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Microsoft will E-Mail-Missgeschicke abschaffen: Neue Funktion geplant

Neue Funktion geplant  

So will Microsoft E-Mail-Missgeschicke verhindern

12.05.2020, 19:33 Uhr | dpa-tmn

Microsoft will E-Mail-Missgeschicke abschaffen: Neue Funktion geplant. Die Funktion "allen antworten" kann praktisch sein, birgt jedoch auch unangenehme Tücken. (Quelle: imago images/Panthermedia)

Die Funktion "allen antworten" kann praktisch sein, birgt jedoch auch unangenehme Tücken. (Quelle: Panthermedia/imago images)

Ein Mausklick, und schon ist es passiert: Man hat Tausenden Kolleginnen und Kollegen geantwortet – und legt nebenbei den E-Mail-Server lahm. Dem schiebt Microsoft nun einen Riegel vor.

Der Button "Allen antworten" im E-Mail-Programm ist so praktisch wie verhängnisvoll. Ging die Mail, auf die man antwortet, nur an eine Handvoll Menschen, erfüllt der Button meist genau seinen Zweck. War die Nachricht aber an die Sammeladresse des ganzen Unternehmens adressiert, ist es in vielen Fällen peinlich oder zumindest unangemessen, allen zu antworten. 

Doch das ist nur eine Seite des Problems. Die andere ist der Mail-GAU: Mit "Allen antworten" kann ein einzelner Nutzer so eine riesige Mail-Lawine lostreten und damit den Mail-Server der Firma in die Knie zwingen – insbesondere, wenn mehrere Nutzer nacheinander allen antworten. Dagegen hat Microsoft jetzt einen Schutz programmiert.

Schutzfunktion gegen Mail-Lawine eingerichtet

Microsoft spricht von einem "Allen antworten"-Mail-Sturm (englisch: reply all mail storm) und hat nun für Unternehmen, die Office 365 mit Exchange-Mail-Server nutzen, eine Schutzfunktion eingeführt. Laufen binnen einer Stunde zehn Mail-Konversationen auf, die an mehr als 5.000 Empfänger gerichtet sind, werden Antworten auf diese Konversation für die folgenden vier Stunden gesperrt.

Die Nutzerin oder der Nutzer erhält dann einen Hinweis, dass seine Antwort wegen Mail-Sturm-Gefahr nicht gesendet wurde – gefolgt von dem Hinweis, dass eine Antwort höchstens möglich ist, wenn sie an einen kleineren Empfängerkreis geht.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa/tmn

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