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Strom: So teuer ist das Aufbacken einer Tiefkühlpizza


Hohe Strompreise: So teuer ist das Aufbacken der TK-Pizza


Aktualisiert am 31.01.2024Lesedauer: 3 Min.
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Für diesen Beitrag haben wir alle relevanten Fakten sorgfältig recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

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Pizza: Wer eine Tiefkühlpizza im Ofen aufbackt, verbraucht bis zu 2 kWh an Energie.(Symbolbild)Vergrößern des Bildes
Pizza: Wer eine Tiefkühlpizza im Ofen aufbackt, verbraucht bis zu 2 kWh an Energie.(Symbolbild) (Quelle: rjlerich/getty-images-bilder)

Im Alltag muss es manchmal die TK-Pizza statt des Besuchs beim Italiener sein. Aber wissen Sie auch, wie viel Stromkosten durch ihre Zubereitung anfallen?

Das Wichtigste im Überblick


Während Ihre Lieblingsserie läuft, wollen Sie genüsslich eine Pizza essen und heizen den Backofen vor. Da die Episode gerade jedoch so spannend ist, bleiben Sie vor dem Bildschirm sitzen und vergessen, die mittlerweile aufgetaute Pizza in den seit zehn Minuten auf Betriebstemperatur laufenden Ofen zu schieben. Ab und an sicherlich kein Problem, doch diese Kleinigkeiten können sich schnell summieren – das schlägt sich auch in der Stromrechnung nieder. Doch wie viel Geld geht durch diese kleine Unaufmerksamkeit drauf? Und gibt es günstigere Alternativen, eine Pizza zuzubereiten?

Elektrobackofen

Elektrobacköfen haben je nach Alter, Fassungsvermögen und Programmeinstellung unterschiedliche Verbrauchswerte. Bei kleinen, modernen Geräten liegt er bei etwa 0,35 kWh (Kilowattstunde). Ältere und größere Modelle können bis zu 1,5 kWh verbrauchen. Für den Vergleich gehen wir von einem mittelalten Elektrobackofen in Standardgröße aus. Dabei wird die Pizza mit Ober- und Unterhitze und bei 220 Grad Celsius zubereitet. Der Verbrauch pro Backzyklus liegt durchschnittlich bei 680 Wh (Wattstunde). Das wären 22 Cent pro Backzyklus.

Im Vergleich dazu

  • Umluft ohne Vorheizen: etwa 17 Cent
  • Umluft mit Vorheizen: etwa 18 Cent
  • Ober- und Unterhitze ohne Vorheizen: etwa 20 Cent.

Mit diesem Wissen können Sie die Kosten durch ein paar Tricks verringern: Bei TK-Pizza auf das Vorheizen zu verzichten und Umluft statt Ober- und Unterhitze zu verwenden, senkt die Stromkosten bereits deutlich. Das bestätigt auch eine Studie der Swiss Alpine Laboratories for Testing of Energy Efficiency.

Mikrowelle

Tatsächlich können Sie eine Fertigpizza auch in der Mikrowelle zubereiten. Allerdings nur, wenn es sich hierbei um ein Kombigerät – also entweder eine Mikrowelle mit Grillfunktion oder mit Heißluft- beziehungsweise Umluftfunktion handelt. Das dauert in unserem Versuch mit einem 2.200 Watt starken Mikrowellenofen sechs bis sieben Minuten. So ergeben sich für das Aufbacken einer Pizza Stromkosten in Höhe von sieben Cent.

Minibackofen

Minibacköfen können ein geeigneter Ersatz für einen Elektrobackofen sein. Sie sind vor allem für Haushalte geeignet, die lediglich kleinere Gerichte backen, schmoren oder aufwärmen – also ideal für Pizzen oder Aufbackbrötchen. Die meisten Modelle haben eine durchschnittliche Leistung von 1.500 Watt. Pizzen sind, dank der im Vergleich zu einem Einbaubackofen geringeren Zeit zum Vorheizen, schneller fertig. Nach rund zehn Minuten sind die meisten fertig – je nach Größe und Belag. Bereiten Sie Pizzen im Minibackofen zu, kostet das etwa sieben Cent an Strom.

Wie wurde gerechnet?

Mit den Formeln "Elektrische Leistung (in Watt) * Zeit (in Stunden) = Elektrische Arbeit (in kWh)" und "Elektrische Arbeit (in kWh) * Strompreis (in Euro) = Kosten (in Euro)" können Sie die Stromkosten ermitteln.

Wir haben mit einem Strompreis von 32 Cent pro Kilowattstunde (kWh) gerechnet. Die Haushaltsgeräte in der Beispielrechnung sind fünf bis sieben Jahre alt und haben die (veraltete) Energieeffizienzklasse A. Zudem hat die Tiefkühlpizza bereits Zimmertemperatur und muss nicht noch im Gerät auftauen.

Achtung: Einige Geräte brauchen besonders am Anfang mehr Leistung, bis sie ihre Betriebstemperatur erreicht haben. Dann reduziert sich allerdings der Verbrauch. Das wurde bei dem Versuch berücksichtigt. Für die Rechnung wurde mit einem Strommessgerät getestet und mit Ergebnissen aus Studien und anderen Tests gearbeitet.

Verwendete Quellen
  • Eigene Recherche
  • Sanier "Stromverbrauch berechnen"
  • Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen (NRW) e. V.
  • Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz e. V.
  • S.A.L.T. "Energieeffizienz von Kochmethoden"
  • Süddeutsche Zeitung: "Dem Cent nachgeschaut"
  • Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
  • Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz: "Beim Backen den Stromverbrauch im Blick haben"
  • co2online: Stromverbrauch beim Staubsauger
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