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"Apples Podcast-Charts k├Ânnen leicht manipuliert werden"

  • Marc Kr├╝ger
Von Marc Kr├╝ger

16.05.2018Lesedauer: 4 Min.
Podcasts, Spotify and other audio apps on cellphone
Podcasts, Spotify and other audio apps on cellphone (Quelle: getty-images-bilder)
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Apple ist eine der wichtigsten Plattformen f├╝r Podcasts. Wer in den Charts bei iTunes oder in der Podcast-App auftaucht, schafft Aufmerksamkeit f├╝r H├Ârer und Werbekunden. t-online hat mit dem Radio-Experten James Cridland gesprochen und er erkl├Ąrt, wie leicht es ist, diese Podcast-Charts zu manipulieren.

t-online.de: Herr Cridland, Sie sind Radio- und Podcast-Experte. Wenn Sie neue Podcasts entdecken oder herausfinden wollen, welche Trends es auf dem Markt gibt, was machen Sie dann?

James Cridland: Ich gebe einen t├Ąglichen Podcast-Newsletter heraus, also wei├č ich oft vor anderen von neuen Trends. Fr├╝her habe ich aber die Vorschlags-Funktionen in Podcast-Apps genutzt und auch gelegentlich in die Podcast-Charts von Apple geschaut, denn: Etwa 60 Prozent der Podcasts, die wir h├Âren, werden durch Apple verteilt. Entweder mit der Apple Podcast-App auf dem iPhone oder mit iTunes auf dem Computer. Auf Platz zwei folgt Spotify mit f├╝nf Prozent Anteil. Da sieht man, wie m├Ąchtig Apple auf dem Podcast-Markt ist.

Apple bietet mehrere M├Âglichkeiten, um neue Podcasts zu entdecken: Es gibt einige redaktionell ausgew├Ąhlte Vorschl├Ąge, dann eine Auswahl mit dem Titel "Neu und beachtenswert ", und es gibt die Podcast-Charts ÔÇô und genau die sind bei Apples Diensten sehr pr├Ąsent und sollen mehr H├Ârer anziehen.

Was wissen Sie ├╝ber die Art und Weise, wie Apple seine Podcast-Charts erstellt?

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Wir wissen nicht viel. Apple hat nie gesagt, wie die Podcast-Charts funktionieren. Apple hat aber sicherlich ein Interesse daran, dass sich die Auswahl h├Ąufig ├Ąndert und neue Inhalte ganz besonders hervorstechen. Es wird daher allgemein angenommen, dass die Podcast-Charts sehr stark davon beeinflusst werden, wie die Abo-Zahlen innerhalb der letzten 24 Stunden waren.

Was mir auch sicher erscheint: Die reinen Downloads spielen keine gro├če Rolle bei den Charts. Ich habe viele neue Podcasts gesehen, die an die Spitze der Charts geschossen sind. Bis heute gibtÔÇÖs bei einigen aber nur diese eine Folge.

Ist das ein Problem?

Man muss eben wissen, dass Apples Podcast-Charts leicht manipuliert werden k├Ânnen. Au├čerdem gehtÔÇÖs darin ja auch nur um Apple-Nutzer. Googles Android-Betriebssystem hat in Deutschland einen Marktanteil von 75 Prozent. All diese Nutzer tauchen in den Apple Podcast-Charts genau so wenig auf wie Nutzer von anderen Podcast-Apps auf dem iPhone.

Radio-Experte James Cridland
Radio-Experte James Cridland (Quelle: Privat/leer)

James Cridland, 47, ist Radio-Futurologe, besch├Ąftigt sich also mit der Zukunft von Radio und Audio. Er arbeitet seit 28 Jahren beim Radio, ist Autor, Redner und Berater. Au├čerdem gibt er den t├Ąglichen Podcast-Newsletter "Podnews" heraus. Cridland wurde in London geboren und lebt heute in Brisbane, Australien.

Sie schreiben in einem Beitrag, dass man Top-Platzierungen in den Podcast-Charts bei iTunes ganz einfach kaufen kann. Was haben Sie dar├╝ber herausgefunden?

Ich hatte von einer Firma geh├Ârt, die damit wirbt, die entsprechenden Algorithmen genau zu kennen. Nach einiger Recherche habe ich dann eine Reihe von E-Mails von dieser Firma an potentielle Kunden gesehen. Darin gab es eine Art Preisliste, um einen beliebigen Podcast in Apples Charts zu bekommen. Au├čerdem gab es f├╝r jede Kategorie eine Tabelle und eine Einsch├Ątzung, wie sicher die gew├╝nschte Top-Platzierung dort zu erreichen ist.

Apples Podcast-Charts sind f├╝r mich dadurch nicht mehr glaubw├╝rdig.

Was genau bietet denn die Firma ihren Kunden an ÔÇô und zu welchem Preis?

Sie behauptet, dass sie jeden Podcast in Apples Charts hinein bekommen, innerhalb einer bestimmten Kategorie sogar auf eine vom Kunden gew├╝nschte Position. Das kostet zwischen 5.000 und 15.000 US-Dollar. Letzteres bringt dann einen Monat lang eine Platzierung in den Top 10.

Gibt es Beispiele, wer diese Dienste nutzt? Klappt das wirklich?

Ich kenne einige Kunden, die diesen Service nutzen. Es scheint, als wenn sie wirklich in der Lage w├Ąren, sich auf diese Weise eine Platzierung in Apples Podcast-Charts zu kaufen. Interessanterweise sorgt die Top-Position aber nicht daf├╝r, dass die Download-Zahlen f├╝r die entsprechenden Podcasts steigen. Das st├╝tzt die Vermutung, dass Apple die Downloads bei den Chart-Platzierungen kaum ber├╝cksichtigt.

├ťbrigens macht diese Firma nichts Illegales. Es gibt auch andere Unternehmen, die Charts manipulieren.

Warum nutzen Podcaster diesen Manipulations-Service? Was haben sie davon?

Hauptgrund, warum Podcast-Macher in die Charts m├Âchten, ist, entweder Zuh├Ârer oder Werbetreibende anzuziehen. Aus meiner Sicht ist es tr├╝gerisch, Werbetreibende mit Chart-Platzierungen zu locken. Podcast-Charts spiegeln nicht die gesamte H├Ârerschaft wider.

N├╝tzlicher ist sicherlich, mehr Zuh├Ârer zu bekommen. Aber viele Podcast-Macher haben mir erz├Ąhlt, dass Chart-Platzierungen bei ihnen nicht so eine gro├če Wirkung bei den Zugriffszahlen hatten wie sie dachten.

Haben Sie Vorschl├Ąge, um das Problem mit den manipulierbaren Podcast-Charts zu beheben? Was k├Ânnte man tun?

Vorschlag 1: Wir sollten Apples Charts nicht mehr als das einzig Wahre und Erstrebenswerte f├╝r Podcasts ansehen. Podcast-Macher sollten sich darauf konzentrieren, ihre H├Ârerschaft ├╝ber alle Plattformen hinweg zu steigern. Damit w├╝rde auch die Gesamt-Nutzung von Podcasts steigen.

Vorschlag 2: Wir sollten Werbetreibende besser dar├╝ber aufkl├Ąren, welch geringe Aussagekraft Apples Podcast-Charts haben.

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Vorschlag 3: Wir brauchen unabh├Ąngige Podcast-Charts. Alle gro├čen Anbieter m├╝ssten sie nutzen und es m├╝sste sichergestellt sein, dass sie f├╝r Podcast-Macher kostenlos und nicht manipulierbar sind. Wenn das jemand geschafft hat, k├Ânnte er oder sie sich hinterher einer einfacheren Aufgabe widmen ÔÇô zum Beispiel den Hunger in der Welt zu bek├Ąmpfen und alle Kriege zu beenden.

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