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Mercedes' Zukunftsauto: ein spektakuläres Armutszeugnis

  • Jan Moelleken
Von Jan Mölleken

Aktualisiert am 08.01.2020Lesedauer: 2 Min.
Gadget Show Daimler
Daimlers Konzeptfahrzeug Vision AVTR. (Quelle: Ross D. Franklin/ap-bilder)
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Mercedes verursacht mit seinem Konzeptfahrzeug Vision AVTR großes Aufsehen auf der CES. Dabei täuscht der hollywoodreife Zukunftsrenner über ein Problem der Gegenwart hinweg.

Ich bin ein bekennender Fan von Science-Fiction. Und schätze die Arbeit von James Cameron sehr. Ich müsste eigentlich begeistert davon sein, dass Mercedes gemeinsam mit dem Produktionsstudio von Camerons Kinomärchen Avatar ein absolut verrücktes Auto entwickelt hat.


Die Highlights der Technikmesse CES 2020

Alienware zeigt auf der Technikmesse CES den Prototypen einer mobilen Spielekonsole auf Windows-Basis.
Das Concept UFO von Alienware lässt sich mobil oder – mit abgenommenen Controllern – im Dock als Spielkonsole nutzen. Momentan handelt es sich noch um eine Studie.
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Das Ergebnis, das Mercedes nun auf der CES präsentiert hat, ist in jeder Hinsicht spektakulär: Es sieht aus wie eine Kreuzung aus Silberpfeil und Roboter-Rochen, das Steuerelement spürt Atmung und Puls des Fahrers, die Sitze sind mit veganem Leder überzogen, die Inneneinrichtung aus schnell nachwachsendem Holz, die Batterie bestehe aus komplett kompostierbaren Materialien und komme ohne seltene Erden aus.

Von vorne bis hinten ausgedacht

Klingt fantastisch? Ist es leider auch: von vorne bis hinten ausgedacht. Das Steuerelement funktioniert nicht wirklich, die kompostierbare Batterie existiert nur in den Köpfen der Designer. Man wolle damit ein Zeichen für "nachhaltige Mobilität" setzen, erklärte Daimler-Boss Ola Källenius bei der Vorstellung.

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Jetzt zeigen sie ihr wahres Gesicht
Die ARD-Intendanten v.l.n.r.: Manfred Krupp (HR), Prof. Dr. Karola Wille (MDR), Dr. Katja Wildermuth (BR), Generalsekretärin Dr. Susanne Pfab, Programmdirektorin Christine Strobl, Martin Grasmück (SR), Dr. Yvette Gerner (Radio Bremen), Joachim Knuth (NDR). Vorne Ex-RBB-Intendantin Patricia Schlesinger, Tom Buhrow (WDR) und Dr. Kai Gniffke (SWR).


Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen: Kaum einer hat E-Mobilität so gründlich verschlafen wie Daimler. Erst seit wenigen Monaten gibt es mit dem EQC ein erstes rein elektrisches Auto mit Mercedes-Stern zu kaufen. Und wie die "Welt" berichtet, ist das so unbeliebt, dass laut Kraftfahrt-Bundesamt in Deutschland in diesem November gerade einmal 55 davon zugelassen wurden. "Nachhaltige Mobilität" kann bei Daimler noch nicht allzu lange im Unternehmensfokus stehen.

Jetzt also auf die CES zu kommen, inmitten einer tobenden Klima- und Nachhaltigkeitsdebatte, und als Antwort mit viel Spektakel einen von Hollywood ausgedachten Öko-Renner zu präsentieren, ist ein billiger Zaubertrick, um über die Versäumnisse hinwegzutäuschen – und für Daimler ein Armutszeugnis.

Ohne Frage: Das Konzeptauto sieht toll aus und die gezeigten Ideen sind spannende Zukunftsvisionen. Doch das allein reicht eben nicht. Was wir jetzt brauchen ist ein ernst gemeintes Ringen um echte Lösungen – und nicht bloß Science-Fiction.

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