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Vorsicht vor Abzocke: Wie Sie unseriöse Trading-Plattformen erkennen

Vorsicht vor Abzocke  

Wie Sie unseriöse Trading-Plattformen erkennen

22.05.2021, 11:59 Uhr | dpa

Vorsicht vor Abzocke: Wie Sie unseriöse Trading-Plattformen erkennen . Vorsicht vor Betrug: Daran erkennen Sie unseriöse Trading-Plattformen. (Quelle: dpa)

Vorsicht vor Betrug: Daran erkennen Sie unseriöse Trading-Plattformen. (Quelle: dpa)

Cyberkriminelle versuchen immer wieder, Internetnutzer mit Betrugsmaschen das Geld aus der Tasche zu ziehen, zum Beispiel über unseriöse Trading-Portale. Wir zeige Ihnen, wie Sie sich als Verbraucher schützen können. 

Und ewig lockt das Geld. Satte Gewinne mit dem Handel von Aktien, Devisen, Bitcoins und Co. stellen Betrüger im Internet in Aussicht und werben damit für Cybertrading.

"Nicht zuletzt die Corona-Krise und damit die Finanznot vieler Verbraucher nutzen die Betrüger schamlos aus", sagt Hans-Joachim Henschel vom Landeskriminalamt (LKA) Niedersachsen in Hannover. Viele sind in Kurzarbeit, haben ihren Job verloren oder bangen um ihren Arbeitsplatz. Daheim sitzen sie vor dem PC und surfen durchs Netz.

Dort stoßen sie auf "Geheimtipps", wie man schnell und bequem zu Geld und zu einem Leben in Luxus kommen kann. Jetzt braucht es nur noch einen Klick – nämlich auf den Link der jeweiligen Werbeanzeige – und schon landen ahnungslose Internetnutzer auf eine "oft recht professionell und seriös aussehende Webseite", wie Henschel sagt.

Auf solchen Webseiten werben Betrüger weiter um die Gunst von potenziellen Opfern. Teilweise sind dort Bilder oder Videos eingebunden von Menschen, die gerade angeblich Gewinn gemacht haben und sich nun etwa auf einer Yacht vergnügen. "Das Perfide ist, dass die Kriminellen teils auch mit Promis werben, die vermeintlicherweise durch das Cybertrading reich geworden sind", so Henschel.

Trick verfängt häufig

Arglos geben Interessierte auf der Webseite ihre Kontaktdaten ein, um nähere Infos zu lukrativen Anlagemöglichkeiten zu bekommen. Kurze Zeit später klingelt bei den Interessierten das Telefon oder Handy, schildert Henschel Fälle von Betroffenen. Es meldet sich ein angeblicher Online-Broker. Rhetorisch bestens geschult will er den oder die Angerufene dazu bringen, Geld zu investieren. Ein kleiner Betrag im Schnitt von etwa 250 Euro soll reichen. Fürs erste.

Das Geld wird angeblich auf einem Trading-Konto eingezahlt, das auf den Namen des Anlegers läuft. Auf diesem Konto simulieren die Täter ständig Gewinne. Das soll die Anleger dazu animieren, neue und vor allem höhere Beträge zu investieren.

Broker bauen Druck auf

Doch das eingezahlte Geld fließt in Wirklichkeit auf die Konten der Betrüger – und ist zumeist für den Anleger verloren. "Teils baut der Online-Broker, der sich um den Anleger kümmert, immensen Druck auf", sagt Heidi Pätzold von der Verbraucherzentrale Hamburg. So heiße es etwa, der Anleger müsse mehr investieren, sonst wäre alles Geld weg.

Wie sich wappnen? "Bloß nicht kopflos werden, wenn einem das vermeintlich große Geld in kurzer Zeit bei wenig Aufwand in Aussicht gestellt wird", sagt Henschel. Und keinesfalls gutgläubig Fremden, die man vom Telefon her "kennt", sensible Daten wie Kopien von Kreditkarte und/oder Personalausweis zukommen lassen.

Bevor Anleger Geld investieren, sollten sie sich immer fragen, ob sie überhaupt nachvollziehen können, wie der vermeintlich satte Gewinn eigentlich zustande kommt.

Blick auf die Plattform werfen

Schauen Sie sich die Trading-Plattform an, um die es jeweils geht, und informieren Sie sich genau, bevor Sie sich mit Ihren Kontaktdaten anmelden oder Geld einzahlen. Hat beispielsweise die Plattform kein Impressum mit vollständiger Adresse und Rufnummer, sollte Sie sie ignorieren und wegklicken.

Wer auf einer Trading-Plattform Beträge eingezahlt hat, die er trotz mehrfacher Aufforderung nicht zurücküberwiesen bekommt, sollte Anzeige erstatten. Zwar sind die Aussichten, dass Opfer ihr Geld zurückbekommen, eher gering. Aber: "Je detaillierter Geschädigte das Vorgehen der Täter beschreiben können, desto hilfreicher kann es für diePolizeisein, die Täter eines Tages aufzuspüren", sagt Henschel.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa 

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