Sie sind hier: Home > Digital > Internet & Sicherheit > Sicherheit >

Intel-Schwachstelle: US-Verbraucher gehen auf die Barrikaden

...

Wegen Chip-Schwachstelle  

Erste US-Verbraucher verklagen Intel

06.01.2018, 13:00 Uhr | dpa, t-online.de

Intel-Schwachstelle: US-Verbraucher gehen auf die Barrikaden. Das Intel-Logo umgeben von Kabeln (Quelle: Reuters/Dado Ruvic/Illutration)

Eine Sicherheitslücke in den Prozessor-Chips von Intel bringt die Verbraucher auf die Barrikaden. (Quelle: Dado Ruvic/Illutration/Reuters)

Nach Bekanntwerden der schwerwiegenden Sicherheitslücke in Computer-Prozessoren gerät der Branchenriese Intel ins Visier erster Klagen von US-Verbrauchern.

Die Kläger argumentieren mit Blick auf die entdeckte Schwachstelle, dass ihnen schadhafte Chips verkauft wurden und fordern Wiedergutmachung. Bis Samstag wurden zunächst drei Klagen in den Bundesstaaten Kalifornien, Indiana und Oregon eingereicht. Sie streben den Status von Sammelklagen an, denen sich weitere Verbraucher anschließen können.

Durch die diese Woche bekanntgewordene Sicherheitslücke können zumindest theoretisch auf breiter Front Daten abgeschöpft werden. Die Schwachstelle steckt in einem branchenweit angewendeten Verfahren, deswegen sind Prozessoren verschiedenster Hersteller betroffen.

Forscher demonstrierten, dass es möglich ist, sich Zugang zum Beispiel zu Passwörtern, Krypto-Schlüsseln oder Informationen aus Programmen zu verschaffen. Tech-Firmen sind dabei, die seit Jahren bestehende Lücke so gut es geht mit Software-Aktualisierungen zu stopfen. Komplett kann man das Problem nach Ansicht von Experten aber nur durch einen Austausch der Prozessoren beheben.

Proteste gegen die Geheimniskrämerei

Forscher machten zwei Angriffsszenarien aus: Mit "Meltdown" kann man Daten aus dem Betriebssystem abgreifen, mit "Spectre" aus anderen Programmen.

Die Kläger schießen sich jetzt zum Teil darauf ein, dass "Meltdown" bisher nur auf Intel-Prozessoren nachgewiesen wurde. Sie verweisen darauf, dass Intel bereits seit Monaten über die Schwachstelle Bescheid wusste, und argumentieren, dass sie sich keinen Computer mit Intel-Chip gekauft oder weniger dafür bezahlt hätten, wenn diese Informationen öffentlich gewesen wären.

Die Forscher und die Unternehmen hatten die Offenlegung bis Januar zurückgehalten, um in dieser Zeit Gegenmaßnahmen zu entwickeln. Intel, Microsoft und Apple betonten, dass nach ihren Erkenntnissen die Schwachstelle noch nicht für Angriffe ausgenutzt worden sei.

Was sagen deutsche Verbraucherschützer zu dem Fall?

Nach den deutschen Verbraucherschutzgesetzen sind die Hersteller verpflichtet, entweder nachzubessern oder die mangelhaften Geräte zu ersetzen. Das erklärte ein Experte der Verbraucherschutzzentrale t-online.de. Ob das Nachbessern durch ein Update als ausreichend betrachtet werden kann, bleibt abzuwarten. Schließlich soll mit dem Patch auch ein Leistungsabfall einher gehen.

Schadenersatzansprüche geltend zu machen, wird auf jeden Fall schwierig. Denn der Nutzer müsste erst nachweisen, dass der ihm entstandene Schaden (zum Beispiel durch einen Hacker-Angriff), tatsächlich auf die bekannten Sicherheitslücken in den Intel-Prozessoren zurückzuführen ist. 

Quellen:

  • Nachrichtenagentur dpa

Liebe Leserinnen und Leser,

in Kürze werden wir unsere Community grundlegend neu gestalten. Wir wollen den Kontakt zu Ihnen vertiefen. Die Redaktion wird im Kommentarbereich aktiver sein, sodass Sie auch mit Redakteuren diskutieren können. Ab dem 29. Mai werden die bisherigen Community-Funktionen nicht mehr zur Verfügung stehen. Nach einer Pause von wenigen Tagen freuen wir uns darauf, Sie in unserer neuen Community begrüßen zu dürfen. Einen Überblick über die neuen Funktionen erhalten Sie hier. Leider wird es nicht möglich sein, alte Accounts und Kommentare zu übernehmen. Alle bisherigen Daten werden gelöscht.

Das Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
EntertainTV nur 5,- € mtl. für MagentaZuhause Kunden
jetzt EntertainTV dazubuchen bei der Telekom
Klingelbonprix.detchibo.deCECILStreet OneLIDLBabistadouglas.deBAUR
Mehr zum Thema
Sie sind hier: Home > Digital > Internet & Sicherheit > Sicherheit

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
  • giga.de
  • desired.de
  • kino.de
  • Statista
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Entertain
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Telekom Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe
© Ströer Digital Publishing GmbH 2018