher und andere Haushaltsgeräte verkauft und repariert. "Wenn ich normal fernsehen will, reicht im Moment 4k" so Riewe. Zwar würden viele Sendeanstalten ihr Programm noch gar nicht in 4k ausstrahlen, doch für Riewe ist das nur eine Frage der Zeit.

Die hohe Auflösung sei momentan besonders für all diejenigen interessant, die Inhalte von Streamingdiensten und Mediatheken aus dem Internet anschauen. Vor allem Spielefans könnten sich zudem jetzt schon an der noch höheren 8k-Auflösung begeistern. Denn: "Je höher die Auflösung, desto brillanter das Bild und die Detailschärfe."

Welche Bildgröße ist sinnvoll?

Geräte ab einem Meter Bilddiagonale, also 40 Zoll und mehr, übertragen auch schnell bewegte Bilder flüssig und ohne Ruckeln. Doch wie groß der Fernseher sein soll, hängt nicht nur vom persönlichen Geschmack ab. Die Stiftung Warentest empfiehlt als Faustformel für Full-HD-Fernseher, dass der Sitzabstand doppelt so groß wie die Bilddiagonale sein sollte. Bei UHD könne man auch etwas näher am Bildschirm sitzen.

Riewe gibt zu bedenken: "Wenn man zu dicht an einem großen Fernseher sitzt, kann man das Bild nicht mehr erfassen, das Auge fängt an zu suchen, man bekommt Kopfschmerzen. Dann macht Fernsehen keinen Spaß mehr." Sinnvoll ist es darum, vorab zu Hause den Sitzabstand zum Fernseher auszumessen und auszuprobieren, wie die eigenen Fernsehgewohnheiten sind.

Was hat es mit OLED auf sich?

Diese Fernsehtechnik arbeitet mit organischen Leuchtschichten, selbstleuchtenden Bildpunkten, die sich dann anschalten, wenn im Bild Licht gebraucht wird. Das führt zu hohen Kontrasten und brillanten Bildern. OLED bietet auch von der Seite betrachtet genauso viel Farbe und Helligkeit wie beim direkten Blick von vorn.

Wer jedoch über einen längeren Zeitraum hinweg immer dasselbe Spiel spielt oder denselben Sender schaut, läuft Gefahr, dass sich das Logo, das dann immer an derselben Stelle steht, in den Bildschirm einbrennt und auch bei allen anderen Fernsehbildern als leichter Schatten zu erkennen ist.

"Manche Hersteller bauen eine elektronische Zusatzschaltung in ihre Geräte ein, um das Einbrennen zu verhindern", so Riewe. Laien könnten diesen eingebauten Schutz nur am Preis erkennen: "Je kostenintensiver das Gerät, desto eher kann man davon ausgehen, dass das Display geschützt ist."

Welche Rolle spielt der Preis?

Beim regelmäßigen Fernsehervergleich der Stiftung Warentest schneiden teure Geräte mit Flachbildschirm oft besonders gut ab. Auch Riewe bestätigt, dass bessere Qualität sich meist in einem höheren Preis widerspiegelt.

Als Beispiel nennt er Details wie Kabel. Um auch große Datenmengen transportieren zu können, müsse man auf deren Leitfähigkeit achten. "Die Schwachpunkte sind Stecker. Da zeigen sich Preis- und Qualitätsunterschiede."


Was viele beim Fernseherkauf vergessen würden, sei der Ton. Riewe empfiehlt Geräte, deren Lautsprecher sich nach vorne in Richtung des Zuschauers richten: "Das macht kaum noch jemand, bietet aber den besseren Ton."

Wer verschiedene Geräte im Laden vor Ort ausprobiert, kann zusätzlich auch einmal die Fernbedienung selbst in die Hand nehmen und austesten: Liegt sie gut in der Hand? Sind die Tasten übersichtlich gestaltet? Riewe: "Das alles merkt man am Preis."

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Verwendete Quellen
  • Eigene Recherche
  • Chip.de: "Kaufberatung Fernseher: So finden Sie den richtigen TV"
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