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Ja, die Redaktion hat fĂŒr diesen Ratgeberartikel alle relevanten Fakten recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

So finden Sie heraus, was Techkonzerne ĂŒber Sie wissen

Von t-online, sle

02.03.2020Lesedauer: 2 Min.
Ein Serverraum ist grĂŒn beleuchtet: Unternehmen haben eine Vielzahl an Informationen ĂŒber User gespeichert.
Ein Serverraum ist grĂŒn beleuchtet: Unternehmen haben eine Vielzahl an Informationen ĂŒber User gespeichert. (Quelle: Sigtryggur Ari/Reuters-bilder)
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Alter, Lieblingsmusik, KleidergrĂ¶ĂŸe – wir hinterlassen im Netz eine Menge Informationen. Dabei ist nicht klar, welche Unternehmen welche Informationen haben. Laut EU-Gesetz dĂŒrfen Sie diese Daten anfragen. Wir erklĂ€ren Ihnen, wie.

Seit 2018 dĂŒrfen EU-BĂŒrger erfahren, welche Informationen Unternehmen ĂŒber sie gespeichert haben. Das steht in der europĂ€ischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und gilt fĂŒr alle Unternehmen in der europĂ€ischen Union und Unternehmen, die Daten von EU-BĂŒrgern sammeln, also auch Google und Facebook.


So löschen Sie Ihre Google-AktivitÀten

Google speichert allerlei Daten ĂŒber seine Nutzer. Beispielsweise, welche Seiten oder Standorte Sie besucht haben. Wer das nicht möchte, kann die Verfolgung in den Einstellungen deaktivieren und bestehende Daten löschen lassen. Das geht so:
Besuchen Sie die Google-Suche und melden Sie sich mit Ihrem Konto an. DafĂŒr klicken Sie oben rechts auf "Anmelden". Danach klicken Sie auf dem Symbol mit Ihrem Anfangsbuchstaben oben rechts und wĂ€hlen "Google-Konto".
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Datenabfrage bei WhatsApp und Facebook

Besonders einfach funktioniert die Datenabfrage bei WhatsApp. Hierzu gehen Sie in den Einstellungen auf den Reiter "Account". Hier findet sich der MenĂŒpunkt "Account-Info anfordern". DarĂŒber können Sie einen entsprechenden Bericht vom WhatsApp-Mutterkonzern Facebook anfordern. Allerdings dauert es laut Facebook bis zu 20 Tage, bis der Bericht zugestellt wird.

Zip-Datei mit Ordnern: Diese Datei bekommen Facebook-User, wenn sie ihre Daten abfragen.
Zip-Datei mit Ordnern: Diese Datei bekommen Facebook-User, wenn sie ihre Daten abfragen. (Quelle: T-Online-bilder)
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Auch Facebook hat ein entsprechendes Tool. Dieses findet sich in den Einstellungen unter "Deine Facebook-Informationen". Auch hier kann die Abfrage einige Tage dauern. Schließlich erhalten Nutzer eine Zip-Datei mit HTML-Links zu den eigenen Daten. So erhalten Nutzer beispielsweise eine Auflistung ĂŒber jeden Beitrag, der von ihnen geliked wurde, oder eine Sammlung sĂ€mtlicher Facebook-Veranstaltungen, an denen ein Nutzer teilgenommen oder die er abgesagt hat.

Auskunft muss kostenlos sein – auch bei der Schufa

Doch nicht nur die großen Techkonzerne sammeln Informationen, auch beispielsweise kleine Onlineshops und Werbeunternehmen können Informationen besitzen. Meist haben diese keine gesonderten Buttons zur Datenabfrage. Hier mĂŒssen Nutzer die Informationen per Brief oder E-Mail anfordern. Entsprechende Musterbriefe bietet die Verbraucherzentrale kostenlos an. Hier können Sie die Muster herunterladen.

Die Unternehmen mĂŒssen die Kopie der Daten kostenlos herausgeben. Auch die Schufa ist zur kostenlosen Auskunft verpflichtet. Allerdings bietet diese auf der Webseite zusĂ€tzlich kostenpflichtige AuskĂŒnfte an. Die ist allerdings nicht notwendig. Wie Sie eine kostenlose Auskunft bei der Schufa beantragen und was die Informationen bedeuten, haben wir hier fĂŒr Sie aufgeschrieben.

Der Datenverarbeitung widersprechen

Neben der reinen Auskunft haben Verbraucher das Recht darauf, der Datenverarbeitung des Unternehmens zu widersprechen und gespeicherte Informationen gegebenenfalls löschen zu lassen. Infolgedessen darf ein Unternehmen keine persönlichen Daten eines Nutzers mehr speichern. Auch dafĂŒr bieten die Verbraucherzentralen kostenlose Musterformulare an.

Außerdem mĂŒssen Unternehmen erklĂ€ren, woher die Informationen stammen und wozu diese gespeichert werden. So lĂ€sst sich, zumindest theoretisch, der eigene Datenfluss nachvollziehen und gegebenenfalls stoppen.

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Verbraucher sollten aber nicht erwarten, eine vollstĂ€ndige und verstĂ€ndliche Auflistung zu bekommen. Teilweise werden Informationen nur in englischer Sprache zugesendet oder Unternehmen verlangen zuvor etwa die Kopie des Personalausweises, schreiben die VerbraucherschĂŒtzer auf ihrer Webseite.

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  • Jan Moelleken
Von Jan Mölleken
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