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Kostenlos oder zum Kaufen: So schneiden Wetter-Apps im Test ab

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Wetter-Warnungen  

So schneiden Kauf- und Gratis-Apps im Vergleich ab

22.06.2018, 15:43 Uhr | t-online.de, hd, dpa

Kostenlos oder zum Kaufen: So schneiden Wetter-Apps im Test ab. Vorinstallierte Wetter-App auf dem iPhone: harte Kämpfe auf dem App-Markt. (Quelle: imago)

Vorinstallierte Wetter-App auf dem iPhone: harte Kämpfe auf dem App-Markt. (Quelle: imago)

Die Betreiber von "Wetter Online" und der Deutsche Wetterdienst streiten sich gerade vor Gericht. Die Warnwetter-App des DWD sollen keine "unentgeltlichen meterologischen Leistungen mehr erbringen", fordert "Wetter Online". Auf dem App-Millionenmarkt wird hart gekämpft. Ein Vergleich zeigt Licht und Schatten.

Mit einem Zivilprozess vor einem Gericht in Köln geht der Rechtsstreit zwischen "Wetter Online" und dem Deutschen Wetterdienst (DWD) in die nächste Runde. Es geht um die "Warnwetter"-App des DWD. Das
Bonner Landgericht hatte den DWD als Beklagte verurteilt, außer amtlichen Warnungen "keine unentgeltlichen meteorologischen Leistungen für die Allgemeinheit mehr zu erbringen". Sprich: keine Wettervorhersagen mehr. Das Landgericht Bonn hatte im November 2017 entschieden, dass der DWD die App im vollen Umfang nicht mehr kostenlos anbieten darf.

Der Markt der kostenlosen und kostenpflichtigen Wetter-Apps ist hart umkämpft. Allein für das mobile Betriebsssystem iOS von Apple gibt es aktuell weit über 60 Wetter-Apps, ein Großteil davon sind gratis, andere kosten einmalig bis zu 5,50 Euro. Die Wetter-Apps "Weather Pro" und "WetterOnline Pro" gehören derzeit zu den meistgekauften im AppStore. 

Eine gute Wetter-App muss nichts kosten

"Eine gute App muss nicht kostenpflichtig sein", sagt André Kramer, Redakteur der Zeitschrift "c't", der Wetter-Apps im April getestet hat. "Allerdings sollten Nutzer hinterfragen, womit die Betreiber kostenloser Apps Geld verdienen", rät der "c't"-Experte. Oft wird dazu Werbung in der App angezeigt. Aber Nutzer gewähren Wetter-Apps zum Teil auch Zugriff auf sensible Daten wie den eigenen Standort. Das ist praktisch, kann aber auch missbraucht werden. So gibt es Apps, die diese Standortdaten an Werbefirmen weitergegeben haben. 

Doch Kauf-Apps sind nicht immer besser als Gratis-Apps. Denn meistens werden durch den Kauf nur weitere, weniger wichtige Funktionen freigeschaltet und die Werbung entfernt. Ein Vergleich von Wetter-Apps ergab ein gemischtes Bild:

"Warnwetter"

In der kostenlosen Version liefert "Warnwetter" des Deutschen Wetterdienstes (DWD) nur Informationen zu witterungsbedingten Gefahrenlagen. Die Vollversion kostet 1,99 Euro. Darin haben Nutzer Zugriff auf ortsbezogenes Wetter, Prognosen und ein Niederschlagsradar. Auch Informationen zur UV-Strahlung sind verfügbar. Allerdings zeigt die App nur Daten für Deutschland.

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"Weatherpro"

Anders ist das bei "Weatherpro", der Wetter-App der Meteogroup, die Nutzer weltweit übers Wetter informiert und beim "c't"-Test am besten abschnitt. In der kostenlosen Lite-Version haben Nutzer Zugriff auf eine ortsbasierte 7-Tage-Vorhersage, die in Intervalle von drei Stunden aufgeschlüsselt ist. Außerdem gibt es Informationen zur gefühlten Temperatur, der Sonnenscheindauer und einen UV-Index. Für 2,99 Euro gibt es die Premiumversion mit genauerer Vorhersage, Wetterkartenzugriff und Infos zum Badewetter.

"Wetter.net"

Die anderen großen Apps geben in ähnlicher Weise Auskunft über das Wetter und unterscheiden sich nur zum Teil im Funktionsumfang: So gibt "Wetter.net" Prognosen für die kommende Woche ab, warnt bei Unwetter und verfügt über ein Regenradar. Dieser ist bei Android allerdings nur in der Premium-Version für 1,59 Euro enthalten.

"Wetter.com" 

Eine längere Prognose liefert "Wetter.com" mit einer Wettervorhersage für 16 Tage. Außerdem visualisiert die App Niederschlag im Regenradar, verfügt auch über ein Wolkenradar und warnt per Push-Meldung vor Unwetter.

"Wetter Online"

"Wetter Online" informiert Nutzer in einem 14-Tage-Trend, warnt vor Unwetter und verfügt ebenfalls über ein Regenradar. Außerdem liefert die App Informationen zu Pollenflug und Wintersport. In der Bezahlversion für 2,99 Euro wird das Wetterradar etwas präziser.

"Wetter von t-online.de"

Die Wetter-App von t-online.de bietet neben den klassischen Prognosen auch eine Unwetterwarnung für die Standorte an. Das Regenradar ist übersichtlich, und es können bis zu 15 Standorte gespeichert werden. Die App ist kostenlos. Beim letzten Test von Wetter-Apps der Stiftung Warentest 2013 ging die App als Testsieger hervor (Note 2,4) – damals noch unter dem Namen "wetter.info".

"Katwarn"

Vor Unwettern und anderen Gefahren warnt die kostenlose Katastrophen-App "Katwarn" auf der Basis der Daten des DWD und von Katastrophenschutz-Behörden. Das klappt in der Kartenansicht oder – wenn aktiviert – per Push-Meldung sehr gut und genau. Die Umgebungskarten zeigen das Umfeld des eigenen Standortes an – oder eine Karte von Deutschland. Von Warnungen betroffene Gebiete sind rot gekennzeichnet. Einzelne Wetterdaten finden sich hier nicht, da der Schwerpunkt auf Gefahrenwarnungen liegt. Eine Kauf-Version gibt es nicht.

"Regenradar"

Die App beschränkt sich auf Niederschläge und deren Vorhersage. Die Gratis-Version zeigt die Vorhersage von Niederschlägen im "Wetterfilm" bis zu 90 Minuten im Voraus, sowie für den nächsten Tag. Allerdings lässt sich der Wetterfilm nur bis auf das Bundesland heranzoomen, nicht bis auf die Stadt. Dazu gibt es allgemeine, ortsbezogene Wetterdaten von "Wetter Online".

Die werbefreie Bezahl-App "RegenradarPro" kostet 2,99 Euro und bietet zusätzlich unter anderem einen Wetter-Ticker und Pollenflug-Meldungen.

Verwendete Quellen:
  • dpa
  • Eigene Recherche

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