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Samsung verschiebt Start seines Falt-Smartphones

dpa, Andrej Sokolow

Aktualisiert am 23.04.2019Lesedauer: 2 Min.
Fotoshooting mit dem Galaxy Fold: Das erste faltbare Smartphone sollte noch im FrĂŒhjahr in den Handel kommen.
Fotoshooting mit dem Galaxy Fold: Das erste faltbare Smartphone sollte noch im FrĂŒhjahr in den Handel kommen. (Quelle: Kelvin Chan/ap-bilder)
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Samsung wollte der erste Smartphone-Anbieter mit einem faltbarem Display sein. Nach Defekten bei TestgerÀten kommt das 2.000 Euro teure Galaxy Fold nun aber vorerst nicht in den Handel.

Samsung hat die MarkteinfĂŒhrung des ersten Smartphones mit Falt-Display nur wenige Tage vor dem geplanten Termin auf unbestimmte Zeit verschoben. Zuvor waren Displayprobleme bei einigen an Journalisten verteilten TestgerĂ€ten des Modells Galaxy Fold bekannt geworden. Der Schutz der Bildschirme solle nun verbessert werden, erklĂ€rte Samsung. Ein neuer Starttermin solle in den kommenden Wochen mitgeteilt werden. UrsprĂŒnglich sollte das GerĂ€t am 26. April in den USA und am 3. Mai in Europa auf den Markt kommen.


So ungewöhnlich sehen GerÀte mit faltbarem Display aus

Hersteller TCL will Smartphones gleich mehrfach falten. Dabei handelt es sich allerdings nur um eine Designstudie.
Zusammengeklappt hat soll es eine GrĂ¶ĂŸe von 6 Zoll haben. Mit drei Bildschirmen dĂŒrfte es so dann aber auch recht dick sein.
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Das Samsung Galaxy Fold sollte das erste GerĂ€t auf dem Markt werden, bei dem sich der Bildschirm auf die GrĂ¶ĂŸe eines kleinen Tablet-Computers auffalten lĂ€sst. Konkurrent Huawei kĂŒndigte den Start seines Auffalt-Smartphones Mate X fĂŒr den Sommer an. Es soll mit 2.300 Euro noch etwas teurer werden.

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Das Scharnier macht Probleme

Bei den 2.000 Euro teuren Galaxy Fold von Samsung war mehreren Tech-Journalisten bei Vorabtests das Display kaputtgegangen. "Erste Ergebnisse aus den Auswertungen der gemeldeten Displayprobleme zeigen, dass die Ursache am Scharnier liegen kann", erklÀrte Samsung am Montag. Das Faltgelenk in der Mitte des Bildschirms hatten Marktbeobachter schon vorher als eine potenzielle Schwachstelle betrachtet, sowohl Samsung als auch Huawei versicherten aber, die Mechanik sei robust.

"Es gab auch einen Fall, in dem Stoffe, die sich im Inneren des GerĂ€ts befanden, die Displayleistung beeintrĂ€chtigten. Wir werden Maßnahmen ergreifen, um den Schutz und die StabilitĂ€t des Displays zu verstĂ€rken", teilte Samsung weiter mit.

Einige Reporter beschĂ€digten zudem ihre Fold-GerĂ€te, weil sie versehentlich eine Schutzschicht abzogen, die wie die ĂŒbliche durchsichtige Folie auf Bildschirmen neuer GerĂ€te aussah, aber Bestandteil des Displays war. Samsung erklĂ€rte bereits, es werde dazu eine klar sichtbare Warnung fĂŒr Verbraucher geben. Die Faltdisplays haben bisher eine OberflĂ€che aus Plastik statt Spezialglas wie bei herkömmlichen Smartphones. Deshalb wird befĂŒrchtet, dass sie anfĂ€lliger fĂŒr Kratzer sein könnten. Biegsames Glas fĂŒr Smartphone-Bildschirme ist erst in der Entwicklung.

Erinnerungen an das Debakel rund um explodierende Akkus

FĂŒr Samsung ist die kurzfristige Verschiebung des Starttermins ein herber RĂŒckschlag. Der Smartphone-MarktfĂŒhrer wollte mit dem Galaxy Fold seine Innovationskraft unter Beweis stellen. Stattdessen weckte die Situation Erinnerungen an das Debakel mit dem Smartphone Galaxy Note 7, das Samsung im Herbst 2016 nach wenigen Wochen auf den Markt wegen Akku-BrĂ€nden zurĂŒckrufen musste.

Das Galaxy Fold lĂ€sst sich wie ein Buch aufklappen, dann kann man den Faltbildschirm mit einer Diagonale von 7,3 Zoll nutzen. In geschlossenem Zustand steht dem Anwender ein relativ kleines Display auf einer der Außenseiten mit einer Diagonale von 4,6 Zoll zur VerfĂŒgung. Samsung arbeitete gemeinsam mit Google daran, dass Apps beim Aufklappen des GerĂ€ts nahtlos weitergenutzt werden können. Huawei entschied sich fĂŒr ein anderes Konzept: Beim Mate X bleibt der Faltbildschirm auf der Außenseite und nach dem Zusammenklappen wird eine HĂ€lfte davon als Smartphone genutzt.

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