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Betrug und Spam: Warum Sie am Telefon nicht "Ja" sagen sollten

Bei unbekannten Anrufern  

Warum Sie am Telefon nicht "Ja" sagen sollten

11.05.2020, 18:37 Uhr | avr, t-online.de

Betrug und Spam: Warum Sie am Telefon nicht "Ja" sagen sollten. Ein Telefon-Display mit der Aufschrift "Unbekannter Anrufer": Am Telefon sollten Sie vermeiden, "Ja" zu sagen.  (Quelle: imago images/McPHOTO)

Ein Telefon-Display mit der Aufschrift "Unbekannter Anrufer": Am Telefon sollten Sie vermeiden, "Ja" zu sagen. (Quelle: McPHOTO/imago images)

Nicht nur per Spam-Mails, auch mit Anrufen versuchen Betrüger immer wieder, an Daten oder Geld von Nutzern zu kommen. Wer einen verdächtigen Anruf erhält, sollte darum besonders ein Wort vermeiden.

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Wer am Telefon von unbekannten Anrufern dazu aufgefordert wird, laut "Ja" zu sagen, sollte aufpassen. Denn hierbei kann es sich um eine Betrugsmasche handeln. Davor warnen Faktenprüfungsseiten wie "Mimikama.at" oder auch die Verbraucherzentralen.

Denn Berichten zufolge sollen Nutzer im Anschluss an das Telefonat Rechnungen oder Vertragsunterlagen bekommen haben. Das "Ja" wurde dabei als Vorwand genommen, dass Nutzer dem Vertrag zugestimmt hätten. In Extremfällen soll das "Ja" sogar im Nachhinein ins Telefongespräch so hineingeschnitten worden sein, dass es sich tatsächlich anhörte, als ob der Nutzer mit dem Vertrag einverstanden gewesen sei.

Am besten "Ja" vermeiden

Laut der Faktenprüfungsseite "Mimikama.at" soll es sich hierbei um eine noch aktuelle Masche handeln. Die unbekannten Anrufer stellen dabei Fragen wie "Hören Sie mich" oder "Können Sie mich gut verstehen?". Manchmal wird auch gefragt, ob tatsächlich der gewünschte Ansprechpartner am Telefon ist.

Solche Fragen sollen Nutzer dazu bringen, mit "Ja" zu antworten. Die Verbraucherzentrale rät, ein "Ja" zu vermeiden. Stattdessen können Nutzer auf die Frage "Hören Sie mich?" beispielsweise antworten: "Ich höre Sie". Auf die Frage "Können Sie mich verstehen?" antworten Sie: "Ich verstehe Sie gut".

Wie kann ich mich gegen Betrug wehren?

Wer im Anschluss an ein solches Telefonat doch eine unerwünschte Rechnung erhalten sollte, muss diese nicht bezahlen, schreibt die Verbraucherzentrale. Allerdings sollten sich Nutzer gegen die Forderungen wehren. Die Verbraucherzentrale stellt dazu Musterbriefe zur Verfügung.

Musterbriefe der Verbraucherzentrale gegen unberechtigte Forderungen wie Zeitschriftenabos finden Sie hier. Musterbriefe gegen unberechtigte Forderungen eines Inkassobüros finden Sie hier.

Betrügerische Anrufe melden

Wer Spam-Anrufe vermeiden möchte, kann bekannte Nummern blocken. Eine Liste mit aktuellen Spam-Telefonnummern finden Sie hier. Wer sich von Anrufern bedrängt fühlt, sollte generell auflegen.

Die Verbraucherzentrale rät zudem Namen und Unternehmen des Anrufers sowie Datum, Uhrzeit und Telefonnummer und Inhalt des Gesprächs zu notieren. Denn unerlaubte Werbeanrufe können Sie der Verbraucherzentrale und der Bundesnetzagentur melden. Die Netzagentur kann dann eine Strafe aussprechen oder auch Nummern sperren lassen. Wie Sie Nummern der Bundesnetzagentur melden können und was Sie dabei beachten müssen, lesen Sie hier.

Werbeanrufe sind in Deutschland nur zulässig, wenn Nutzer dem jeweiligen Unternehmen dies auch erlaubt haben. Dabei ist es unzulässig, das Einverständnis gleich zu Beginn eines Gesprächs einzuholen. Daneben gibt es die sogenannten Phishing-Anrufe. Hier versuchen Betrüger, an sensible Daten von Nutzern zu gelangen – etwa Bankdaten. Bei Telefonbetrug erhalten Nutzer Lockanrufe und sollen meistens unter einer teuren 0900-Nummer zurückrufen.

Verwendete Quellen:

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