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Papier sparen im Homeoffice

Von dpa
30.03.2021Lesedauer: 3 Min.
Und am Rechner gilt wie immer: Erst denken, ob es wirklich notwendig ist, und dann erst drucken.
Und am Rechner gilt wie immer: Erst denken, ob es wirklich notwendig ist, und dann erst drucken. (Quelle: Uwe Anspach/dpa/dpa-tmn./dpa)
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Dessau-Ro├člau (dpa/tmn) - Viel mehr Menschen als fr├╝her sitzen im Homeoffice. Zeit f├╝r neue Gewohnheiten - auch beim umweltfreundlichen Verhalten. Wie sieht es etwa mit Papier sparen aus? Papier ist ein ressourcenintensives Produkt, verdeutlicht Almut Reichart vom Umweltbundesamt.

Man ben├Âtigt zur Herstellung viel Wasser, Holz, Chemikalien und Energie. Der Papierverbrauch hierzulande sei zwar in den vergangenen zwei Jahren gesunken, weil weniger graphisches Papier, etwa zum Drucken, verbraucht werde, sagt Friederike Farsen von derVerbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. "Das war jahrelang die Hauptmenge beim deutschen Papierverbrauch." Nun seien Verpackungen die Papierm├╝lltreiber, weil immer mehr online gekauft und in Papier statt Plastik verpackt wird. Weltweit betrachtet habe Deutschland aber immer noch einen zu hohen Papierverbrauch pro Kopf.

Nur das N├Âtigste drucken

Wer im Homeoffice Papier sparen m├Âchte, f├╝r den sollte dieselbe goldene Regel wie im Firmen-Office gelten: Nur das drucken, was unbedingt auf Papier gebraucht wird. Und sich mehr lesen am Rechner, auf dem Handy oder Tablet zur Gewohnheit machen, r├Ąt Farsen.

Ohnehin seien mittlerweile so viele Prozesse digitalisiert, dass l├Ąngst nicht mehr alles ausgedruckt werden muss. E-Mails werden zur Kenntnis an gro├če Verteiler geschickt, Rechnungen gibt es elektronisch, die meisten Dokumente lassen sich lokal oder auf Festplatten archivieren. Und die kleine Zettelwirtschaft haben viele l├Ąngst durch digitale Post-its, Notiz- und Listen-Apps ersetzt.

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Recyclingpapier mit Blauem Engel

Wenn dann doch Privates oder Berufliches im Homeoffice gedruckt werden muss, sei das h├Âchstwahrscheinlich weniger umweltfreundlich als in modernen B├╝ros, glaubt Reichart. Denn der heimische Drucker kann vielleicht nicht automatisch doppelseitig drucken - falls doch, sollte man den sogenannten Duplexdruckaktivieren und nutzen.

Zudem sei das daheim genutzte Papier vielleicht nicht das umweltfreundlichste. Genau das w├Ąre aber den Expertinnen zufolge ein guter Ansatzpunkt. Man sollte Recyclingpapier kaufen, sich dabei aber nicht von der gro├čenVielfalt an Labelnbeeindrucken lassen.

Reichart und Farsen empfehlen schlicht Papier mit dem Blauen Engel. Es sei das anspruchsvollste Umweltzeichen f├╝r den Papierbereich, erkl├Ąrt Reichart. Es garantiere, dass die Papierfasern vollst├Ąndig aus Altpapier gewonnen und keine gesundheitssch├Ądlichen Chemikalien oder problematischen Farbmittel verwendet wurden.

Nicht mehr grau und staubig

"Au├čerdem sind Anteile von unteren und mittleren Altpapiersorten enthalten, die in Deutschland in gro├čen Mengen anfallen", sagt Farsen. Dazu geh├Ârten auch die Altpapiere, die in den Haushalten gesammelt werden. Untere und mittlere Altpapiersorten bedeute, dass diese Varianten zwar durchaus verwertbar sind, daf├╝r aber ein h├Âherer Aufwand bei der Sortierung und Aufbereitung betrieben werden muss.

Zudem k├Ânne Papier mit dem Blauen Engel nach Gebrauch erneut recycelt werden. Es sei ├╝brigens l├Ąngst nicht mehr grau, steif und staubig wie fr├╝her - im Gegenteil. Papiere mit dem Blauen Engel m├╝ssten eine bestimmte Norm einhalten. Damit seien optimale Laufeigenschaften auf Kopierern und Druckern garantiert.

Papier mehrmals verwenden

Wer der Umwelt Gutes tun m├Âchte, verwendet auch leere R├╝ckseiten von Papier, egal in welcher Form, r├Ąt Reichart. Sei es als Schmierpapier oder eben zum erneuten Drucken. Wer Kinder hat, kann ihnen einseitig bedrucktes Papier auch zum Malen geben. Oder das Papier taugt eben noch als Einkaufszettel, wenn man daf├╝r nicht schon eine Listen-App nutzt. Papierschnipsel lie├čen sich auch als Lesezeichen verwenden.

Wird etwas aus dem Netz ausgedruckt, sollte man m├Âglichst darauf achten, Bilder zu entfernen, wenn diese gar nicht ben├Âtigt werden, um Papier zu sparen. Au├čerdem gilt: Abst├Ąnde verringern und eine m├Âglichst kleine, wenngleich noch lesbare Schriftgr├Â├če verwenden. Das alles gilt auch f├╝r E-Mails, bei denen man sich oft den Druck der Signaturen sparen kann.

Was in die Blaue Tonne kommt

Gebrauchtes B├╝ropapier geh├Ârt ├╝brigens ins Altpapier beziehungsweise in die Blaue Tonne. Andere Papierprodukte wie K├╝chen- oder Taschent├╝cher, Servietten sowie feuchte T├╝cher kommen dagegen in den Restm├╝ll, erkl├Ąrt Verbrauchersch├╝tzerin Farsen.

Und wenn jemand daheim zugunsten von Apps & Co doch nicht ganz auf Post-it-Zettel verzichte mag, ist vielleicht Folgendes gut zu wissen: Die Klebezettel gibt es mittlerweile ebenfalls aus Recycling-Papier.

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