Sie sind hier: Home > Digital >

Horror in Raccoon City: "Resident Evil 2" im Test

Horror in Raccoon City  

"Resident Evil 2" im Test

22.01.2019, 17:02 Uhr | dpa

Horror in Raccoon City: "Resident Evil 2" im Test. Für unversehrte Füße müssen Spieler in "Resident Evil 2" auch mal schnell kriechen.

Für unversehrte Füße müssen Spieler in "Resident Evil 2" auch mal schnell kriechen. Weil Waffen und Munition knapp sind, will auch jeder Kampf gegen die Zombies überlegt sein. Foto: Capcom. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa/tmn) - Die Zombies sind wieder los. Technisch und inhaltlich verbessert, schickt Capcom ein Remake des Klassikers "Resident Evil 2" von 1998 auf PC und Konsolen.

Mitte der 1990er Jahre waren Zombies eigentlich nicht gerade angesagt. Zwar hatte der spätere "Herr-Der-Ringe"-Regisseur Peter Jackson 1992 mit dem Film "Braindead" dem Zombiefilm neues Leben eingehaucht, der große Hype blieb jedoch aus.

Dies änderte sich schlagartig, als Capcom 1996 das Horror-Adventure "Resident Evil" und 1998 den Nachfolger "Resident Evil 2" auf die Menschheit losließ. Zahlreiche weitere Teile und gefühlt endlos viele Kinofilme folgten.

Auf der Suche nach dem verschollenen Bruder

In der Neuauflage begibt sich Agentin Claire Redfield auf der Suche nach ihrem verschollenen Bruder Chris in die Stadt Raccoon City. In einer Tankstelle vor den Toren der Stadt rettet sie der junge Polizist Leon S. Kennedy in letzter Sekunde vor angreifenden Zombies.

Beide machen sich im Polizeiwagen auf den Weg in die Stadt - doch die ist bereits dem Untergang geweiht: Der mörderische T-Virus der Firma Umbrella hat die meisten Stadtbewohner in menschenfressende Untote verwandelt, die Straßen stehen in Flammen. Leon und Claire werden voneinander getrennt. In einer Polizeistation muss Claire um ihr Überleben kämpfen. Alternativ kann man das Spiel aus der Sicht von Leon erleben.

Spieler kämpfen sich in der 3rd-Person-Perspektive durch die Gebäude und Straßen von Raccoon City. Die Munition ist knapp, das Kampfmesser geht irgendwann kaputt. Das Ziel lautet: überleben. Dafür muss man jedoch reichlich Hirnschmalz investieren: "Resident Evil 2" zieht seinen Reiz vor allem aus knackigen Rätseln und Puzzle-Aufgaben. In dieser Hinsicht haben sich die Macher glücklicherweise sehr nah am Original von 1998 gehalten.

Neuer Gruseleffekt, altmodisches Leveldesign

Die Action-lastigen Ballerorgien späterer "Resident-Evil"-Teile bleiben aus: Gegner erscheinen spärlich und immer dann, wenn man sie nicht erwartet und erschrecken teilweise zu Tode.

Apropos Schreck: Das Remake setzt genau wie das Original sehr stark auf Atmosphäre und psychologischen Horror. Ein unheilvolles Stöhnen hier, ein scharrendes Geräusch da, ein platschendes Geräusch in der Kanalisation - nach etwa zehn Spielminuten verfallen Spieler in angenehme Paranoia: "Wer oder was steht hinter den nächsten Ecke? Soll ich diese Tür wirklich öffnen?" So muss ein Horrorspiel sein.

An einigen Stellen scheint jedoch ein wenig das aus heutiger Sicht altbacken wirkende Leveldesign der 90er Jahre durch: Wenn man beispielsweise zum Heilen von Wunden Heilpflanzen essen muss, die zufällig in irgendeiner Rumpelkammer rumstehen, kann man sich ein leichtes Schmunzeln beim Spielen nicht verkneifen. Dem Spielspaß schadet das nicht.

Überzeugende Grafik

Aber kann das Remake auch grafisch mit heutigen Titeln mithalten? Um es kurz zu machen: Die getestete Version sah auf der Playstation 4 im HDR-Modus an einem 4K-Fernseher einfach fantastisch aus. Besonders die Zwischensequenzen sind so lebensecht animiert, dass sich "Resident Evil 2" grafisch vor keinem aktuellen Blockbuster-Titel verstecken muss.

Auch wegen der teils extrem detaillierten Gewalt- und Verletzungsdarstellung hat "Resident Evil 2" keine Jugendfreigabe erhalten. Das Originalspiel von 1998 landete hingegen auf dem Index der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien. Dort blieb es bis 2014.

Verbesserte Spielemechaniken

Und dann ist da noch eine Sache, die "Resident Evil 2" von anderen Remakes unterscheidet: Das Problem vieler heute auf dem Markt erhältlichen Überarbeitungen älterer Games liegt darin, dass im Grunde über eine olle Spiele-Kamelle eine nette Grafik gezimmert wurde, mangelhafte Spielmechaniken jedoch nicht behoben wurden und das ganze dann zu einem unangemessen hohen Preis verscherbelt wird. Das alles gilt für "Resident Evil 2" nicht.

Die Frischzellenkur hat dem Spiel gut getan. Spielerinnen und Spieler, die 1998 noch zu jung waren, um das Original spielen können, dürfen genauso bedenkenlos zuschlagen wie alte "Resident-Evil"-Veteranen, die den Klassiker noch einmal in einer aufgehübschten Version erleben wollen. Darüber hinaus enthält das Spiel die beiden Minispiele "The 4th Survivor" sowie den berüchtigten Tofu-Mode, in dem man sich als gewaltiger Tofuklops durch Zombiehorden kämpfen muss.

"Resident Evil 2" (ab 18 Jahren) erscheint für PC, Playstation 4 und Xbox One und kostet rund 60 Euro.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Highspeed-Surfen mit TV für alle: viele Verträge, ein Preis!
jetzt Highspeed-Streamen mit der Telekom
Gerry Weberbonprix.deOTTOCECILStreet OneLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
  • giga.de
  • desired.de
  • kino.de
  • Statista
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Magenta TV
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Magenta Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe