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Call-Option: Wie funktioniert eine Kaufoption? – Unterschied zur Put-Option

Wissen über Derivate  

Wie funktioniert eine Call-Option?

03.12.2020, 12:57 Uhr
Call-Option: Wie funktioniert eine Kaufoption? – Unterschied zur Put-Option. Frau mit Telefon vor Laptop (Symbolbild): Auch wenn eine Call-Option so klingt, geht es hier nicht um einen Anruf. (Quelle: imago images/Westend61)

Frau mit Telefon vor Laptop (Symbolbild): Auch wenn eine Call-Option so klingt, geht es hier nicht um einen Anruf. (Quelle: Westend61/imago images)

Mit einer Call-Option erwerben Sie das Recht, eine Aktie in der Zukunft zu kaufen. Was sinnvoll klingt, bietet jedoch einige Risiken. t-online erklärt, was Sie beachten sollten.

Wenn Sie online shoppen, können Sie Produkte, die Sie künftig erwerben wollen, auf eine Merkliste setzen. Sobald der Preis des Produkts gefallen ist, entscheiden Sie sich womöglich, es zu kaufen.

Beim Geld anlegen gibt es eine ähnliche Möglichkeit: Hier heißt sie aber Call-Option, zu Deutsch Kaufoption. In dem Fall geht es aber nicht darum, Smartphones, Schuhe oder Brettspiele zu kaufen, sondern um den Erwerb von Aktien oder Anleihen.

Doch wie funktioniert eine Call-Option genau? Was muss ich als Anleger beachten? Und wann kann sich eine Kaufoption lohnen? t-online gibt einen Überblick.

Was ist eine Call-Option?

Bei einer Call-Option (zu deutsch: Kaufoption) geht es um Derivate, in der Regel Optionen oder Optionsscheine. Derivate sind Finanzprodukte, deren Wert sich vom Preis eines Wertpapiers ableitet – dem sogenannten Basiswert.

Die Call-Option stellt bei Optionen und Optionsscheinen das Recht, nicht jedoch die Pflicht, dar, einen bestimmten Basiswert, zum Beispiel eine Aktie oder eine Anleihe, zu einem fixen Preis zu einem bestimmten Zeitpunkt oder Zeitraum zu kaufen. Das Gegenstück dazu ist die Put-Option (siehe unten), die den Verkauf ermöglicht.

Beachten Sie: Beim Handel mit den Finanzprodukten müssen Sie noch eine Gebühr, die sogenannte Optionsprämie, zahlen.

Call-Option: So können Sie Gewinne erzielen

Genau funktioniert eine Call-Option so: Sie rechnen damit, dass der Kurs eines Basiswerts, etwa einer Aktie, steigt. In dem Fall können Sie eine Call-Option kaufen, also das Recht, eine Aktie zu einem bestimmten Kurs zu erwerben – zum sogenannten Ausübungspreis.

Steigt der Kurs der Aktie über den Ausübungspreis, haben Sie einen Gewinn erzielt: Die Differenz zwischen dem neuen, höheren Kurs und dem Ausübungspreis gehört  Ihnen.

  • Beispiel: Eine Aktie steht zurzeit bei 100 Euro. Sie erwarten, dass diese Aktie künftig steigen wird. Deshalb erwerben Sie eine Call-Option – und damit das Recht, diese Aktie zum Preis von beispielsweis 110 Euro zu erwerben. Steigt nun die Aktie auf 140 Euro, liegt Ihr Gewinn bei 30 Euro (140 Euro - 110 Euro = 30 Euro). Doch Achtung: Von dieser Rendite müssen Sie in der Regel noch die Optionsprämie, die Sie für den Erwerb der Option zahlen müssen, abziehen. Das schmälert den Differenzgewinn.

Beachten Sie: Mit Optionsscheinen oder Optionen sind mitunter hohe Risiken verbunden, Ihr Geld zu verlieren. Der Grund: Sie können die Wertentwicklung einer Aktie oder eines anderen Wertpapiers nicht vorhersagen. Zudem besitzen Derivate in der Regel einen Hebel. Das heißt: Zwar locken hohe Gewinne, doch durch die Hebelwirkung können Sie schnell einen Totalverlust erleiden.

Was ist der Unterschied zu einer Put-Option?

Mit einer Put-Option (zu deutsch: Verkaufsoption) erwerben Sie das Recht, aber nicht die Pflicht, einen bestimmten Basiswert zu einem festgelegten Preis zu einem bestimmten Zeitpunkt oder in einem bestimmten Zeitraum zu verkaufen. Eine Put-Option bildet also das Gegenstück zur Call-Option (siehe oben).

Den Basiswert müssen Sie hingegen dafür nicht besitzen. Ihr Verlustrisiko ist nur auf die Optionsprämie begrenzt, die Sie zahlen müssen.

Wann lohnt sich eine Call-Option?

Eine Call-Option kann sich lohnen, wenn Sie davon ausgehen, dass der Kurs eines Basiswerts in der Zukunft steigen wird. In diesem Fall profitieren Sie, wenn eine Aktie in Zukunft steigen wird.

Eine Put-Option kann sich lohnen, wenn Sie Ihr Depot gegen Verluste absichern wollen – wenn Sie also davon ausgehen, dass bestimmte Wertpapiere im Wert fallen. Mit einer Put-Option erwerben Sie das Recht, diese Papiere zu einem höherem Kurs zu verkaufen, grenzen also Ihr Verluste ein.

Allerdings gilt: Mit Optionen sowie Optionsscheinen sind – wie bei allen Derivaten – generell hohe Risiken verbunden, Ihr Geld zu verlieren. Denn sie gelten als sehr spekulativ. Experten raten deshalb nur professionellen Anlegern zum Handel mit solchen Finanzprodukten.

Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherche
  • gruenderszene.de
  • Finanztip
  • deltavalue.de
  • ig.com
  • weitere Quellen
    weniger Quellen anzeigen

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