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Handy-Abofallen: Wie man sich gegen die Abzocke wehrt

Von dpa
12.10.2021Lesedauer: 2 Min.
Wer auf seiner Mobilfunkabrechnung Posten f├╝r Leistungen findet, die er nicht bestellt hat, sollte sich bei seinem Mobilfunkanbieter beschweren.
Wer auf seiner Mobilfunkabrechnung Posten f├╝r Leistungen findet, die er nicht bestellt hat, sollte sich bei seinem Mobilfunkanbieter beschweren. (Quelle: Robert G├╝nther/dpa-tmn./dpa)
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Berlin (dpa/tmn) - Seit Februar 2020 darf Kunden ├╝ber ihre Handyrechnung eigentlich nur das abgerechnet werden, was sie per Smartphone tats├Ąchlich gekauft oder abonniert haben. Mit der Vorschrift wollte die Bundesnetzagentur Aboabzocken unterbinden. In der Praxis klappt das allerdings nicht sonderlich gut.

Zu dieser Erkenntnis gelangt die Zeitschrift "Finanztest" in ihrer aktuellen Ausgabe (11/2021). Noch immer k├Ânnten Mobilfunkkunden beim arglosen Wegklicken von Pop-up-Fenstern, beim Klick auf manipulierte Links oder durch unerw├╝nschte Werbeanrufe in die Abofalle von Drittanbietern geraten. Meist merken es die Gesch├Ądigten erst, wenn die Handyabrechnung ins Haus flattert. Denn eine Leistung haben sie meist nicht erhalten und oft auch keine Ahnung, was sie angeblich bestellt haben.

"Finanztest" empfiehlt daher ausdr├╝cklich dieEinrichtung einer Drittanbietersperre. Dazu loggt man sich am besten auf der Internetseite seines Anbieters ins Kundenkonto ein und setzt die Sperre mit wenigen Klicks in Kraft. Zus├Ątzlich sollten auch vom Mobilfunkanbieter selbst angebotene Dienste gesperrt werden. Handyk├Ąufe k├Ânnen dann zwar auch weiterhin mit dem Smartphone get├Ątigt werden - es braucht dann aber alternative Bezahlformen.

Musterbrief hilft bei der Reklamation von Abbuchungen

Wem am Telefon unerw├╝nschte Abos angeboten werden, legt am besten einfach auf. Wer keine Anrufe dieser Art w├╝nscht, sollte seinem Mobilfunkanbieter das schriftlich mitteilen.

Wer bereits gesch├Ądigt ist: Die Finanztester raten, die unbekannten Posten auf der Mobilfunkrechnung unverz├╝glich zu reklamieren. Zudem sollte man sich nicht vom Anbieter abweisen lassen mit S├Ątzen wie "die Nutzung der reklamierten Dienste konnte eindeutig Ihrer Rufnummer zugeordnet werden". Das sei kein Beweis f├╝r eine Bestellung. Beim Mobilfunkanbieter sollte schriftlich bestritten werden, dass ein Kaufvertrag zustande gekommen ist. Einen kostenlosenMusterbriefgibt es online.

Zudem sollten sich Gesch├Ądigte bei der Bundesnetzagentur ├╝ber unrechtm├Ą├čige Abbuchungen (rufnummernmissbrauch@bnetza.de) beschweren. Sollte eine einzelne Zahlung an einen Drittanbieter den Betrag von 50 Euro ├╝bersteigen oder die Monatssumme h├Âher als 300 Euro sein, sollte au├čerdem die Bundesfinanzaufsicht (poststelle@bafin.de) informiert werden.

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