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Wärmepumpe Kosten: Mit diesen Investitionen müssen Sie rechnen


Welche versteckten Kosten lauern?
Wärmepumpe: So viel kosten Sie Heizung und Wasser

  • Jennifer Buchholz
Von Jennifer Buchholz

Aktualisiert am 30.12.2022Lesedauer: 3 Min.
Qualitativ geprüfter Inhalt
Qualitativ geprüfter Inhalt

Für diesen Beitrag haben wir alle relevanten Fakten sorgfältig recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

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Luftwärmepumpe: Das Heizsystem benötigt Strom, damit es läuft.Vergrößern des Bildes
Luftwärmepumpe: Das Heizsystem benötigt Strom, damit es läuft. (Quelle: KangeStudio/getty-images-bilder)

Mit Wärmepumpen sollen Verbraucher ihr Haus wesentlich günstiger beheizen können als mit einer Öl- oder Gasheizung. Stimmt das? Sind Wärmepumpen wirklich so günstig? Welche versteckten Kosten lauern?

Laut dem Heizspiegel liegen die jährlichen Kosten für das Heizen mit einer Wärmeheizpumpe bei 1.280 Euro – für ein Ein- oder Zweifamilienhaus. Das ist noch immer deutlich günstiger als das Heizen mit fossilen Brennstoffen wie Erdgas, Flüssiggas oder Erdöl, und natürlich auch wesentlich besser für die Umwelt.

Wie setzen sich die Kosten zusammen? Und welche Fallstricke gibt es bei diesem genannten Jahresdurchschnittsbetrag?

Kosten für die Anschaffung und den Einbau der Wärmepumpe

Je nach Modell fallen unterschiedlich hohe Kosten für die Anschaffung des Geräts sowie die Erschließung der Wärmequelle an.

  • Luft-Luft-Wärmepumpe: 5.000 bis 10.000 Euro
    zzgl. Erschließungskosten zwischen 500 und 2.000 Euro
  • Luft-Wasser-Wärmepumpe: 4.000 bis 12.000 Euro
    zzgl. Erschließungskosten zwischen 2.000 und 6.000 Euro
  • Erdwärmepumpe mit Erdkollektoren: 5.000 bis 12.000 Euro
    zzgl. Erschließungskosten zwischen 2.000 und 5.000 Euro
  • Erdwärmepumpe mit Erdsonden: 5.000 bis 12.000 Euro
    zzgl. Erschließungskosten zwischen 3.000 und 8.000 Euro.
  • Grundwasserwärmepumpe / Wasser-Wasser-Wärmepumpe: 9.000 bis 12.000 Euro zzgl. Erschließungskosten zwischen 4.000 und 7.000 Euro

Das Gute: Tauschen Sie Ihre Öl- oder Gasheizung gegen eine Wärmepumpe aus, sind staatliche Zuschüsse von bis zu 45 Prozent möglich. Welche Kosten dann auf Sie zukommen und ob sich die Maßnahmen für Sie lohnen, erfahren Sie hier.

Wie groß sollte Ihre Wärmepumpe sein?

Je nachdem, wie groß Ihr Haus ist und wie Ihre Heizgewohnheiten sind, sollte die Heizleistung der Wärmepumpe entsprechend ausfallen. Als Faustregel können Sie mit 0,015 bis 0,05 Kilowatt pro Quadratmeter rechnen. Darin nicht enthalten sind die Leistungen für die Warmwasseraufbereitung.

Stromkosten für die Wärmepumpe

Für den Betrieb der Wärmepumpe wird Strom benötigt. Wie hoch der Verbrauch ist, hängt sowohl von der Größe beziehungsweise der Leistung der Wärmepumpe als auch von der verwendeten Technik, der Gebäudedämmung und dem vorhandenen Heizsystem ab.

Normalerweise zieht die Wärmepumpe 1/5 ihrer Energie aus dem Stromnetz – elektrischer Strom – und 4/5 aus der Umgebungswärme. Die Stromkosten für diese Heizart sind daher relativ gering.

Es werden oft zwischen 400 und 1.200 Euro an Stromkosten für den Betrieb der Wärmepumpe genannt. Dabei handelt es sich jedoch um Verbrauchszahlen, die unter optimalen Bedingungen gemessen wurden. Sie werden aus dem Strompreis je kWh geteilt durch die Jahresarbeitszahl der Wärmepumpe ermittelt.

Generell liegt die Jahresarbeitszahl (JAZ) der einzelnen Modelle bei

  • Lufwärmepumpen: 2,8 JAZ fürs Heizen, 2,4 JAZ für die Warmwasseraufbereitung
  • Erdwärmepumpen: 4,00 JAZ fürs Heizen, 3,8 JAZ für die Wamwasseraufbereitung
  • Grundwasserwärmepumpen: 4,8 JAZ fürs Heizen, 4,5 JAZ für die Warmwasseraufbereitung

Tipp
Wenn Sie ein Hybrid-Modell wählen – beispielsweise eine Wärmepumpe, die ihre Energie unter anderem über Sonnenkollektoren erhält – können Sie die Stromkosten senken.

Der Bundesverband Wärmepumpe e. V. bietet einen JAZ-Rechner an, mit dem die Jahresarbeitszahl der Wärmepumpe zwar nicht exakt ausgerechnet, aber zumindest geschätzt werden kann. So können Sie erfahren, welche Stromkosten in etwa auf Sie zukommen.

Info
Einige Stromversorger bieten einen speziellen Wärmepumpentarif an. Hier ist der Centpreis pro Kilowattstunde (kWh) deutlich geringer. Dann benötigt die Wärmepumpe allerdings einen eigenen Stromzähler, der zusätzlich Geld kosten kann.

Weitere Kosten

Eine Wärmepumpe muss regelmäßig gewartet werden. Die Überprüfung sollte einmal in Jahr – mindestens aber alle zwei Jahre – erfolgen. Pro Wartung sind mit 150 Euro – inklusive Material – zu rechnen. Je länger Sie mit der Wartung warten, desto höher können die Kosten ausfallen, da Mängel unter Umständen zu spät erkannt werden und Folgeschäden drohen, deren Reparatur noch teurer ist.,

Teilweise können zusätzlich Kosten für eine Versicherung sowie die Installation eines speziellen Stromzählers anfallen.

Darüber hinaus kann es sein, dass Sie noch einen Wärmepufferspeicher benötigen. Dieser schlägt mit bis zu 2.000 Euro zu Buche.

Verwendete Quellen
  • Bundesverband Wärmepumpe e.V.
  • Ihre Wärmepumpe
  • co2online
  • Heizsparer
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