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Huaweis erstes Faltphone hebt sich ab

Ali Vahid Roodsari aus Barcelona

Aktualisiert am 26.02.2019Lesedauer: 3 Min.
Knickbares Tablet von Huawei: Huawei greift den Konkurrenten Samsung an.
Knickbares Tablet von Huawei: Huawei greift den Konkurrenten Samsung an. (Quelle: Sergio Perez/Reuters-bilder)
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Weniger als eine Woche nach Samsung zeigt Huawei auf dem Mobile World Congress in Barcelona sein eigenes faltbares Smartphone. Das Huawei Mate X soll im Rennen um den neuen Smartphone-Trend den China-Konzern an die Spitze befördern.

Es schien so, als ob Huawei keine Zeit verlieren wollte: GefĂŒhlt im Eiltempo prĂ€sentierte Huawei-CEO aktuelle Verkaufszahlen seines Konzerns und zeigte neue Notebooks sowie Router fĂŒr den Heimgebrauch. In weniger als einer halben Stunden nach Start der Pressekonferenz in Barcelona prĂ€sentierte Yu dann das GerĂ€t, wofĂŒr vermutlich alle Anwesenden gekommen waren: das Huawei Mate X – Huaweis erstes faltbares Smartphone.


Das sind die neuen Smartphone-Kracher

Das Galaxy Fold hat zwei Displays: Eines ist auf der Außenseite fĂŒr die Nutzung als Smartphone, der Tablet-Bildschirm auf der RĂŒckseite lĂ€sst sich hingegen wie ein Buch auf- und zuklappen.
Besucher auf dem Mobile World Congress machen Fotos vom Huawei Mate X
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Das GerĂ€t ist die Antwort auf Samsungs Galaxy Fold, was der sĂŒdkoreanische Konzern am Mittwoch gezeigt hatte. Das Galaxy Fold hat zwei Displays: Eines ist auf der Außenseite fĂŒr die Nutzung als Smartphone, der Tablet-Bildschirm auf der RĂŒckseite lĂ€sst sich hingegen wie ein Buch auf- und zuklappen.

Huawei will mit dem Mate X vieles anders machen. Das Tablet-Display wird so umgeknickt, dass es außen bleibt und auf beiden Seiten in halber GrĂ¶ĂŸe genutzt werden kann. Der Vorteil: Personen, die man gerade fotografiert, können auf der ihnen zugewandten Seite das Live-Bild der Kamera sehen. HĂ€lt man das zusammengeklappte Telefon hingegen in der Hand, bleibt der Bildschirm auf der unteren Seite deaktiviert.

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Klein genug fĂŒr die Hosentasche

Das Huawei Mate X fĂ€llt zudem deutlich grĂ¶ĂŸer aus als das Samsung Galaxy Fold. Letzteres hat im eingeklappten Zustand eine Bildschirmdiagonale von 4,6 Zoll, im ausgeklappten 7,3 Zoll. Das Huawei Mate X bringt es auf eine Bildschirmdiagonale von 8 Zoll. Wird das Tablet zusammengefaltet, ist die Vorderseite etwas grĂ¶ĂŸer (6,6 Zoll) als die RĂŒckseite (6,38 Zoll).

Das Design ist dabei so gut wie randlos. Im zusammengeklappten Zustand mĂŒssen Nutzer aber mit einem Rand auf der linken Seite leben. Dort ist unter anderem die Hauptkameras angebracht. Allen in allem wirkt das Huawei Mate X deutlich angenehmer anzuschauen als der Konkurrent von Samsung.

Im aufgeklappten Zustand ist das Mate X 5,4 Millimeter dick. Im zugeklappten sind es 11 Millimeter. Das GerÀt sollte also gut in jede Hosentasche passen.

Noch teurer als bei Samsung

Noch eine Besonderheit: Das Mate X ist genau wie das Konkurrenzmodell von Samsung 5G-fĂ€hig. Laut Huawei soll es Geschwindigkeiten von bis zu 4,6 Gigabyte pro Sekunde unterstĂŒtzen. Als Beispiel gibt Huawei an, dass ein Film mit einer GrĂ¶ĂŸe von einem Gigabyte innerhalb von drei Sekunden heruntergeladen werden kann.


Huawei hat das GerÀt mit einem Doppel-Akku ausgestattet, der 4.500 Milliamperestunden (mAh) umfasst. Mit der neuen SuperCharge-Technologie soll das GerÀt in 30 Minuten zu 85 Prozent geladen sein.

Als Arbeitsspeicher nennt Huawei acht Gigabyte, der interne Speicher ist 512 GB groß. Zudem hat das Mate X eine Dual-SIM-Funktion und einen Fingerabdrucksensor. Bisher soll es nur in der Farbe Interstellar Blue kommen. Laut Huawei könnten aber weitere Farben folgen.

Huawei-Chef Yu betonte bei der PrĂ€sentation, dass die neue Technologie nicht zum kleinen Preis zu haben ist. Huawei möchte 2.299 Euro fĂŒr das GerĂ€t. Das Galaxy Fold soll 2.000 Euro kosten. Erscheinen soll das Huawei Mate X Mitte 2019.

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