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Mietrecht: Diese Probleme können Mini-Solaranlagen machen


Diese Probleme können Mini-Solaranlagen machen

Von dpa
10.11.2022Lesedauer: 2 Min.
Eine Mini-Solaranlage: Mieter sollten mit Ihrem Vermieter sprechen, bevor sie sich eine Solaranlage für den Balkon holen.Vergrößern des BildesEine Mini-Solaranlage: Mieter sollten mit Ihrem Vermieter sprechen, bevor sie sich eine Solaranlage für den Balkon holen. (Quelle: Carsten Rehder/dpa)
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Wie problemlos kleine Photovoltaik-Anlagen für Wohnungen eingesetzt werden können, ist aktuell Stoff für Diskussionen.

Während Umweltschützer den Einsatz von Mini-Solaranlagen für Wohnungen für unproblematisch halten, sehen Vermieter versteckte Kosten. "Die Probleme liegen oftmals im Detail – das sind die ersten Erfahrungen unserer Mitgliedsunternehmen mit der Installation von sogenannten Balkonkraftwerken. Einfach nur ein Solarpanel kaufen und in die Steckdose stecken – so funktioniert das in vielen Fällen nicht", sagte Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW), am Donnerstag in Schwerin. Er empfehle allen Interessierten, sich mit ihren Vermietern abzusprechen, um hohe Rückbaukosten zu vermeiden.

Mareike Hermann vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in Schwerin betont, dass dies nicht verpflichtend ist: "Eine Zustimmung durch die Vermieter ist nur bei Veränderungen am Bauwerk notwendig oder wenn im Mietvertrag untersagt ist, am Balkon etwas anzubringen". In der klassischen Version werde das Gerät einfach mittels einer Halterung an den Balkon geklemmt. Wie bei Installation und Betrieb werde auch bei der Versicherung unnötig Angst geschürt: "Natürlich ist der Aufsteller der Anlage dazu verpflichtet, sie ordnungsgemäß zu sichern - wie auch bei einem Sonnenschirm. Die normale Haftpflichtversicherung greift weiterhin."

Insgesamt zieht Hermann ein positives Fazit und lobt den Landeszuschuss in Mecklenburg-Vorpommern von bis zu 500 Euro. Gleiches gilt für die Beschränkung auf Mieter und Besitzer von Eigentumswohnungen. Die geringe Leistung zwischen 300 und 600 Megawatt trübt aus Sicht der Umweltschützer die Bilanz ebenfalls nicht, die Mini-Anlagen seien ein weiterer Baustein der Energiewende.

Auch die Politik steht weiter hinter dem Konzept. Laut Daniel Seiffert, umweltpolitischer Sprecher der Linksfraktion in Schwerin, hat die Justizministerkonferenz am Donnerstag Erleichterungen für den Anbau im Mietrecht vereinbart: "Es ist gut, dass Mecklenburg-Vorpommern dem Vorschlag Bayerns beigetreten ist. Energiesicherheit ist gegenwärtig das zentrale Thema. Die Installation von Mini-Photovoltaikanlagen kann dabei einen wichtigen Beitrag leisten."

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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