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Fußballerin verklagt Pornhub

Von afp, jnm

Aktualisiert am 18.06.2021Lesedauer: 2 Min.
Die Fußballerin Leigh Nicol: Sie ist Teil einer Klage gegen eine Erotikwebsite, wo ein gestohlenes Sexvideo von ihr veröffentlicht wurde
Die Fußballerin Leigh Nicol: Sie ist Teil einer Klage gegen eine Erotikwebsite, wo ein gestohlenes Sexvideo von ihr veröffentlicht wurde (Quelle: Kieran Galvin/imago-images-bilder)
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Mehr als 30 Frauen in den USA verklagen eine große Erotik-Website. Die Plattform soll Videos von Vergewaltigungen und anderer sexueller Gewalt geduldet haben. Eine von ihnen ist die Fußballerin

Dutzende Frauen haben in den USA Klage gegen die Porno-Plattform Pornhub wegen Aufnahmen von Vergewaltigungen und anderen Formen sexueller Gewalt eingereicht. Die 34 Klägerinnen werfen dem Mutterhaus MindGeek vor, mit Pornhub einen Marktplatz für Kinderpornos und "jede andere Form" von nicht einvernehmlichem Sex geschaffen zu haben und fordern Schadenersatz.

Vier der Klägerinnen stammen aus Großbritannien, eine von ihnen ist die schottische Fuballerin Leigh Nicol, die für den Verein Chrystal Palace spielt, berichtet die britische Zeitung Daily Mail. Nicol wurde 2018 Opfer eines Hackerangriffs, dabei wurden von ihrem iCloud-Konto Sex-Videos gestohlen, das sie als 18-Jährige zeigt.

Das gestohlene Video blieb zu lange auf Pornhub verfügbar

Die Videos landeten auf Pornhub. Nach zahlreichen E-Mails von Nicols Seite wurden sie zwar schließlich wieder entfernt, mindestens eines der Videos landete aber unter den Top 3 der beliebtesten Videos auf der Seite und wurde zudem vielfach heruntergeladen und an anderer Stelle gepostet.

Nicol musste daraufhin ein Jahr lang ihre Sportkarriere unterbrechen, die psychischen Folgen, etwa Selbstmordgedanken und Panikattacken belasten Nicol laut Daily Mail bis heute. Erfahrungen wie diese oder schlimmere teilen offenbar alle Klägerinnen.

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Die ARD-Intendanten v.l.n.r.: Manfred Krupp (HR), Prof. Dr. Karola Wille (MDR), Dr. Katja Wildermuth (BR), Generalsekretärin Dr. Susanne Pfab, Programmdirektorin Christine Strobl, Martin Grasmück (SR), Dr. Yvette Gerner (Radio Bremen), Joachim Knuth (NDR). Vorne Ex-RBB-Intendantin Patricia Schlesinger, Tom Buhrow (WDR) und Dr. Kai Gniffke (SWR).


In ihrer Klage bezeichnen sie MindGeek als "klassisches kriminelles Unternehmen", dessen Geschäftsmodell auf der Ausnutzung von Aufnahmen basiere, die sexuelle Gewalt zeigen. "In diesem Fall geht es um Vergewaltigung, nicht um Pornografie", heißt es in der Klage, die AFP vorliegt. Pornhub sei vermutlich "das größte nicht behördliche Lager von Kinderpornografie in Nordamerika und weit darüber hinaus".

Viele Frauen sollen minderjährig gewesen sein

Die meisten Klägerinnen wollen anonym bleiben. 14 von ihnen geben an, sie seien minderjährig gewesen, als sie für später auf Pornhub vertriebene Filme gefilmt worden seien.

Die Klägerin Serena Fleites berichtete, sie sei 2014 dahintergekommen, dass ein "sexuell eindeutiges Nacktvideo", zu dem ihr damaliger Freund sie gedrängt hatte als sie erst 13 war, ohne ihre Zustimmung auf Pornhub gelandet sei. Pornhub habe den Film erst entfernt, nachdem sie sich als ihre Mutter ausgegeben und die Entfernung gefordert habe.

User luden Aufnahmen immer wieder hoch

In der Zwischenzeit seien die Aufnahmen mehrfach von verschiedenen Usern herunter- und wieder hochgeladen worden, so dass sie für jedes einzelne Mal erneut die Entfernung beantragen musste. Die Anwälte der Klägerinnen werfen MindGeek darüber hinaus vor, Opfer von sexueller Gewalt und Ausbeutung einer Form des Psychoterrors mit Gewalt- und Todesdrohungen zu unterziehen.

Nach einem Bericht der "New York Times", wonach viele der jährlich 6,8 Millionen neuen Videos auf Pornhub Kindesmissbrauch und nicht einvernehmlichen Sex zeigen, hatten die Zahlungsdienstleister Visa und Mastercard im Dezember ihre Zusammenarbeit mit der Porno-Plattform eingestellt. Mehr dazu lesen Sie hier.

Pornhub, das nach eigenen Angaben täglich 130 Millionen Nutzer hat, hatte die Vorwürfe zurückgewiesen und eine Reihe von Maßnahmen zur Bekämpfung illegaler Inhalte angekündigt. Unter anderem löschte die Plattform Millionen Videos, zudem durften nur noch verifizierte Nutzer Inhalte hochladen.

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