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GefÀhrlicher Trojaner lauert in falschen McDonald's-Coupons

Von t-online, jnm

Aktualisiert am 19.11.2019Lesedauer: 2 Min.
Eine symbolische Darstellung eines Cyberkriminellen am PC: Nutzer mĂŒssen sich bald auf neue Angriffe gefasst machen.
Eine symbolische Darstellung eines Cyberkriminellen am PC: Nutzer mĂŒssen sich bald auf neue Angriffe gefasst machen. (Quelle: Westend61/imago-images-bilder)
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Eine bisher unbekannte, hochentwickelte Schadsoftware hat es auf die Bankdaten seiner Opfer abgesehen. Sie verbreitet sich via Spam-Mails und ĂŒber manipulierte Werbeanzeigen fĂŒr McDonald's-Rabattcoupons.

Das Sicherheitsunternehmen ESET hat mit "Mispadu" eine bislang unbekannte Schadsoftware entdeckt. Laut den Sicherheitsexperten handelt es sich dabei um einen Banking-Trojaner, der es gezielt auf die Bankdaten und IdentitÀt seiner Opfer abgesehen hat. Das berichtet das Unternehmen auf seinem Blog.


Windows-Tipp: Dieses Gratis-Tool blockt Viren und Trojaner

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SchÀdling "Mispadu" infiziert per gefÀlschter Werbung

Die Schadsoftware "Mispadu" gelangt dabei auf zwei Wegen zu seinen Opfern: Spam und sogenanntes "Malvertising", also die Verbreitung durch boshafte Werbeanzeigen.

Die Spam-Verbreitung ist dabei eher klassisch: Opfer erhalten eine Mail, in der behauptet wird, ein Paket konnte dreimal nicht zugestellt werden. FĂŒr eine RĂŒckerstattung solle man auf einen Link in der E-Mail klicken. Wer das tut, lĂ€dt und installiert die Schadsoftware auf sein GerĂ€t.

SchÀdling sucht nach persönlichen Infos und Bankdetails

Eine andere Methode ist der Angriff per "Malvertising": Hier schalteten die Kriminellen gefÀlschte McDonald's-Coupon-Anzeigen auf Facebook. Wer darauf klickt, gelangt auf eine Website, um dort vermeintlich Coupons herunterzuladen. TatsÀchlich erhalten die Opfer die Schadsoftware.

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Einmal installiert können Angreifer auf dem Rechner des Opfers ĂŒber eine HintertĂŒr Screenshots aufnehmen und Tastatur- und Mauseingaben aufzeichnen und simulieren. Sich selbst updaten kann die Software auch.

SchÀdling wird vielleicht auch in Deutschland zur Gefahr

Außerdem sucht das Programm nach bekannten Virenprogrammen und Banking-Apps, liest Kennwörter und Zugangsdaten aus Webbrowsern wie Chrome oder Firefox aus und durchstöbert Mailprogramme.

Damit erlangt der SchĂ€dling weitreichende Befugnisse auf befallenen Systemen, die Gefahr, dass dabei sensible Zahlungsdaten in die HĂ€nde der Angreifer fallen, ist groß. Derzeit wurde der SchĂ€dling in Lateinamerika beobachtet. Doch laut ESET Sicherheitsexperte Thomas Uhlemann gehe vom SchĂ€dling auch fĂŒr Deutschland eine Gefahr aus: "Die Angriffsmethoden wĂŒrden auch hier funktionieren", sagt Uhlemann. "Es ist aber auch vorstellbar, dass einzelne Teile der Kampagne auf dem Schwarzmarkt weiterverkauft werden. Anwender sollten bei Finanztransaktionen ĂŒber das Internet immer auf einen gehĂ€rteten Browser setzen."

GehĂ€rtete Browser sind entweder separate Browser oder Browser-Plug-Ins, die eine Nutzung fĂŒr Online-Banking sicherer machen sollen. Sie sind in den Sicherheitspaketen vieler Antivirus-Programme enthalten. Davon abgesehen sollten Anwender insbesondere bei Coupon-Werbung kĂŒnftig besonders vorsichtig sein.

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