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Deutsche Dorf-Idylle und eine Spur Mystery

dpa, Christian Klotz

18.03.2019Lesedauer: 3 Min.
Kulisse von "Tr├╝berbrook" mit dem Helden im Westdeutschland der Jahre nach dem Wirtschaftswunder: Dorf-Idylle und eine Spur Mystery.
Kulisse von "Tr├╝berbrook" mit dem Helden im Westdeutschland der Jahre nach dem Wirtschaftswunder: Dorf-Idylle und eine Spur Mystery. (Quelle: bildundtonfabrik/dpa-bilder)
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In "Tr├╝berbrook" reist ein US-amerikanischer Wissenschaftler im Jahr 1967 in ein deutsches Provinznest. Zwischen Raufasertapeten, muffigen M├Âbeln und Mett-Igeln gibt es Mystery-Adventure kombiniert mit Verschw├Ârung und Wahnsinn.

Wir schreiben das Jahr 1967. Eintracht Braunschweig wird deutscher Fu├čballmeister, der Sauerl├Ąnder Heinrich L├╝bke ist Bundespr├Ąsident. In dieser Zeit spielt "Tr├╝berbrook".


Das Mystery-Abenteuer "Tr├╝berbrook" im Test

"Ist es ein ruhiges Zimmer?" Protagonist Tannhauser verschl├Ągt es ins fiktive Nest Tr├╝berbrook.
"Tr├╝berbrook" entf├╝hrt Spieler ins Deutschland des Jahres 1967 - inklusive VW Bus.
+5

Worum geht es in diesem Spiel? Der Quantenphysik-Student Tannhauser aus den USA hat in einem Preisausschreiben eine Reise in ein angeblich beschauliches Provinznest namens Tr├╝berbrook gewonnen. Dumm nur: Eigentlich hat Tannhauser an keinem Gewinnspiel teilgenommen.

Das ist ihm aber egal, und so steht er eines Tages tats├Ąchlich in einem verschlafenen Fachwerkst├Ądtchen in Westdeutschland. Dort lernt Tannhauser die schlagfertige Anthropologin Gretchen kennen. Als eines Nachts ein geisterhafter Fremder in das Pensionszimmer des Amerikaners einbricht und das Gep├Ąck durchw├╝hlt, beginnt f├╝r den Wissenschaftler mit Elvis-Tolle ein komplett irres Abenteuer.

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Die Kulisse des Spiels "Tr├╝berbrook": Das Dorf entstand zun├Ąchst als Miniaturmodell.
Die Kulisse des Spiels "Tr├╝berbrook": Das Dorf entstand zun├Ąchst als Miniaturmodell. (Quelle: bildundtonfabrik/dpa-bilder)

Hektik ist bei "Tr├╝berbrook" kein Erfolgsgeheimnis

Obwohl der Name Tr├╝berbrook eher nach Norddeutschland klingt, liegt das verschlafene Kaff irgendwo in einem Fantasie-S├╝ddeutschland. Als habe man den Schwarzwald mit einem bayerischen Alpendorf gekreuzt ÔÇô hier r├Âhrt der Hirsch. Doch hinter den gutb├╝rgerlichen Fachwerkfassaden lauert eine mysteri├Âse Verschw├Ârung.

"Tr├╝berbrook" katapultiert seinen Helden in das Westdeutschland in den Jahren nach dem Wirtschaftswunder ÔÇô mit all ihren zeitgeistigen Kuriosit├Ąten. In einer arg abgewohnten Pension, in der das Spiel beginnt, steht westdeutsche Nachkriegskulinarik auf der Speisekarte: Mett-Igel, K├Ąsespie├če, Toast-Hawaii. ├ťber dem Buffet kreisen ein paar Fliegen. Der Putz br├Âckelt von den Fachwerkfassaden ÔÇô der Provinzmuff wird hier zum Stilmittel.

In diesem Knobelspiel kommt keine Hektik auf. Die Spielmechanik unterst├╝tzt das meditative Moment zus├Ątzlich: Teilweise lassen sich die Figuren ewig Zeit f├╝r ihre Dialoge. Gespr├Ąchen mit Dorfbewohnern sollte man aber nicht ausweichen.

Oft erh├Ąlt man entscheidende Hinweise oder Gegenst├Ąnde erst dann, wenn man sich mit vermeintlichen Nebens├Ąchlichkeiten besch├Ąftigt. Hektisches Klicken dagegen f├╝hrt bei "Tr├╝berbrook" nicht zum Erfolg. Und es lohnt sich, auf die vielen liebevollen Details im Hintergrund zu achten.

Der Held des Spiels in einem technischen Labor: Wie passt dieses Labor in die tiefste Provinz? Nicht nur dieses R├Ątsel muss in ┬źTr├╝berbrook┬╗ gel├Âst werden.
Der Held des Spiels in einem technischen Labor: Wie passt dieses Labor in die tiefste Provinz? Nicht nur dieses R├Ątsel muss in ┬źTr├╝berbrook┬╗ gel├Âst werden. (Quelle: bildundtonfabrik/dpa-bilder)

Spiel komplett durch Beitr├Ągen von Fans finanziert

Bei der Animation dieses Point-And-Click-Adventures haben sich die Entwickler der "bildundtonfabrik" ins Zeug gelegt: Die Hintergr├╝nde wurden in Handarbeit modelliert und abfotografiert, wie man es aus Animationsfilmen wie "Shaun das Schaf" oder "Wallace & Gromit" kennt. Landschaften, H├Ąuser und M├Âbel wurden mit viel Liebe f├╝rs Detail entworfen, damit sich die digitalen Figuren davor bewegen k├Ânnen.

Durch diesen Puppenstuben-Look wirkt "Tr├╝berbrook" ungleich warmherziger als viele Blockbuster-Spiele, deren Sch├Âpfer auf ein Millionen-Budget zur├╝ckgreifen konnten. "Tr├╝berbrook" wurde durch sogenanntes Crowdfounding finanziert, also durch Beitr├Ąge von Fans.

Im Hinblick auf die Spielmechanik bietet "Tr├╝berbrook" aber leider nichts Neues. Unn├Âtig tief verneigen sich die Macher vor gro├čen Adventure-Vorbildern wie "Maniac Mansion" (1987), "Secret of Monkey Island" (1990) oder "Day of the Tentacle" (1993).


Die Spielfiguren bewegen sich durch einen mehrheitlich statischen Hintergrund. Mit dem Cursor wird die Umgebung durchsucht. Gegenst├Ąnde m├╝ssen gefunden und miteinander kombiniert, Personen befragt werden. Wenn man versucht, einen Gegenstand falsch zu nutzen, bekommt man auf der Stelle einen frechen Spruch zu h├Âren. Es gibt ein Inventar, in dem alle gefundenen Gegenst├Ąnde aufgelistet sind.

"Tr├╝berbrook" hat das Potenzial zum Klassiker

Doch "Tr├╝berbrook" langweilt keineswegs ÔÇô daf├╝r sorgen schon alleine die vielen schr├Ągen Bewohner, die man im Verlauf der Handlung trifft. Als Sprecher f├╝r die kauzigen Figuren konnten unter anderem Schauspielerin Nora Tschirner, Fernsehmoderator Jan B├Âhmermann sowie Dirk von Lowtzow von der Rockband Tocotronic gewonnen werden.

Neben der deutschen gibt es wahlweise eine komplett englische Sprachausgabe. Auch hier sprechen die deutschen Promis ihre Figuren ÔÇô nat├╝rlich auf Englisch mit deutschem Akzent. Witzig.

Abgesehen vom wenig innovativen Spielprinzip ist "Tr├╝berbrook" ein Geheimtipp f├╝r Gamer, die Spiele abseits des Massengeschmacks zu sch├Ątzen wissen. Die augenzwinkernde Mystery-Geschichte vor origineller Kulisse macht einfach Spa├č ÔÇô und hat das Potenzial, selbst zu einem Klassiker zu werden.

"Tr├╝berbrook" (ab 6 Jahren) erscheint f├╝r Mac, PC, Playstation 4, Xbox One, Nintendo Switch und kostet ab 28,99 Euro.

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Von Steve Haak, Jan M├Âlleken
Eintracht BraunschweigSchwarzwaldUSA

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