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Carport aus Metall oder Holz: Vor- und Nachteile


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Metall oder Holz: Welches Material eignet sich für einen Carport am besten?

t-online, tl

Aktualisiert am 08.12.2020Lesedauer: 4 Min.
Carport
Carport: Achten Sie bei der Wahl des Materials auf die Umgebung. Der Bau sollte sich gut einfügen. (Quelle: blickwinkel/imago-images-bilder)
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Wer keine Garage möchte, kann sein Auto auch unter ein schützendes Carport stellen. Zunächst stellt sich die Frage nach dem geeigneten Material: Soll der Carport aus Metall oder Holz bestehen? Welche Vor- und Nachteile beide mit sich bringen, erfahren Sie im folgenden Vergleich.

Das Wichtigste im Überblick


  • Carport aus Metall: Ein Allrounder
  • Variante aus Holz: Für und Wider
  • Holzverkleidung
  • Vorteile von Metall und Holz im Vergleich
  • Materialkombination möglich

Der Carport bietet Ihrem Fahrzeug sowie Fahrrad, Mülltonnen und Gartenmöbeln ausreichend Schutz vor Regen, Sonne und herunterfallendem Laub. Vor der Anschaffung stellt sich jedoch die Frage, aus welchem Material Ihr Unterstellplatz am besten gebaut werden soll. Das ist nicht nur eine Frage der Kosten, sondern auch der Größe und des Aussehens.

Eine Orientierung bietet das Umfeld, in der der Carport stehen soll. Wählen Sie am besten Materialen und Formen so aus, dass sich Ihr Bau optimal in die Gegend integriert.

Baugenehmigung
In den meisten Bundesländern brauchen Sie für den Bau eines Carports eine Baugenehmigung. Sie wird vor Baubeginn bei der zuständigen Baubehörde beantragt.

Carport aus Metall: Ein Allrounder

Aluminium-Carport: Das Metall wiegt wenig und ist dabei sehr robust.
Aluminium-Carport: Das Metall wiegt wenig und ist dabei sehr robust. (Quelle: Kenny10/getty-images-bilder)
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Die Vorteile

Angesichts der hohen Preise fragen sich Verbraucher häufig, warum Sie einen Carport aus Stahl oder Aluminium kaufen sollten: Carports aus Metall sind eine gute Alternative zur Garage. Sie werden für gewöhnlich aus Aluminium oder rostfreiem Stahl angefertigt. Beide Materialien sind witterungsbeständig und lange haltbar – mitunter viele Jahrzehnte. Für die Pflege genügt eine gelegentliche Reinigung mit Wasser. Zudem sind beide Metalle stabil und tragen große Schneelasten.

Ein weiteres Plus: Carports aus Aluminium sind besonders leicht und mit entsprechenden Beschichtungen farblich individuell gestaltbar. Mittlerweile bieten viele Hersteller ihre Carports mit der gewünschten Pulverbeschichtungen an – demnach sind prinzipiell sämtliche RAL-Farben möglich. Sie müssen Ihren Carport nach dem Aufbau also nicht erst in Ihrer Wunschfarbe lackieren.

Die Nachteile

Kostengünstig ist ein Carport aus Metall allerdings nicht: So liegen die Modelle preislich teilweise bei mehreren tausend Euro – je nach Verarbeitung, Stabilität, Größe und Extras. An Kosten sparen können Sie, wenn Sie Ihren Carport aus Metall selbst bauen. Ein Bausatz für einen Unterstand aus Metall ist ab 900 Euro, die Varianten aus Aluminium sind ab 1.500 Euro erhältlich.

Ein weiterer Nachteil bei Carports aus Metall ist, dass diese nur mit Unterstützung einer anderen Person aufgebaut werden können, da die Träger und Balken sehr schwer sind. Auch sollte Sie die Statik genau berechnen – ein herunter- oder umfallender Metallpfahl kann starke Schäden anrichten.

Obwohl die Oberflächen von Aluminium und Stahl meist so behandelt sind, dass sie nicht rosten, sollten Sie Ihren Carport aus Metall dennoch regelmäßig auf Rost überprüfen, denn dieser kann sich schnell verbreiten und das Material beschädigen.

Metallsorten
Für einen robusten Carport aus Metall eignen sich Stahl oder Aluminium. Aluminium ist im Gegensatz zu Stahl wartungsarmer. Stahlkonstruktionen eignen sich vor allem dann, wenn Sie das Carportdach begrünen möchten.

Eine gute Alternative bieten auch Modelle aus einer Kombination von Stahl und Aluminium. Dadurch erhalten Sie die besten Eigenschaften beider Materialien.

Variante aus Holz: Für und Wider

Die Vorteile

Wer stattdessen bei der Autoüberdachung auf ein natürliches Material wie Holz setzen möchte, hat in erster Linie einen preislichen Vorteil, denn ein Unterstand aus Holz ist oft günstiger als ein Carport aus Metall: Bereits ab 200 Euro sind sehr einfache Bausätze im Handel erhältlich. Robustere Varianten erhalten Sie ab 400 Euro. Achten Sie bei Ihrer Wahl vor allem auf die Stabilität. Sind die Stelzen des Carports ausreichend dick? Bleibt das Carport auch stehen, falls eine Stütze gegebenenfalls umgefahren oder beschädigt wird?

Positiv ist auch, dass Holz besonders wandelbar ist. Dadurch haben Sie in der Regel eine große Auswahl an Farben und Formen.

Die Nachteile

Im Gegensatz zu Aluminium oder Stahl ist ein Carport aus Holz sehr witterungsanfällig und bedarf einer intensiven Pflege. Es gibt Modelle, die speziell behandelt sind und beispielsweise über eine Kesseldruckimprägnierung verfügen, die vor Schimmelbildung und Insektenbefall schützt.

Neben regelmäßiger Pflege – beispielsweise einem Anstrich mit einer Holzschutzlasur inklusive UV-Filter – ist auch die Konstruktion ein wichtiger Faktor: Der Carport sollte möglichst so konstruiert sein, dass Regenwasser ungehindert abfließen kann und sich nirgendwo staut. Werden alle Faktoren beachtet, können Carports aus Holz bis zu 40 Jahre halten.

Beachten Sie beim Kauf eines Holzcarports unbedingt die zulässige Schneelast. 85 Kilogramm pro Quadratmeter sollten hier das Minimum sein – in einer schneereichen Gegend wesentlich mehr. Informieren Sie sich bei Unsicherheit am besten bei einem Fachmann.

Holzsorten
Für einen Carport aus Holz ist Lärchenholz am besten geeignet. Aber auch andere Nadelhölzer können Sie verwenden. Holzsorten wie Fichte und Lärche enthalten viel Harz und sind dadurch resistenter gegen Pilze und Witterungen.

Holzverkleidung

Carport aus Holz: Seitenwände schützen Ihr Fahrzeug sowie Ihre Mülltonnen zusätzlich vor Witteruntsbedingungen.
Carport aus Holz: Seitenwände schützen Ihr Fahrzeug sowie Ihre Mülltonnen zusätzlich vor Witteruntsbedingungen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images-bilder)

Zusätzliche Seitenwände für Ihren Carport sind besonders dann sinnvoll, wenn der Stellplatz witterungsanfällig ist und das darunter stehende Fahrzeug zusätzlichen Schutz braucht. Eine Holzverkleidung kann aber auch als Sichtschutz genutzt werden. Unerwünschte, neugierige Blicke, was Sie unter Ihrem Carport lagern, können dadurch eingedämmt werden.

Wie auch der Bau eines Carports benötigt die Verkleidung unter Umständen eine Baugenehmigung. Auch wenn zuvor eine Erlaubnis für die Überdachung ausgestellt wurde, muss diese vor den Umbaumaßnahmen aktualisiert werden – durch die Seitenverkleidung fällt der Carport in die Kategorie Garage.

Als Materialien für Wände eignen sich sowohl Holz als auch Kunststoff, Metall und Steine. Holz, Kunststoff und Metall können Sie entweder als geschlossene Wand oder als offene Lattenkonstruktion mit etwas Abstand zwischen den einzelnen Brettern montieren. Letztere Variante hat den Vorteil, dass sie lichtdurchlässiger ist und der Carport-Innenraum heller ist. Als Wandverkleidung aus Stein eignen sich Gabione.

Vorteile von Metall und Holz im Vergleich

Aluminium Stahl Holz
leicht widerstandsfähig geringe Anschaffungskosten
fest sehr hart leicht zu verarbeiten
gute Rostbeständigkeit hohe Traglast individuell gestaltbar
hohe Witterungsbeständigkeit moderne Optik warme Optik
hohe Traglast
resistent gegen Schädlings- und Pilzbefall
hohe Lebensdauer
moderne Optik

Nachteile von Metall und Holz im Vergleich

Aluminium Stahl Holz
sehr hohe Anschaffungskosten hohe Anschaffungskosten pflegeintensiv
hohes Gewicht witterungsanfällig
Witterungsbeständigkeit ist abhängig von der Stahlsorte und Behandlung geringe Traglast
geringere Rostbeständigkeit anfällig für Schädlings- und Pilzbefall
schwer zu bearbeiten
kaum individuell gestaltbar

Materialkombination möglich

Wenn Sie die Vorteile der beiden Materialen miteinander kombinieren möchten, ist das auch möglich. Das Carport-Dach könnte aus Holz, das Gestell aus Metall sein.

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Verwendete Quellen
  • eigene Recherche
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