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Fassade renovieren mit dem richtigen Putz


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Richtigen Putz für die Fassadenrenovierung wählen

dpa-tmn, t-online, Katja Fischer; rw

Aktualisiert am 09.02.2017Lesedauer: 4 Min.
Fassade renovieren: Der richtige Putz ist ganz entscheidend.
Fassade renovieren: Der richtige Putz ist ganz entscheidend. (Quelle: Westend61/imago-images-bilder)
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Putzfassaden brauchen alle paar Jahre eine Auffrischung. Spätestens wenn sich schon Risse bilden oder der alte Putz schon von der Hauswand bröckelt, wird es Zeit. Doch zum Ausbessern und Neuverputzen darf man nicht einfach irgendeinen beliebigen Putz verwenden. Die Bandbreite unterschiedlicher Produkte ist groß und alle haben ihre eigenen Vor- und Nachteile. Missgriffe rächen sich meist schnell. Der neue Putz haftet nicht lange oder Moose und Flechten verunstalten die gerade erst renovierte Hauswand. Worauf man bei der Auswahl achten sollte.

Es ist ganz normal nach ein paar Jahren: Risse und Löcher ziehen sich durch die Fassade, die Farbe blättert ab und der Putz bröselt von der Hauswand. Frische Farbe verleiht ihr neue Attraktivität und steigert den Wert der Immobilie. Aber Hausbesitzer dürfen nicht einfach zu Spachtel und Kelle greifen, um frischen Putz aufzutragen. Vorher gilt es, gut zu recherchieren. Denn Putz ist nicht gleich Putz und Haus ist nicht gleich Haus.

Baustellenmörtel darf meist nicht mehr verwendet werden

Früher gab es den guten, alten Baustellenmörtel, der für fast jedes Gebäude verwendet wurde. "Er darf aber nicht mehr eingesetzt werden, außer für die Denkmalpflege", erklärt Heinz Held, Vorsitzender der Fachgruppe Putz im Bundesverband Farbe, Gestaltung, Bautenschutz in Frankfurt am Main. Aber es gibt viele Nachfolger: Der Bauherr hat die Auswahl zwischen verschiedenen Putzen aus unterschiedlichen Materialien.

Mineralische- und Kunstharz-Putze vertragen sich nicht gut

Grundsätzlich unterscheiden Fachleute zwischen mineralischen und Kunststoffputzen. In den meisten Fällen geeignet ist der mineralische Putz. "Er hat Eigenschaften, die das Gebäude gesund erhalten", sagt Ulrich Zink, Vorsitzender des Bundesarbeitskreises Altbausanierung in Berlin. "Weil er diffusionsoffen ist, puffert er sogar Schlagregen und gibt die Feuchtigkeit dann wieder an die Umwelt ab." Ökologisch bewusste Hausbesitzer greifen gerne auf alte Putzarten zurück. "Im Trend liegen Reinkalkputze und hydraulische Kalkputze", berichtet Branchenexperte Held. "Die sind ganz natürlich."

Auch Kunstharzputze werden häufig im Außenbereich verwendet, weil sie gut haften und ihr Farbton lange erhalten bleibt. "Allerdings platzen Putze mit Kunststoffanteil bei Feuchtigkeit gerne ab", warnt Zink. Vorsicht sei besonders dann geboten, wenn Kunstharzputz auf mineralischen Putz aufgetragen werden soll. "Die alte Schicht muss vorher unbedingt entfernt werden, sonst fällt der neue Putz schnell wieder runter", erklärt Zink. Die einzelnen Putze haben Vor- und Nachteile. Grobes Material hält gut, aber es bleibt auch mehr Schmutz daran hängen. Feinputz sieht hingegen glatter aus, neigt aber eher stärker zu Rissen.

Mineralische Putze oft anfällig für Flechten, Moos und Algen

"Oft wird mit neuartigen Eigenschaften geworben wie dem Lotuseffekt", erläutert Zink. "Aber was toll klingt, muss nicht für jeden Einsatzfall gut sein." So bewirke der Lotuseffekt, dass das Wasser von der Fassade abperlt. "Das erhöht zwar die Lebensdauer des Putzes, kann aber auch zur Verschmutzung der Fassade führen."

Die klimatischen Verhältnisse im Umfeld der Immobilien sind entscheidend für die Wahl des geeigneten Putzes. In feuchten Gegenden setzen mineralische Putze leicht Moos, Flechten und Algen an. Hier ist ein Silikat- oder Kunststoffputz oft die bessere Wahl. "Man muss auch immer den Untergrund der Fassade berücksichtigen", ergänzt Zink. Wer die Bauphysik nicht beachtet, riskiert mittel- und langfristig Schäden an der Außenhaut des Hauses.

Fassadenrenovierung und -dämmung miteinander koppeln

"Sind mehr als 25 Prozent des alten Putzes defekt, reicht das Ausbessern und Anstreichen nicht mehr", weiß Heinz Held. "Dann muss das ganze Haus wärmegedämmt und neu verputzt werden." Das sieht die Energieeinsparverordnung (EnEV) so vor. "Es gibt im Fachhandel verschiedene Wärmedämmverbundsysteme, bei denen Dämmmaterial, Kleber und Putz exakt aufeinander abgestimmt sind", erklärt Held. Der Nachteil: Die meisten Systeme sind mit 12 und 14 Zentimetern sehr dick. Bei Niedrigenergiehäusern können sie sogar eine Stärke von 24 bis 28 Zentimetern haben. Wer seinem Haus eine dünnere Hülle verpassen will, kann demnächst möglicherweise auf vier bis fünf Zentimeter dünne Vakuumplatten zurückgreifen. Diese sind allerdings noch in der Entwicklungsphase.

Auch wenn die alte Fassade zu weniger als 25 Prozent Schäden aufweist, sollten Bauherren eine Wärmedämmung in Erwägung ziehen, wenn sie ohnehin einen neuen Putz für ihr Haus planen. "Der Aufwand ist fast der gleiche", wirbt Eva Reinhold-Postina vom Verband Privater Bauherren (VPB) in Berlin. "Die Gerüste stehen, der alte Putz ist runter, und das Haus ist für die neue Außenhülle vorbereitet." Durch die Kopplung mit den ohnehin anstehenden Renovierungsarbeiten rentiert sich die Fassadendämmung viel schneller, weil nur die zusätzlichen Kosten ins Gewicht fallen. Für ein Wärmedämm-Verbundsystem auf Polysterol-Basis kann man mit Materialkosten von etwa 20 Euro pro Quadratmeter kalkulieren.

Allerdings wird dann aus einer einfachen Fassadenauffrischung gleich eine energetische Sanierung. "In diesem Fall sollte unbedingt ein Energieberater oder Altbauexperte zurate gezogen werden", empfiehlt VPB-Expertin Reinhold-Postina. "Denn wenn die Dämmung nicht exakt für das Gebäude geplant wird, droht ein Schimmelproblem." Auf der anderen Seite winken attraktive Fördermittel. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) unterstützt Sanierer bei ihrer Investition entweder mit einem Zuschuss oder einem besonders zinsgünstigen Darlehen.

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