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Darum ist Adobes Flash-Player ab jetzt gefährlich

Von t-online, jnm

Aktualisiert am 03.01.2021Lesedauer: 3 Min.
Der Flash Player: Der Support für die Software endete am 31. Dezember.
Der Flash Player: Der Support für die Software endete am 31. Dezember. (Quelle: Robert Günther/dpa-tmn-bilder)
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Der Flash Player wird ab sofort nicht mehr von Adobe unterstützt. Damit wird das Plug-In zum Sicherheitsrisiko im Browser. Wie Sie das Programm entfernen und welche Alternativen es gibt.

Der Jahreswechsel hat das Ende für eines der einstmals beliebtesten Browser-Plugins eingeläutet. Der Adobe Flashplayer wird offiziell nicht mehr gepflegt. Lange Zeit war er fester Bestandteil des Internets: Egal, ob Werbebanner, Minispiel oder interaktive Website – gerade in den Nullerjahren wurden solche Elemente fast immer über Flash angezeigt. Seit einigen Jahren wird das Format im Netz nur noch selten verwendet – allerdings ist das Plugin noch auf vielen Rechnern installiert. Damit ist der einstmals so wichtige Flash Player zum Sicherheitsrisiko geworden. Wie es zum Niedergang kam – und wie Sie das Plugin jetzt loswerden.

Der lange Tod des Flash Players

Noch vor fünfzehn Jahren war es undenkbar, das Internet ohne Flash zu nutzen. Das hatte vor allem damit zu tun, dass das ursprünglich von Macromedia entwickelte Format (Adobe kaufte das Unternehmen 2005) Webdesignern große kreative Freiheiten bot – und das Ergebnis auf jedem Browser gleich aussah. Das allein war damals keine Selbstverständlichkeit: Kaum ein Browser hielt sich kurz nach der Jahrtausendwende beim Anzeigen von HTML-Seiten an Standards, sodass Websites auf unterschiedlichen Browsern teilweise komplett verschieden aussahen, wenn diese nicht mit viel Handarbeit angepasst wurden.

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Flash-Elemente sahen dagegen immer gleich aus, weil sie ein eigenes Format nutzten und nicht vom Browser selbst, sondern von einem Plugin dargestellt wurden. Doch die Flash-Inhalte erforderten Rechenleistung und Datenbandbreite – für Mobilgeräte war das Gift. Apple etwa weigerte sich, Flash auf iPhone oder iPad zu unterstützen. Den Todesstoß versetzte Youtube dem Format im Jahr 2015, als die Plattform ihre Videowiedergabe von Flash auf HTML5 umstellte. Zwei Jahre später kündigte Adobe an, dass der Flashplayer nur noch bis Ende 2020 gepflegt werde. Diese Ankündigung hat das Unternehmen nun umgesetzt.

So deinstallieren Sie den Flash Player

In den vergangenen Jahren war der Flash Player immer wieder Einfallstor für Schadsoftware. Sollten noch neue Sicherheitslücken auftauchen, wird Adobe diese nicht mehr beheben – deshalb sollte man den Flash Player dringend loswerden, falls er auf dem eigenen Rechner noch aktiv ist. Ob das so ist, findet man über diese Adobe-Seite heraus. Chrome-Nutzer bekommen hier etwa angezeigt, dass der Flash Player im Browser vorinstalliert, aber deaktiviert ist. Hier müssen Nutzer nichts weiter tun – der integrierte Flash Player wird mit Ende des Supports auch komplett aus dem Browser entfernt werden, wie Google schon 2017 ankündigte. Wie man das Flash Plugin in den verschiedenen Browsern deaktiviert oder aktiviert, zeigt Adobe ebenfalls auf dieser Seite. Teilweise wurden auch Flash-Varianten schon per Windows-Update entfernt.

Wer dagegen eine installierte Variante des Flash Players findet, kann sie über ein Deinstallationsprogramm entfernen. Wo man das Programm erhält und wie es genutzt wird, erklärt Adobe hier.

Wie geht es mit Flash-Inhalten weiter?

Wer auch in Zukunft Flash-Inhalte nutzen möchte, wird es nicht leicht haben – denn selbst wer die dringenden Sicherheitswarnungen in den Wind schlägt, kann Adobes Flash Player bald nicht mehr nutzen: Ab dem 12. Januar 2021 blockiert Adobe die Wiedergabe von Flash-Inhalten auf seinem Flash Player aktiv.

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Ein kleiner Trost sind vielleicht die Flash-Spiele, die das Internet Archive auf seiner Website über einen Emulator zum Spielen anbietet. Vielversprechend ist auch das Software-Projekt Ruffle: Hier wird eine sichere Alternative zum Flash Player entwickelt. Allerdings sind derzeit nur "Nightly Builds" verfügbar, also noch sehr frühe, ungetestete Programmversionen. Für Durchschnittsnutzer ist das allerdings noch lange nicht geeignet. Ob Ruffle in Zukunft für sie eine Alternative sein könnte, wird sich noch zeigen müssen.

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  • Jan Moelleken
Von Jan Mölleken

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