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Corona-Krise in Belgien: Was bedeutet der kuriose "Knuffelcontact"?


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Was bedeutet der kuriose "Knuffelcontact" in Belgien?

Von dpa
Aktualisiert am 02.11.2020Lesedauer: 1 Min.
"Knuffelcontact": Auf niederländisch bedeutet "knuffelen" so viel wie drücken oder schmusen.
"Knuffelcontact": Auf niederländisch bedeutet "knuffelen" so viel wie drücken oder schmusen. (Quelle: fizkes/getty-images-bilder)
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Die Corona-Pandemie hat Belgien mit am schwersten getroffen. Deshalb werden auch dort neue Maßnahmen eingeführt. Doch auch das Bedürfnis nach emotionaler Nähe soll gestillt werden – mit einem "Knuffelcontact".

Wegen dramatisch gestiegener Corona-Infektionszahlen gelten in Belgien neue Regeln zur Pandemiebekämpfung. Die meisten Geschäfte müssen wieder schließen, Bars und Restaurants sind ohnehin schon zu. Doch auch wenn Abstandhalten das Gebot der Stunde ist, erobert ein Wort über Nähe die Herzen der Menschen außerhalb des Landes: Die Belgierinnen und Belgier dürfen bis Mitte Dezember weiter einen "Knuffelcontact" zu Hause empfangen, wie die Regierung mitteilt. Dieser Person darf man ganz normal ohne Abstandsregeln begegnen – also sind auch Händeschütteln, Umarmungen, Küsschen und alle anderen physischen Kontakte erlaubt.


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Singles dürfen zweiten "Knuffelcontact" haben

Auf niederländisch bedeutet "knuffelen" so viel wie drücken oder schmusen. Im deutschsprachigen Ostbelgien wird deswegen einfach von Kuschelkontakten gesprochen.

Auch an Singles wurde gedacht: Sie dürfen noch einen zweiten "Knuffelcontact" haben – allerdings nicht beide gleichzeitig einladen, wie die Regierung betont. Für viele Nutzerinnen und Nutzer in den Sozialen Medien ist der "Knuffelcontact" schon jetzt das Wort des Jahres.

Belgien hat mit die höchsten Corona-Infektionszahlen

Belgien zählt zu den am schwersten von der Corona-Pandemie betroffenen Ländern Europas. Die Behörden des Elf-Millionen-Einwohner-Landes meldeten zuletzt im Sieben-Tages-Schnitt knapp 15.600 registrierte Fälle pro Tag. Pro 100.000 Einwohner wurden nach EU-Vergleichszahlen binnen 14 Tagen 1.735,3 Neuinfektionen gemeldet, in Deutschland waren es im Vergleichszeitraum nur 215,3.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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Von Laura Stresing, Cem Özer, Sandra Simonsen
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