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WhatsApp: Martinelli-Virus, Momo und Co. – Die sechs nervigsten Kettenbriefe

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Martinelli-Virus, Momo und Co  

Diese WhatsApp-Kettenbriefe sollten Sie ignorieren

11.09.2018, 10:29 Uhr | str, t-online.de

WhatsApp: Martinelli-Virus, Momo und Co. – Die sechs nervigsten Kettenbriefe. WhatsApp: Der Messenger wird zur Spam-Schleuder. (Quelle: imago/Sergei Konkov/TASS)

WhatsApp: Der Messenger wird zur Spam-Schleuder. (Quelle: Sergei Konkov/TASS/imago)

Sie sind einfach nicht tot zu kriegen: Viele Spam-Nachrichten kommen immer wieder und suchen WhatsApp in Wellen heim. Dagegen hilft nur Aufklärung. Hier ist eine Liste der hartknäckigsten Kettenbriefe.

Es gibt echte Gefahren bei WhatsApp, wie zum Beispiel Sicherheitslücken, Datenschutzbedenken, so genannte "Textbomben" oder betrügerische App-Klone. Und dann gibt es viele frei erfundene Bedrohungen: Falsche Warnungen vor angeblichen Viren oder bestimmten Personen. Diese Kettenbriefe verbreiten sich oft rasend schnell. Sie sind im Grunde harmlos, aber höchst lästig. Wer sie weiterleitet, tut niemandem einen Gefallen – außer dem Urheber. 

Warum jemand einen Kettenbrief in die Welt setzt, bleibt oft ein Rätsel. Enthält die Nachricht einen Link, dann stecken oft dubiose Geschäftemacher dahinter. Doch was sollen die vielen irreführenden Scherzbotschaften und sinnlosen Warnungen? Vielleicht ist es Geltungssucht, vielleicht findet es der Urheber witzig, anderen einen Schreck einzujagen. Das Problem ist: Die Mythen sind nur schwer wieder aus der Welt zu kriegen. Und Journalisten wie wir haben alle Hände voll zu tun, die Nutzer über Falschmeldungen aufzuklären. 

Viele Kettenbriefe tauchen in unregelmäßigen Abständen immer wieder auf. Manchmal verbreiten sie sich in unterschiedlichen Varianten. Hier sind ein paar typische Nachrichten, die Sie ignorieren sollten:

1. Falsche Versprechen: Leite diese Nachricht weiter und du kriegst was gratis!

Manchmal werden dem Empfänger nur ein paar Süßigkeiten versprochen, manchmal geht es sogar um ein Auto. Kettenbriefe mit Gewinnspielen oder Treue-Aktionen sollen die Nutzer oft nur auf Webseiten locken, die mit jedem Klick Werbegeld kassieren. Manchmal stecken dahinter auch dubiose Daten- oder Adresssammler. Das bedeutet: Der Nutzer kann sich bald über noch mehr unerwünschte Werbung freuen. 

Grundsätzlich gilt: Dass Unternehmen irgendjemanden dafür belohnen, dass er eine WhatsApp-Nachricht an seine Freunde weiterleitet, ist höchst unwahrscheinlich. Denn wie soll der vermeintliche Gönner das überprüfen? Zudem ist WhatsApp in der Kommunikation von Unternehmen eher nicht üblich. 

Angeblicher WhatsApp-Virus ist bloß ein nerviger Kettenbrief (Quelle: dpa/tmn/Andrea Warnecke)Martinelli-Vorgänger: Die Warnung vor "Ute Lehr" oder "Ute Christoff" machte 2017 die Runde auf WhatsApp und war ebenso frei erfunden wie jetzt das "Martinelli"-Virus. (Quelle: Andrea Warnecke/dpa/tmn)

2. Der "Martinelli"-Virus geht um

Angeblich versteckt sich der Martinelli-Virus in einer Video-Datei. Nutzer leiten den Kettenbrief weiter, um ihre Freunde vor dem Öffnen zu warnen. Doch weder den Virus noch das Video gibt es wirklich. Die Warnung vor der Schadsoftware hingegen gibt es schon auf Italienisch, Spanisch, Englisch, Deutsch.

Bevor es üblich wurde, Videos mit dem Smartphone zu drehen und zu verschicken, wurde man übrigens vor anderen WhatsApp-Nutzern mit erfundenen Namen wie "Ute Lehr" oder "Ute Christoff" gewarnt. Das seien Hacker, die sich ins Smartphone hacken, sobald man mit ihnen Kontakt aufgenommen habe. Unsere Prognose: Solche Gruselgeschichten werden uns am WhatsApp-Lagerfeuer noch häufiger begegnen. 


3. Schlechter Scherz mit der "Porno-Warnung"

Angeblich konnte die Nachricht nicht geladen werden, weil auf dem Handy zu viele Pornofilme gespeichert seien. Mit diesem Kettenbrief veräppeln manche Nutzer ihre Freunde. Natürlich ist das Quatsch: Die App durchsucht den Telefonspeicher nicht nach pornografischen Inhalten. Und dass der Speicherplatz auf dem Smartphone zu knapp wird, um eine Chatnachricht zu laden, ist höchst unwahrscheinlich. 

4. Die Textbombe gibt es wirklich 

Smartphones sind kleine Computer, die Programmiercode verarbeiten. In verschiedenen Messenger-Apps kommt es dabei immer wieder zu Konflikten mit dem Nachrichteninhalt. So hat man zum Beispiel festgestellt, dass ein bestimmter exotischer Buchstabe den Messengerdienst unter iOS zum Absturz bringt. Die Entwickler beeilen sich in der Regel, solche Probleme schnell zu beheben. In der Zwischenzeit erlauben sich aber manche Nutzer einen Scherz und verschicken fleißig "Textbomben", um ihre Freunde zu ärgern. 

Achtung: Wer solche Nachrichten verschickt, riskiert, das Eigentum anderer dauerhaft zu beschädigen. 

Auch für WhatsApp kursiert eine solche "Textbombe". Sie beinhaltet einen schwarzen Punkt und warnt: "Wenn du den Knopf drückst, hängt sich WhatsApp auf." Genau das passiert, wenn man die Nachricht antippt. Mit dem schwarzen Punkt hat das aber wenig zu tun, sondern mit einer unsichtbaren Zeichenfolge, die sich in der Nachricht verbirgt. Wie genau das funktioniert, erklärt das unten stehende Video. 

5. WhatsApp wird demnächst kostenpflichtig

... es sei denn, du leitest diese Nachricht an X Freunde weiter. Das ist so ziemlich einer der ältesten Kettenbriefe, seitdem es kostenlose Online-Services gibt. Auf WhatsApp berufen sich solche Aufrufe zum Weiterleiten oft auf einen gewissen "Jim Balsamico", angeblich der Gründer von WhatsApp. Der Name sollte ein eindeutiger Hinweis sein: Solche Nachrichten sind Blödsinn!

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Eine neue Variante jagt WhatsApp-Nutzern per Spam-Mail einen Schrecken ein. In der Mail wird behauptet, das WhatsApp-Konto sei gesperrt worden, entweder, weil es "abgelaufen" sei, oder weil es ein Problem mit der Abrechnung gebe. Der Nutzer soll seine Kundendaten aktualisieren. Dazu wird er auf eine Phishing-Webseite geleitet, wo er auch seine Kreditkarteninformationen eingeben soll. 

Die Masche ist nicht besonders einfallsreich, aber effektiv. WhatsApp hat 1,5 Milliarden Nutzer. Wenn nur ein kleiner Bruchteil davon auf die Masche hereinfällt, hat es sich für die Betrüger schon gelohnt. 

6. Grusel-Scherz "Momo"

Ein gruselig wirkendes Foto und absurde Drohungen: Der Gruselgeist "Momo" geht auf WhatsApp rum. In unzähligen Nachrichten wird vor dem WhatsApp-Phantom gewarnt. Wer eine Nachricht von "Momo" erhalte und diese nicht weiterleite, dem widerfahren angeblich schlimme Dinge – von körperlicher Verstümmelung bis hin zum Tod. Andere Gerüchte warnen davor, besagten Kontakt zu speichern oder anzuschreiben.

Dabei handelt es sich aber nur um eine mystisch anmutende Variation der falschen Warnungen vor bestimmten Telefonkontakten. Solche Mitteilungen sollte man am besten sofort löschen und nicht weiterleiten. Doch viele Menschen können dem Drang einfach nicht widerstehen und spielen mit. So hat man wenigstens etwas, worüber man reden kann. 

Verwendete Quellen:
  • Mimikama.at
  • eigene Recherche
  • dpa
  • weitere Quellen
    weniger Quellen anzeigen

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