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Gruseliger Programmierfehler: Facebook-App aktiviert heimlich die Kamera

Nach Kamera-Skandal  

Update behebt Fehler in Facebook-App

Von Saskia Leidinger

13.11.2019, 13:55 Uhr
Gruseliger Programmierfehler: Facebook-App aktiviert heimlich die Kamera. Facebook Logo: Facebook schaltet heimlich Kamera ein. (Quelle: dpa/NurPhoto)

Facebook Logo: Facebook schaltet heimlich Kamera ein. (Quelle: NurPhoto/dpa)

Ein Video auf Twitter sorgt bei Facebook-Nutzern für Unbehagen. Darauf ist zu sehen, wie sich die Smartphone-Kamera im Hintergrund von selbst einschaltet, während die Facebook-App benutzt wird. Der US-Konzern beschwichtigt: Das sei keine Absicht. Jetzt hat Facebook das Problem gelöst.

Für iPhone-Nutzer gibt es nun ein neues Update für die Facebook-App. Mit dem Update behebt Facebook einen Softwarefehler, der bei vielen Usern Unbehagen hervorgerufen hat. Auf Twitter verbreitete sich am Wochenende ein Video, in dem sich die Kamera eines iPhones im Hintergrund von selbst eingeschaltet hatte, während die Facebook-App benutzt wurde.

Nutzer machen sich nun Sorgen, dass Facebook im Hintergrund heimlich Bilder aufnimmt. Der Konzern beteuert, dass es sich nur um einen Fehler in der Software handele. Laut Facebook-Vizepräsident Guy Rosen aktivierte sich die Kamera, sobald Nutzer im Vollbildmodus auf Fotos klickten.

Welche Smartphones sind betroffen?

Der Fehler betrifft Besitzer eines iPhones mit dem neuen Betriebssystem iOS 13. Besitzer eines Android-Smartphones sind nicht betroffen. Facebooks Vizepräsident Guy Rosen versicherte, dass zu keinem Zeitpunkt Bilder und Videos von Nutzern auf Facebook hochgeladen wurden.

Spionage wäre theoretisch möglich

Dass sich die Kamera eines iPhones im Hintergrund selbst einschalten, könnte, bewies Blogger Felix Kraus vor zwei Jahren. Er schrieb ein fiktives soziales Netzwerk, das auf die Kamera des iPhones Zugriff hatte. Kraus bewies, dass es nicht nur möglich ist, darüber die Kamera anzuschalten, mehr noch, die fiktive App nahm stetig Fotos von ihm auf und eine fiktive Software zur Gesichtserkennung analysierte ihn.

Auch wenn dies nur ein Test war: Selbst Facebook-Gründer Mark Zuckerberg ist sich der Möglichkeiten offenbar bewusst und hat die Kamera seines Laptops vorsorglich abgeklebt, wie ein Foto aus dem Jahr 2016 zeigt. Dennoch geht auch Felix Kraus, auf Nachfrage von t-online.de, davon aus, dass es sich im aktuellen Fall tatsächlich nur um einen Fehler in der Software, einen sogenannten Bug handelt und keine Spionageabsicht.

Was Facebook-Nutzer tun können

Wer ein iPhone besitzt, sollte das Update installieren, sobald es verfügbar ist. Wer sichergehen will, dass Facebook nicht auf die Kamera zugreifen kann, sollte in den Berichtigungen den Zugriff auf die Kamera widerrufen.

Das Problem: Sobald man einer App die Berechtigung erteilt hat, auf die Kamera zuzugreifen, können diese jederzeit Bilder oder Videos aufnehmen, ohne, dass Smartphone-Besitzer davon etwas wissen. Darauf hat Felix Kraus bereits vor zwei Jahren auf seinem Blog hingewiesen. Neben dem Entzug der Berechtigung, empfiehlt Kraus iPhone-Nutzern die Kamera abzudecken, wenn sie nicht gebraucht wird.

Verwendete Quellen:

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