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Corona-Impfgipfel: Hausärzteverband kündigt Bereitschaft zum Impfen an


"Natürlich könnten wir jederzeit viel mehr verimpfen"

  • Sandra Simonsen
Von Sandra Simonsen

Aktualisiert am 22.03.2021Lesedauer: 3 Min.
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Corona-Impfung: Nach Ostern sollen auch die Hausärzte in Deutschland impfen.
Corona-Impfung: Nach Ostern sollen auch die Hausärzte in Deutschland impfen. (Quelle: Georg Ulrich Dostmann/imago-images-bilder)
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20 Impfdosen pro Woche sollen die Hausärzte in Deutschland erst einmal bekommen. Rund 200 wären eigentlich sinnvoll, erklärt der Vorsitzende des Bayerischen Hausärzteverbandes im Gespräch mit t-online.

Die Bunderegierung und die Länder haben sich geeinigt: Ab dem 5. April sollen alle Hausärzte impfen. Die Liefermenge an die Arztpraxen ist demnach aber noch sehr gering: Pro Woche soll jede Praxis zunächst circa 20 Impfdosen erhalten, hält der Entwurf für den Impfgipfel fest. Zunächst sollen vulnerable Gruppen geimpft werden. Schrittweise soll sich die Anzahl der Impfdosen dann erhöhen. t-online hat mit dem Landesvorsitzenden des Bayerischen Hausärzteverbandes, Dr. Markus Beier, über die Pläne gesprochen.


Einfach erklärt: Die Etappen bis zur Zulassung eines Corona-Impfstoffs

Die Entwicklung eines Impfstoffs startet mit der Arbeit im Labor. Zuerst muss das Virus analysiert und verstanden werden, über welche Mechanismen der Erreger die Immunreaktionen des Körpers auslöst. Erst dann folgen die eigentlichen Etappen bis hin zur Zulassung. (Symbolbild)
Etappe 1 – Erprobung an Tieren: Zunächst wird getestet, wie wirksam und verträglich der Impfstoff ist. Neben Affen nutzen Forscher bei der Entwicklung eines Impfstoffs gegen SARS-CoV-2 auch Frettchen und genetisch veränderte Mäuse. (Symbolbild)
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Dr. Markus Beier ist Allgemeinmediziner und arbeitet in einer Gemeinschaftspraxis in Erlangen. Seit 2018 ist er Landesvorsitzender des Bayerischen Hausärzteverbandes.

"Die Praxen fangen jetzt schon an zu überlegen und abzufragen, welche Patienten sie zuerst impfen können", erklärt der Allgemeinmediziner. Dabei gehe es zunächst um Schwerkranke, ältere Patienten, aber auch besonders gefährdete Berufsgruppen, die prioritär behandelt würden. "Ich würde im weiteren Verlauf aber überhaupt niemanden ausschließen wollen."

Angesprochen auf die geringe Anzahl der Impfdosen reagiert der Mediziner gelassen: "Natürlich könnten wir jederzeit auch viel mehr verimpfen, wir sind extrem flexibel", bekräftigt der Landesvorsitzende, er kenne spontan sofort 20 schwerkranke Menschen aus seiner Praxis, die froh wären, wenn sie die Impfung erhielten, auch im Rahmen von Hausbesuchen. "Diese Menschen leben seit Monaten unter extremer Angst." Doch obwohl 20 Dosen wenig sind, sieht Beier den Vorstoß positiv. "Das ist viel weniger, als wir verimpfen könnten, aber es ist ein Anfang, der gut für unsere Patienten ist und hoffentlich sobald als möglich erweitert wird"

Wie viele Impfdosen bräuchten die Hausärzte?

Doch nicht nur die Menge an Impfdosen, auch das Personal und die Kapazitäten in den Praxen spielen natürlich eine Rolle beim Impfen. Es seien zusätzlich auch ausreichend medizinische Fachkräfte vorhanden, um Patienten zu koordinieren, zu informieren und schließlich auch zu impfen. Von einer Ausschöpfung dieser Kapazitäten seien die Praxen weit entfernt, betont Beier.

"Entspanntes Mitimpfen von zehn bis zwanzig Dosen pro Tag ist überhaupt kein Problem", erklärt er, zudem seien die Hausärzte jederzeit bereit, 50 oder 100 Dosen am Tag zu verimpfen, wenn sie denn da wären. "Wir haben eine Bandbreite von 50 Dosen in der Woche, die wir locker wegimpfen, und sinnvoll wären sicher etwa 200 Dosen in der Woche."

Wie läuft eine Impfung in der Hausarztpraxis ab?

Bei diesen geringen Mengen sollen die Patienten laut Beier nicht bei den Praxen anrufen, im Gegenteil: "Wir haben die ersten Patienten schon gefragt, ob sie sich impfen lassen würden", die meisten Praxen hätten jetzt schon Listen mit mehreren Hundert Patienten, die infrage kommen.

Nicht nur die Hausärzte, auch die medizinischen Fachangestellten seien bereits für die Impfungen geschult. Wer zur Impfung in die Praxis komme, erhalte einen Aufklärungsbogen und könne im Arztgespräch noch Fragen stellen, bevor er dann geimpft werde. "Die Mengen, von denen wir hier reden, das sind Impfprozesse, die wir täglich in unseren Praxen haben."

"Opt-out-Option ist grob falsche Entscheidung"

Laut Impfplan soll es auch die Option geben, dass einzelne Länder ihre Hausärzte noch nicht in das Impfkonzept einbinden. Noch sei Beier nicht bekannt, ob und welche Länder diese Option nutzen. "Ich würde das aber für eine grob falsche Entscheidung halten", bekräftigt er. Die Bayerische Landesregierung habe im Gegenteil sogar festgelegt, dass das Impfen in den Praxen bereits zum 1. April starten solle. Das sei auch der richtige Weg.

"Wir sind vorbereitet und auch die Patienten möchten geimpft werden", betont Beier. "Wir stehen für jeden Impfstoff bereit und wir können sofort loslegen, man muss uns nur mit Impfstoff versorgen."

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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Verwendete Quellen
  • Eigene Recherche
  • Nachrichtenagentur Reuters
  • Entwurf zum Impfgipfel
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