Sie sind hier: Home > Digital > Internet & Sicherheit > Sicherheit >

BSI warnt vor Angriffen durch Spionagesoftware

Pegasus  

BSI warnt vor Angriffen durch Spionagesoftware

28.07.2021, 16:07 Uhr | t-online, jnm

BSI warnt vor Angriffen durch Spionagesoftware. imago images 126894970 (Quelle: Christian Ohde via www.imago-images.de)

Pegasus Spyware (Illustration): Das Spionageprogramm ist laut BSI für deutsche Unternehmen eine Gefahr. (Quelle: Christian Ohde via www.imago-images.de)

Vor Kurzem erschütterte der Pegasus-Spionageskandal die Weltöffentlichkeit. Jetzt warnt das BSI deutsche Unternehmen: Die Bedrohungslage sei hoch, der Schutz gegen Angriffe schwierig bis unmöglich.

Am 18. Juli sorgte die gemeinsame Enthüllung eines internationalen Rechercheverbunds von Medien für Aufsehen: Weltweit waren Politiker, Journalisten, Menschenrechtler, Geschäftsleute und ihre Angehörigen mithilfe einer fortschrittlichen Spionagesoftware – Pegasus – auf ihrem Handy auf Geheiß von teilweise autoritären Staaten und deren Geheimdiensten ausspioniert worden.

Jetzt hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) eine Warnung hinsichtlich der Bedrohungslage durch Pegasus ausgegeben. Dabei stufte die Behörde die Gefahr als Stufe zwei von vier möglichen Warnstufen ein. Das bedeutet, dass die "IT-Bedrohungslage mit verstärkter Beobachtung von Auffälligkeiten auf anhaltend hohem Niveau" eingeschätzt wird.

In der Mitteilung beschreibt das BSI drei Angriffswege – per präpariertem SMS-Link, per präparierter iMessage und über präparierte WLAN- und Mobilfunknetze.

Problem besteht fort

Das Problem bestehe auch derzeit noch, weil sowohl aktuelle Android- als auch iOS-Versionen weiterhin angreifbar seien, schreibt das BSI. Dabei sei nicht bekannt, welche Lücken genau genutzt werden. Zudem sei davon auszugehen, dass der israelische Hersteller von Pegasus, NSO Group, laufend nach neuen unbekannten Lücken suchen werde, um seine Spionagesoftware weiterhin angriffsfähig zu halten.

Eine Verteidigung gegen die Angriffe sei schwierig bis unmöglich: Zwar könnten Unternehmen erwägen, SMS-Funktionen sowie iMessages und FaceTime auf Apple-Geräten in der Nutzung einzuschränken, doch die Verteidigung gegen manipulierte Funknetzwerke sei kaum praktikabel. 

Das BSI weist zudem darauf hin, dass bei einem Verdacht auf eine Infektion ein von Amnesty International zur Verfügung gestelltes Werkzeug genutzt werden könne, um einen Kontakt mit Pegasus nachzuweisen. Das funktioniere allerdings bei Android-Geräten deutlich schlechter, schränkt das BSI ein.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Media Markttchibo.deOTTOWeltbildbonprix.deLIDLBabistadouglas.deMadeleine
Mehr zum Thema
Sie sind hier: Home > Digital > Internet & Sicherheit > Sicherheit

shopping-portal

Hinweis:

Der Internet Explorer wird nicht länger von t-online unterstützt!

Um sicherer und schneller zu surfen, wechseln Sie jetzt auf einen aktuellen Browser.

Wir empfehlen unseren kostenlosen t-online-Browser: