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Smartphone und Handy: Mit Steuercodes lässt sich die Mailbox anpassen

Mit Steuercodes  

Handy-Mailbox richtig einstellen

09.08.2021, 10:54 Uhr | Andreas Lerg, str, t-online

Smartphone und Handy: Mit Steuercodes lässt sich die Mailbox anpassen. Auf einem Smartphone werden verpasste Anrufe von einem unbekannten Anrufer angezeigt: Wir erklären, wie Sie auf dem Handy eine Mailbox einrichten.  (Quelle: imago images/Thomas Trutschel/photothek.de)

Auf einem Smartphone werden verpasste Anrufe von einem unbekannten Anrufer angezeigt: Wir erklären, wie Sie auf dem Handy eine Mailbox einrichten. (Quelle: Thomas Trutschel/photothek.de/imago images)

Das Handy klingelt und das Buddeln in der Handtasche beginnt. Ist das Mobiltelefon dann gefunden, hat sich die Mailbox den Anrufer längst geschnappt. Dabei ist es einfach, die Klingelzeit so einzustellen, dass die Mailbox nicht vorschnell anspringt.

Oft klingelt das Handy nur kurz und schon übernimmt die Mailbox. Der Grund: Die Antwortzeiten des mobilen Anrufbeantworters sind viel zu knapp eingestellt. Wenn Sie mehr Zeit haben wollen, um einen Anruf entgegenzunehmen, verlängern Sie die Klingeldauer. 

Um die Mailbox-Einstellungen zu ändern, müssen Sie sich nicht einmal durch lange Menüs Ihres Handys hangeln. Ein einfacher Steuercode, der über die Handytastatur eingegeben wird, genügt. Das funktioniert auf Android-Geräten genauso wie auf iPhones. Wir zeigen, wie es geht. 

Rufumleitung einrichten: So stellen Sie die Mailbox ein

Die Mobilbox ist für Handynutzer in der Regel über eine Kurzwahl erreichbar, die vom Provider angegeben wird. Im Telekom-Netz lautet die Mailboxnummer beispielsweise 3311.

Anrufe aus dem deutschen Handynetz sind kostenlos. Um die Mobilbox aus dem Ausland oder einem Fremdnetz aufzurufen, muss eine Kombination aus Vorwahl, Netzvorwahl und Rufnummer eingegeben werden. Zur Sicherheit ist außerdem eine PIN-Eingabe nötig. 

Über das Hauptmenü der Sprachbox können Nutzer zum Beispiel den Begrüßungstext ändern, indem sie den Anweisungen der Bandansage folgen. Für viele weitere Funktionen reicht es, einen Code in die Tastatur einzugeben. Mehr dazu weiter unten. 

Wie lange klingelt das Handy, bis die Mailbox drangeht?

Wenn die Mailbox entsprechend eingerichtet ist, springt der Anrufbeantworter automatisch an, wenn der Angerufene nicht ans Telefon geht. Die meisten Provider haben eine Klingeldauer von 15 Sekunden voreingestellt. Hintergrund: Die Mindest-Klingeldauer beträgt fünf Sekunden. Nach 30 Sekunden ohne Antwort wird der Anruf abgebrochen. Die 15 Sekunden liegen genau in der Mitte.  

Wie kann ich die Klingeldauer ändern?

Zum Glück kann der Nutzer selbst festlegen, wann die Mailbox rangeht. Um die Einstellungen zu ändern, braucht man die Kennziffer seines Netzbetreibers. Für die deutschen Anbieter sind das diese drei Netzvorwahlen: 

  • Telefónica/O2 (333)
  • Telekom (3311)
  • Vodafone (5500)

Schauen Sie gegebenenfalls in Ihrem Handyvertrag oder im Kundenbereich Ihres Tarifanbieters nach, welches Mobilfunknetz Sie nutzen und über welche Nummer die Mobilbox erreichbar ist. 

Um den Code zu aktivieren, muss dann folgender Befehl in die Tastatur eingegeben und anschließend die Hörertaste betätigt werden: **61*Kennziffer**Sekunden#. Sie können ein Zeitintervall zwischen 5 und 30 Sekunden in Fünferschritten festlegen. Zur Auswahl stehen also 5, 10, 15, 20, 25 oder 30 Sekunden. 

Ein Beispiel: Soll ein Smartphone im Vodafone-Netz 25 Sekunden lang läuten, gibt man als Code **61*5500**25# ein. 

Der Netzbetreiber bestätigt die Änderung der Einstellung dann mit einer Meldung. Solche Änderungen sind kostenlos und lassen sich beliebig oft wiederholen.

Steuercodes funktionieren immer

Hier finden Sie eine Tabelle der Steuercodes für die Handy-Mailbox zum Download. Die diversen Steuercodes für die Mailbox und anderen Mobilfunkfunktionen sind deshalb so praktisch, weil sie immer funktionieren. Sie sind Teil des Mobilfunkstandards und vom Handy und dessen Menüführung unabhängig. Sie werden auf jedem Mobilfunkgerät auf die gleiche Art und Weise über die Wähltastatur eingegeben und über die Anruftaste an das Funknetz geschickt. Dort werden die Einstellungen dann angepasst.

Weitere interessante Tastenkombinationen abseits der Mailbox-Funktionen finden Sie hier

Die wichtigsten Steuercodes für die Mailbox im Überblick

Nachfolgend einige wichtige Steuercodes, mit denen Sie die Einstellungen der Mailbox prüfen und ändern können:

SteuercodeFunktion
*#61#Derzeitige Einstellungen zur Klingeldauer abfragen.
*61#Rufumleitung wenn niemand abhebt einschalten.
#61#Rufumleitung wenn niemand abhebt ausschalten.
**61*Mailboxnummer**Zeit in Sekunden#Rufumleitung wenn niemand abhebt einrichten und Zeit festlegen, bis die Mailbox drangeht.
Es stehen folgende Zeiteinstellungen zur Verfügung:
5, 10, 15, 20, 25 oder 30 Sekunden
**62*Rufnummer*# Rufumleitung wenn das Handy abgeschaltet ist einschalten.
#62# Rufumleitung wenn das Handy abgeschaltet ist ausschalten.
**67*Rufnummer#Rufumleitung wenn das Handy besetzt ist einschalten.
#67#Rufumleitung wenn das Handy besetzt ist ausschalten.
**21*Mailboxnummer*#Alle Anrufe direkt in die Mailbox umleiten einschalten.
#21#Alle Anrufe direkt in die Mailbox umleiten ausschalten.
##002#Alle Rufumleitungen komplett ausschalten.
##004#Alle Rufumleitungen komplett bis auf "bei besetzt" ausschalten.

Wenn Sie einen Prepaid-Tarif nutzen, können die Steuercodes von den Angaben hier abweichen. Informieren Sie sich auf den Supportseiten Ihres Anbieters über die richtigen Kombinationen. 

Gerätespezifische Steuercodes

Die Telekom-Tochter Congstar empfiehlt ihren Kunden, bei der Einstellung des Zeitintervalls noch die Ziffern *11* voranzustellen, da einige Geräte den Steuercode sonst nicht verarbeiten können. Die Kombination lautet dementsprechend: 

**61*<Mailboxnummer>*11*<Zeit in Sekunden>#

Neben den allgemeinen GSM-Codes, die unabhängig vom Gerätetyp funktionieren, gibt es noch spezifische Steuercodes für Smartphones verschiedener Hersteller. Eine Übersicht finden Sie in diesem Artikel. 

Wie stelle ich die Mailbox aus? 

Mit der Tastenkombination ##002# werden alle Rufumleitungen gelöscht und die Mobilbox deaktiviert. Bei Auslandsaufenthalten kann es aber sinnvoll sein, alle eingehenden Anrufe auf die Inlandsmailbox umzuleiten, um Kosten zu sparen. Innerhalb der EU sollte das aber nicht nötig sein. Hier gilt das Roam-like-at-home-Prinzip. Es fallen bei Telefonaten also in der Regel keine Extra-Gebühren mehr an. 

Hinweise: Dieser Artikel wurde 2013 zum ersten Mal veröffentlicht und 2021 aktualisiert. Das Portal t-online.de ist ein unabhängiges Nachrichtenportal und wird von der Ströer Digital Publishing GmbH betrieben.

Verwendete Quellen:
  • t-online.de Archiv
  • Eigene Recherche

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