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Luca-App bekommt neues GeschÀftsmodell

Von t-online, arg

Aktualisiert am 17.01.2022Lesedauer: 2 Min.
"Keinen großen Mehrwert gezeigt": Luca-App.
Die Betreiber wollen die Nutzung der App mit einem neuen GeschÀftsmodell einfacher gestalten. (Quelle: Christoph Soeder/dpa./dpa)
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Mit einem neuen GeschĂ€ftsmodell wollen sich die Betreiber der Luca-App auf das Ende der Pandemie vorbereiten und die Nutzung der App fĂŒr BundeslĂ€nder attraktiver machen.

Laut Experten wird sich die Corona-Pandemie frĂŒher oder spĂ€ter zu einer Endemie entwickeln, bei der es nur noch zu einzelnen, lokalen AusbrĂŒchen kommen wird. Die Betreiber der Luca-App bereiten sich bereits jetzt auf diesen Fall vor und wollen mit einem angepassten GeschĂ€ftsmodell dabei helfen, diese AusbrĂŒche schnell in den Griff zu bekommen.

"Wir wollen ermöglichen, dass Luca immer dort und immer dann eingesetzt werden kann, wo und wann die Lösung am dringendsten gebraucht wird, also beispielsweise bei lokalen AusbrĂŒchen", sagt Patrick Hennig, einer der MitgrĂŒnder der Luca-App.

HierfĂŒr wird das Vertragsmodell angepasst: Die Basisversorgung in jedem Bundesland wird langfristig aufrechterhalten, dazu erhĂ€lt aber jedes Bundesland die Möglichkeit, je nach Situation wieder voll auf das Luca-System und deren Funktionen zugreifen zu können.

Im Fokus steht vor allem, soziales und kulturelles Leben trotz Krisensituation weiter aufrechtzuerhalten. DafĂŒr muss die Kontaktnachverfolgung auch in einer potentiellen endemischen Lage weiterhin gewĂ€hrleistet sein, erklĂ€rt Hennig:

"Wir sollten nach dem Sommer nicht wieder mit leeren HĂ€nden dastehen, sondern in der Lage sein, abermalige Wellen und damit verbundene Schließungen zu verhindern. Wir sind angetreten, um der Gastronomie und den Kulturschaffenden zu helfen, ihre Existenzen zu sichern. Als Digitalisierungs-Partner dieser Branchen wollen wir unsere App weiter entlang der WĂŒnsche und Anforderungen von Gastronomen, KĂŒnstlern, Musikern ausbauen und erweitern."

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Flexible VertrÀge, geringere Kosten

Die wichtigste Änderung dĂŒrfte wohl die Vertragslaufzeit sein. So mĂŒssen sich BundeslĂ€nder nicht mehr fĂŒr ein volles Jahr auf die Nutzung des Luca-Systems verpflichten. Nun können sie Monat fĂŒr Monat, je nach Bedarf, entscheiden, ob die Funktionen der App genutzt werden oder nicht.

DarĂŒber hinaus reduzieren die Betreiber auch die anfallenden Kosten: So werden pro Gesundheitsamt nur noch 9.000 Euro statt 18.000 Euro im Jahr fĂ€llig. Dadurch will man den BundeslĂ€ndern die dauerhafte Aufrechterhaltung der Luca-Infrastruktur vereinfachen.

GesundheitsĂ€mter können in einer endemischen Situation dann weiterhin die Dienste der App nutzen, beispielsweise um möglichst viele BĂŒrger digital ĂŒber die aktuelle Situation informieren zu können. So können Nutzer beispielsweise ĂŒber die Luca-App Kontakt zu ihrem Gesundheitsamt aufnehmen und ihren Impfstatus mitteilen. Dadurch wird die Arbeit der Ämter dramatisch vereinfacht und zugleich digitalisiert.

Luca steht weiterhin in der Kritik

Seit dem Start steht Luca unter Kritik von DatenschĂŒtzern. Das grĂ¶ĂŸte Problem sehen Kritiker vor allem bei der zentralen Datenspeicherung. Einige BundeslĂ€nder zögern noch, die bald auslaufenden VertrĂ€ge mit den Betreibern der Luca-App zu verlĂ€ngern. Es hĂ€ufen sich auch die Stimmen, dass die VertrĂ€ge nicht erneuert werden sollten.

So forderten zahlreiche Politiker, nachdem es zu einem erneuten Vorfall von Datenmissbrauch gekommen war, die Löschung der App vom Smartphone. Bei den Ermittlungen zu einem Todesfall griff die Polizei in Mainz unrechtmĂ€ĂŸig auf Daten von Besuchern einer GaststĂ€tte zu, die zuvor durch die Luca-App gesammelt worden waren.

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Bislang bestehen mit 13 BundeslĂ€ndern Luca-VertrĂ€ge, von denen lediglich Schleswig-Holstein eine KĂŒndigung des Vertrags öffentlich gemacht hat. Derzeit hĂ€ufen sich aber auch die Hinweise, dass BundeslĂ€nder wie Baden-WĂŒrttemberg, Berlin, Brandenburg und Bremen kurz davorstehen, die VertrĂ€ge auslaufen zu lassen.

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  • Jan Moelleken
Von Jan Mölleken

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