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Feinstaubbelastung durch Kamine und Co.

t-online, rw, Simone Andrea Mayer, dpa

Aktualisiert am 06.03.2018Lesedauer: 3 Min.
Wie giftig ist ein Kaminfeuer?
Wie giftig ist ein Kaminfeuer? (Quelle: imago/Rainer Weisflog)
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Gemeinhin gelten Autos als die Feinstaubschleudern schlechthin. Zahlreiche Städte mussten deshalb sogar Umweltzonen einrichten. Laut Umweltbundesamt (UBA) sind Autos jedoch nicht die einzigen Übeltäter.

Demnach ist mancherorts der größte Anteil der Feinstaubbelastung nicht auf den Straßenverkehr, sondern auf Holzfeuerungen wie Kaminöfen, Kamine und Holzheizungen zurückzuführen. "Vor allem die wachsende Zahl der Holzfeuerungen wirkt sich negativ auf die Feinstaubbelastung aus", sagt UBA-Präsidentin Maria Krautzberger.

Insbesondere in den Wintermonaten könne der Anteil der Holzfeuerungen an der gesamten Feinstaubbelastung bis zu 25 Prozent betragen. "Die Emissionen aus Holzheizungen übersteigen damit mittlerweile die Feinstaubmengen, die aus den Abgasen des Straßenverkehrs stammen." Laut dem UBA-Papier werde mittlerweile in mehr als einem Viertel aller deutschen Haushalte Holz verfeuert.

Immer nur trockenes Holz verheizen

Die meiste Belastung gehe von Einzelraumfeuerungen, unter anderem Kaminöfen aus, heißt es in der Analyse. Um die Feinstaubemissionen so gering wie möglich zu halten, ist es wichtig, dass nur naturbelassenes und ausreichend trockenes Holz verbrannt wird. Wie die Stiftung Warentest ermittelt hat, verdoppelt sich der Feinstaub-Ausstoß beim Verbrennen von Holz mit einer Restfeuchte von 25 Prozent im Vergleich zu Brennholz mit nur 14 Prozent Restfeuchte.

Ideal ist eine Holzfeuchte deutlich unter 20 Prozent. Gesetzlich sind bis zu 25 Prozent erlaubt. Ob der Brennstoff ausreichend trocken ist, kann man mit einem günstigen Holzfeuchtemessegerät ermitteln. Es kostet nur ein paar Euro und ist ein unverzichtbares Zubehör für jeden Kaminofen-Besitzer – zumal feuchtes Holz einen viel geringeren Heizwert hat. Es ist also nicht nur im ökologischen, sondern auch im ureigenen wirtschaftlichen Interesse, nur trockenes Holz zu verheizen.

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Viele alte Öfen heizen unsauber

Seit der zum 1. Januar in Kraft getretenen Novelle der Ersten Bundes-Immissionsschutzverordnung (1. BImSchV) gibt es mittlerweile auch eine Umrüst- oder Austauschpflicht für alte Kamin- und Kachelöfen. Gerade unter den alten Öfen finden sich so manche Stinker. Schrittweise müssen nun bis 2024 alle Kamin- und Kachelöfen mit einem Feinstaubausstoß von über 0,15 Gramm pro Kubikmeter (g/m³) und Kohlenmonoxid-Emissionen von mehr als 4 g/m3 außer Betrieb genommen oder mit einem speziellen Filter nachgerüstet werden. Die größten Luftverpester werden also nun nach und nach aus dem Verkehr gezogen.

Feinstaubbelastung durch Öfen

Der Schornstein

Auch die Pflege des Ofens hat Einfluss auf den Emissionsausstoß. Dieser wird zum Beispiel höher, wenn sich im Ofenrohr sowie im Schornstein eine Rußschicht festsetzt, erklärt der Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks in St. Augustin bei Bonn. Daher ist die regelmäßige Wartung wichtig.

Das Anzünden

Auch falsche Handhabung der Öfen kann für Feinstaub in Wohnräumen verantwortlich sein – und nicht zu knapp. So gibt die Deutsche Umwelthilfe an, dass ein Kaminofen durchschnittlich 100 Milligramm pro Kubikmeter Feinstaub ausstößt. Wird ein alter Ofen mit einfacher Technik auch noch falsch betrieben, kann der Wert mehr als 5000 Milligramm pro Kubikmeter betragen.

Warum? Brennt das Holz am Anfang zu langsam ab, gibt es vergleichsweise viele unverbrannte Kleinstoffe in die Luft ab. Daher gilt meist der Tipp, das Holz von oben anzuzünden. So rät der Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks, ganz unten in den Brennraum zwei bis drei Holzscheite zu legen. Oben drauf kommen ein Anzünder sowie mehrere zum Gitter gelegte Anzündhölzer. Diese brennen schnell an, da sie dünner und meist auch aus Weichholz sind.

Für eine saubere Verbrennung brauchen die Flammen ausreichend Sauerstoff. Erst wenn das Holz im Ofen gut brennt, sollte die Luftzufuhr soweit verringert werden, wie es in der Anleitung des Ofenbauers steht.

Umweltfreundlich heizen mit Holz

Moderne Kaminöfen halten die Grenzwerte spielend ein und unterschreiten die zulässigen Grenzwerte oft sogar deutlich. Sie stoßen zwar immer noch mehr Feinstaub aus, als es moderne Öl- oder Gasheizungen tun. Dementgegen steht allerdings, dass Holz ein praktisch klimaneutraler Heizstoff ist. Bei seiner Verbrennung wird lediglich die Menge CO2 freigesetzt, die zuvor im Holz gebunden war. Außerdem zählt Holz als nachwachsender Rohstoff zu den regenerativen Energiequellen.

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  • Jennifer Buchholz
Von Jennifer Buchholz
Stiftung Warentest

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