Sie sind hier: Home > Digital > Internet & Sicherheit > Sicherheit >

Fake-Shops erkennen: Diese sieben Anzeichen lassen den Betrug auffliegen

Abzocke rechtzeitig erkennen  

Diese sieben Zeichen verraten einen Fake-Shop

24.05.2019, 14:48 Uhr | dpa

Fake-Shops erkennen: Diese sieben Anzeichen lassen den Betrug auffliegen. Ein Paar Adidas-Sneaker wird im Internet zum Schnäppchen-Preis angeboten:  Kann das ein wahrhaftiges Angebot sein?  (Quelle: dpa/tmn/Andrea Warnecke)

Ein Paar Adidas-Sneaker wird im Internet zum Schnäppchen-Preis angeboten: Kann das ein wahrhaftiges Angebot sein? (Quelle: Andrea Warnecke/dpa/tmn)

Markenmode, Spielkonsolen, Smartphones: Gerade bei teuren Konsumgütern geht man online gerne auf Schnäppchenjagd. Das wissen auch Betrüger und stellen mit Fake-Shops ihre Fallen auf.

Die Masche der Betrüger: Ware wird nach Vorkasse gar nicht oder nur in minderwertiger Qualität geliefert. Verbraucher haben allerdings gute Chanchen, die falschen Seiten rechtzeitig zu enttarnen. Der Verbraucherzentrale Bundesverband erklärt, wie das geht:

Auffällige Adresse

Gewarnt sein sollten Käufer, wenn eine eigentlich bekannte Webadresse Ungereimtheiten aufweist – zum Beispiel eine weitere Domain-Endung wie ".de.com", wo eigentlich nur ".de" stehen sollte. Auch wenn die Adresse überhaupt nicht zum Inhalt der Seite passt, ist Skepsis angebracht.

Viel zu günstig

Fake-Shops müssen nicht zwingend extrem billig sein. Aber wenn ein Preis eigentlich zu gut ist, zum wahr zu sein, ist er es mit hoher Wahrscheinlichkeit auch nicht. Von der Gestaltung der Seiten sollten sich Verbraucher nicht blenden lassen: Die ist nämlich oft durchaus oder zumindest annähernd professionell.

Nur Vorkasse

Vordergründig bieten die falschen Händler oft viele Bezahlmöglichkeiten an. Beim letzten Bestellschritt bleibt dann aber auf einmal nur noch Vorkasse übrig, etwa in Form einer Überweisung. Dann sollte man den Kauf sofort abbrechen, empfehlen die Experten.

Spärliche Kontaktangaben

Gibt es keine oder kaum Angaben zur Erreichbarkeit und ist ein Impressum nicht vorhanden oder unvollständig, so sind das schlechte Zeichen. Denn die Unternehmeridentität muss klar ersichtlich sein. Dazu müssen im Impressum die Postadresse, ein Vertretungsberechtigter und eine E-Mail-Adresse sowie ein Verweis auf die Handelsregisternummer stehen. Letztere lässt sich unter www.handelsregister.de prüfen.

Fantasie-Siegel und Siegel-Missbrauch

Nicht täuschen lassen sollten sich Verbraucher von frei erfundenen Siegeln, die keine Aussagekraft haben. Es kann allerdings auch sein, dass Fake-Shops echte Gütesiegel unrechtmäßig anzeigen. Enttarnen kann man diesen Betrug durch einen Klick auf das jeweilige Siegel: Ist es echt, gibt es eine Verlinkung zu einem Zertifikat des Siegel-Anbieters. Empfehlenswerte Siegel werden online unter www.internet-guetesiegel.de vorgestellt.

Falsche Bewertungen

Sich allein auf die Kundenbewertungen innerhalb eines Shops zu verlassen, ist gefährlich – insbesondere dann, wenn diese fast ausschließlich sehr gut ausfallen oder sich Lobeshymnen häufen. Oft kann es hilfreicher sein, Suchmaschinen mit dem Namen des Shops zu füttern, um Erfahrungen oder Warnungen Anderer zu finden.

Zusammengeschusterte AGB

Sind keine Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) auf der Seite zu finden, sollte man gar nicht erst bestellen, raten die Verbraucherschützer. Das gilt aber auch dann, wenn die AGB offensichtlich frei erfunden, zusammenkopiert oder in einem schlechten Deutsch aus einem Übersetzungsprogramm daherkommen.


Was tun, wenn man in die Falle getappt ist?

Wer schon Geld überwiesen hat, sollte umgehend seine Bank auffordern, die Zahlung rückgängig zu machen, raten die Verbraucherschützer. Wenige Stunden nach einer Online-Bestellung sei dies meist noch möglich. Alle Belege sollten möglichst gesichert werden. Dazu gehören Kaufvertrag, Bestellbestätigung, E-Mails, ein Screenshot des Angebots und des Impressums – falls vorhanden – sowie Bankverbindung und verwendete E-Mail-Adresse der Täter sowie die Internetadresse des Shops.

Mit diesen Unterlagen kann man dann Strafanzeige bei jeder Polizeidienststelle oder online bei der Internetwache des jeweiligen Bundeslandes stellen – selbst wenn die Bestellung länger zurückliegt.

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
15,- € Gutschein für Sie - nur bis zum 22.09.2019
bei MADELEINE
Mehr zum Thema
Sie sind hier: Home > Digital > Internet & Sicherheit > Sicherheit

shopping-portal