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Dank spezieller Kamera: Schärfste Schneeflocken-Aufnahmen gelungen

Dank spezieller Kamera  

Extreme Auflösung: Schneeflocke detailliert wie noch nie

29.01.2021, 07:45 Uhr | jnm, t-online

Dank spezieller Kamera: Schärfste Schneeflocken-Aufnahmen gelungen. Schneeflocken: Die Originalaufnahme ist hochauflösender als jedes Schneeflockenfoto zuvor (Quelle: Modernist Cuisine Gallery)

Schneeflocken: Die Originalaufnahme ist hochauflösender als jedes Schneeflockenfoto zuvor (Quelle: Modernist Cuisine Gallery)

Nathan Myhrvold macht unglaubliche Bilder von Schneeflocken. Damit das überhaupt möglich ist, baute der Ex-Microsoft-Manager das komplizierte Gerät kurzerhand selbst.

Wie faszinierend Schneeflocken aussehen, lässt sich im Alltag nur erahnen. Denn die winzigen Eiskristalle sind nicht nur winzig, sie sind auch noch durchsichtig – und schon ein unachtsamer Atemhauch lässt die fragilen Gebilde zu einem formlosen Tropfen Wasser schmelzen.

All diese Punkte machen es deshalb auch extrem schwer, gute Fotos von Schneeflocken aufzunehmen. Vor allem eine adäquate Beleuchtung setzt die fragilen Gebilde bereits soviel Hitze aus, dass sie dies nicht überstehen.

Für Nathan Myhrvold, den ehemaligen Technologie-Chef von Microsoft, war das aber nur eine interessante Herausforderung. Gegenüber dem Forbes Magazine beschreibt er, wie er eine passende Kamera kurzerhand selbst.

Der Bau der Kamera erforderte viel Einfallsreichtum

Zunächst musste die Kamera mit einem Mikroskop verbunden werden, das seinen Fokus im Mikrometerschritten bewegen kann – menschliche Haare haben eine Dicke von 80 bis 100 Mikrometer. Da die optimale Temperatur zum Fotografieren der Flocken knapp Minus 30 Grad beträgt, kam Metall für das Gehäuse nicht in Frage – die Ausdehnung des Materials ist bei den Temperaturschwankungen zu große. Deshalb kam hier Carbon zum Einsatz. Auch die Lichtquelle ist besonders: Typische Beleuchtung würde die winzigen Flocken sofort verändern.

 (Quelle: NATHAN MYHRVOLD) (Quelle: NATHAN MYHRVOLD)

Deshalb verbaute Myhrvold spezielle LEDs eines japanischen Unternehmens, die sonst nur in Fabriken zur Qualitätskontrolle zum Einsatz kommen. Sie können Lichtpulse nur für eine Millionstel Sekunde abgeben – davon bleibt die Schneeflocke unbeschadet, außerdem werden bei so kurzer Belichtungszeit jegliche Erschütterungen unerheblich.

Um schließlich die hyperdetaillierten Fotos zu generieren, muss Myhrvold mitunter bis zu 500 Aufnahmen einer Flocke machen und dabei teilweise auch den Fokus in der Tiefe verschieben. Jede einzelne Aufnahme hat eine Auflösung von 100 Megapixel, Software setzt die zahlreichen Aufnahmen dann zu einem zusammenhängenden Bild zusammen.

Die fertigen Bilder können tatsächlich gerahmt als Drucke unter modernistcuisinegallery.com gekauft werden. Ganz billig ist das allerdings nicht – die Preise starten bei 850 US-Dollar.

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