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Butter oder Margarine: Was ist gesünder? Was gilt es beim Kauf zu beachten?


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Butter oder Margarine – was ist besser?

t-online, akl

Aktualisiert am 07.01.2022Lesedauer: 2 Min.
Butter oder Margarine: Ein Streichfett kommt bei fast jedem aufs Brot.
Butter oder Margarine: Ein Streichfett kommt bei fast jedem aufs Brot. (Quelle: tycoon751/getty-images-bilder)
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Während Butterfans das Aroma und die natürliche Zubereitung loben, schwören Margarineliebhaber auf die gesunden Fette und den oft günstigen Preis. Doch was ist wirklich gesünder: das Tiererzeugnis oder das Pflanzenprodukt?

Während Butter aus Kuhmilch beziehungsweise Milchfett hergestellt wird, kommen in Margarine überwiegend pflanzliche Öle wie Raps-, Oliven-, Lein-, Soja- und Sonnenblumenöl zum Einsatz. Sie sind reich an mehrfach ungesättigten Omega-3-Fettsäuren, die die Blutfettwerte senken können, Entzündungen hemmen, blutverdünnend wirken und so das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verringern sollen.

Margarine: Bei der Herstellung können Schadstoffe entstehen

Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) haben Margarinen ein günstigeres Fettsäuremuster als Butter. Tierische Fette hingegen weisen einen hohen Gehalt an gesättigten Fettsäuren auf, die den Cholesterinspiegel im Blut erhöhen und für die Gesundheit daher als eher nachteilig gelten.

Doch auch wenn Pflanzenöle gesünder sind als Milchfette, liegt man mit Margarine nicht immer richtig: Manche enthalten große Anteile an Kokosöl und Palmfett, die reich an gesättigten Fettsäuren sind. Zudem können bei der Raffination der Pflanzenöle im Zuge der Herstellung Schadstoffe entstehen. Das zeigt aktuell auch eine Untersuchung der Zeitschrift "Öko-Test": Das Labor wies in allen 20 Pflanzenmargarinen gesättigte Mineralölkohlenwasserstoffe (MOSH) nach.

Butter enthält weniger Zusatzstoffe

Hinzu kommt, dass Margarinen neben pflanzlichen Ölen eine Reihe weiterer Inhaltsstoffe aufweisen können, unter anderem Wasser, Salz, Sauermolke, Joghurt, Magermilch, Emulgatoren, Konservierungsstoffe, Zitronensäure, Aromen sowie den Farbstoff Beta-Karotin. Einige Margarinen enthalten auch zugesetzte synthetische Vitamine. Butter hingegen darf zusätzlich nur Wasser, Salz, gelb färbendes Beta-Karotin sowie Milchsäurebakterien enthalten.

Von Ernährungswissenschaftlern kritisch diskutiert werden außerdem spezielle cholesterinsenkende Margarinen. Laut den Herstellern sollen sie mit Hilfe sogenannter Pflanzensterine den Blutfettspiegel senken können. Doch die Wirkung ist umstritten.

Margarine ist eine echte Konkurrentin für Butter

Trotzdem: Margarine ist eine echte Konkurrentin für Butter. Sie enthält für die Gesundheit vorteilhaftere Fette und ist meist viel preiswerter. Allerdings gilt es beim Einkauf ein paar Punkte zu beachten:

  • Wer zu Bioqualität greift, kann Rückstände von Pflanzenschutzmitteln umgehen.
  • Margarinen mit einem möglichst hohen Anteil an naturbelassenen, kaltgepressten (nativen) Ölen haben zudem mehr Omega-3-Fettsäuren als raffinierte.
  • Ein Blick auf die Zutatenliste verrät, welche Zusatzstoffe beigemischt wurden. Hier lohnt sich der Vergleich mit anderen Produkten. Die DGE rät vor allem Personen mit erhöhten Blutfettwerten, besser zu Margarine mit einem hohen Gehalt an mehrfach ungesättigten Fettsäuren statt zu Butter zu greifen.

Margarine und Butter immer dünn aufs Brot

Ernährungsexperten raten, öfter zwischen Butter und Margarine zu wechseln und generell darauf zu achten, beides in Maßen zu verzehren und immer nur dünn aufs Brot zu streichen. Denn neben der Art des Fettes ist auch die Menge von Bedeutung: Mehr als 30 Prozent der täglichen Energie in Form von Fett sollten es laut der DGE nicht sein.

Allerdings gibt es im Fettgehalt Unterschiede: Während Butter und Vollfettmargarine etwa 80 Prozent Fett enthalten und mit etwa 700 Kilokalorien pro 100 Gramm zu Buche schlagen, haben wasserreiche Halbfettmargarinen nur noch um die 40 Prozent Fett und pro 100 Gramm etwa 400 Kilokalorien.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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Verwendete Quellen
  • Eigene Recherche
  • Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE)
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