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Heizung entlüften: Tipps wie Sie den Heizkörper entlüften

Richtig entlüften  

Wenn die Heizung gluckert oder kalt bleibt

21.11.2018, 11:45 Uhr | sj, dpa-tmn, t-online.de

Screenshot: diybook
Heizung entlüften und Heizwasser nachfüllen

Wenn der Druck im Heizkreislauf zu niedrig ist, fehlt Wasser. Worauf Sie beim Nachfüllen achten müssen und wie man die Heizung dann entlüftet.

Heizung entlüften und Heizwasser nachfüllen


Wenn der Heizkörper nur lauwarm wird oder gluckert, liegt es oft nur an Kleinigkeiten wie Luft im System. Auch ein klemmendes Thermostat lässt sich mit ein wenig Geschick und dem richtigen Werkzeug selbst reparieren. 

Wann muss ich meinen Heizkörper entlüften?

Luft im Heizkörper macht sich durch gluckernde Geräusche bemerkbar. Außerdem erkennen Sie Luft im Heizkörper daran, dass er trotz voll aufgedrehtem Thermostat im oberen Bereich nicht richtig warm wird. Luft im Heizkörper verhindert, dass sich das zum Aufheizen benötigte Wasser optimal verteilt. Der Heizkörper wird nicht warm und Energie wird unnötig verschwendet.

Darf nur der Vermieter die Heizung entlüften?

Kleine Instandsetzungsmaßnahmen können Hausbesitzer und Mieter selbst durchführen. Beispielsweise wenn Luft in den Heizkörpern ist. Das Entlüften ist dabei nicht ausschließlich Sache des Vermieters, erläutert der Deutsche Mieterbund. Bei Bedarf dürfen Mieter ihre Heizkörper selbst entlüften. Eine vorherige Mitteilung an den Eigentümer oder Verwalter ist nicht erforderlich. 

Was ist vor dem Entlüften zu tun?

Bevor Sie die Heizung entlüften, sollten Sie die Umwälzpumpe abstellen. Danach wird der Wasserdruck an der Heizungsanlage überprüft. Ist dieser zu niedrig, muss Heizungswasser nachgefüllt werden.

Der optimale Wasserdruck wird am Manometer meistens durch eine grüne Kennzeichnung angezeigt – der maximale Befülldruck durch eine rote Nadel. Ist der Wasserstand zu gering, wird ein Schlauch an das Einlassventil angeschlossen. 

Werkzeug
Zum Entlüften benötigen Sie
• einen Ventilschlüssel oder eine Zange
• eine Schüssel
• einen Lappen

Wie entlüfte ich meinen Heizkörper?

Zum Entlüften brauchen Sie eine Zange oder einen Vierkantschlüssel. Damit wird das Entlüftungsventil an der Endverschraubung oben rechts oder links am Heizkörper umgedreht.

Umwickeln Sie das Ventil mit einem Lappen. Halten Sie ein Schälchen zum Auffangen des Wassers parat, da beim Entlüften auch Wasser austreten kann. Sobald keine Luft mehr entweicht, sondern lediglich etwas Wasser austritt, können Sie das Ventil wieder schließen. 

Kann ich den Heizkörper automatisch entlüften?

Wenn Sie nicht selbst die Kraft zum Aufdrehen des Ventils aufbringen wollen oder können, sollte einen automatischen Entlüfter nutzen. Diese Vorrichtung wird anstelle eines klassischen Entlüfters in die Heizkörper eingeschraubt. Kommt Luft in die Gefäße, kann diese umgehend entweichen. Auch das Gluckern hört auf.

Der Nachteil dieser Geräte ist, dass bei einem defektem Ausdehnungsgefäß oder zu geringem Wasserstand der Heizkörper erst recht Geräusche von sich gibt.

Trotz Entlüften bleibt die Heizung kalt – was ist der Grund?

Bleibt der Heizkörper trotzdem kalt, kann es sein, dass der Vermieter die Anlage noch nicht angestellt hat. Erst im Herbst muss der Vermieter die Anlage einschalten. Landläufig gilt die Zeit vom 1. Oktober bis 31. März als Heizsaison. Im Mietvertrag kann jedoch auch ein früherer Beginn der Heizperiode und längere Dauer angegeben sein. 

Der Vermieter ist darüber hinaus verpflichtet, die Heizung rechtzeitig anzustellen. Die Temperatur in der Wohnung darf nicht unter 18 Grad fallen. Tut sie das, darf die Miete gekürzt werden, erläutert der Mietverein München. Die Verpflichtung gelte jedoch nicht rund um die Uhr: Es sei ausreichend, wenn die Räume von 6 Uhr bis 23 Uhr geheizt werden können. Nachts reiche eine Zimmertemperatur von 18 Grad aus, erläutert der Mietverein weiter.

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Wann sollte der Thermostat repariert werden?

Wird ein Heizkörper trotz des Entlüftens nicht warm, kann das Problem beim Thermostatventil liegen. Mechanische Thermostate bestehen aus einem abnehmbaren Thermostatkopf und einem fest installierten Ventilunterteil, der Stopfbuchse. Funktioniert die Heizung trotz Entlüften und Drehen am Thermostat nicht, kann sich der Ventilstift in der Stopfbuchse durch Ablagerungen festgesetzt haben. Der Thermostatkopf sollte dann abgenommen und der dann sichtbare Stift vorsichtig mit einer Zange gefasst werden. Wenn Sie anschließend den Stift mehrfach vor- und zurückschieben, sollte er sich nach kurzer Zeit leicht bewegen lassen.

Zusätzlich kann noch etwas Öl helfen, damit der Stift besser gleitet. Achten Sie jedoch darauf, dass dieses nicht mit den Dichtungen in Berührung kommt.

Thermostatkopf erneuern

Sitzt der Ventilstift so fest, dass er sich nicht reparieren lässt oder verkeilt er sich nach wenigen Tagen erneut, sollte der Ventileinsatz ausgewechselt werden. Denn der Kopf des Thermostatventils kann ebenfalls defekt sein. In diesem Fall sollte auch er ausgetauscht oder das komplette Thermostatventil erneuert werden. Das Ventilunterteil bleibt dabei häufig erhalten. Sie müssen jedoch auf das richtige Ersatzteil achten. Im Fachhandel werden zwei unterschiedliche Thermostatköpfe mit zwei Befestigungsarten angeboten: Schnappanschluss oder Schraubmutter. Es ist ratsam, den alten Thermostatkopf mitzunehmen oder diesen von allen Seiten abzufotografieren und auszumessen, damit Sie nicht das falsche Ersatzteil besorgen.

Wer ein neues Thermostatventil kauft, sollte möglichst zur elektronischen Variante greifen. Auch wenn die Geräte in der Anschaffung etwas teurer sind, lässt sich auf Dauer Geld sparen. Die günstigsten Ausführungen gibt es sogar schon für unter 20 Euro.

Die Raumtemperatur lässt sich mit den elektronischen Ventilen zu bestimmten Uhrzeiten hoch- oder herunterregeln. Dadurch wird weniger Energie verbraucht, wenn keiner zu Hause ist. Besonders in Eigentums- und Mietwohnungen in Mehrfamilienhäusern lässt sich der Heizungsverbrauch so an die individuellen Benutzergewohnheiten anpassen.

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Wann sollte ich meinen Heizkörper reparieren?

Wenn beim Kontrollieren der Heizung Roststellen zu sehen sind, sollte der Heizkörper entrostet und neu lackiert werden. Denn aus kleinen rostigen Stellen können mit der Zeit Löcher entstehen, aus denen schließlich das Wasser auf den Boden tropft.

Roststellen können am besten mit Schleifpapier entfernt werden. Schleifen Sie die Stelle so lange ab, bis sie metallisch glänzt. Danach wird der Heizkörper mit Seifenlauge entfettet und gesäubert. Zum Lackieren muss der Heizkörper kalt sein, deshalb ist das Streichen vor der Heizperiode ratsam. Nutzen Sie zudem einen hitzebeständigen, umweltfreundlichen Heizungslack auf Acryl-Basis.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
  • eigene Recherche


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