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Warmwasser von 60 auf 50 Grad senken? | Geld sparen


Warmwasser: 50 oder 60 Grad? Was wirklich besser ist


Aktualisiert am 01.12.2023Lesedauer: 2 Min.
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Leitungswasser: Es gibt eine Mindesttemperatur für Warmwasser.Vergrößern des Bildes
Leitungswasser: Es gibt eine Mindesttemperatur für Warmwasser. (Quelle: nikkytok/getty-images-bilder)

Um Energiekosten zu reduzieren, ist eine Absenkung der Warmwassertemperatur sinnvoll. Aber Achtung: Wer zu viel sparen möchte, gefährdet seine Gesundheit.

Möglichst viel Gas und allgemein Energie sparen: Das ist für viele Verbraucher angesichts der Energiepreise und drohender Gasknappheit aktuell wichtiger denn je. Neben dem Absenken der Heiztemperatur lohnt es sich auch, die Warmwassertemperatur zu reduzieren. Diese liegt in der Regel bei über 60 Grad Celsius. In einigen Energiespar-Foren wird allerdings empfohlen, die Warmwassertemperatur von 60 auf 50 Grad Celsius zu senken. Ist das ratsam?

Mindesttemperatur beim Warmwasser: Das ist der Grund

Eine gewisse Mindesttemperatur beim Warmwasser hat einen Grund: Legionellen. Die Bakterien (meist weniger als eine koloniebildende Einheit pro Liter) kommen von Natur aus in Gewässern vor – somit auch im Grundwasser, das für das Trinkwasser verwendet wird. In der Regel sind Legionellen im Wasser ungefährlich. Außer, ihre Anzahl ist deutlich erhöht. Das kann der Fall sein, wenn die Wassertemperatur zwischen 25 und 45 Grad Celsius liegt, erklärt das Robert Koch-Institut (RKI). Das seien die idealen Wachstumsbedingungen für die Bakterien. "Bei Wassertemperaturen oberhalb von 55 Grad Celsius wird das Legionellenwachstum wirksam gehemmt, bis es oberhalb von 60 Grad Celsius schließlich zum Absterben der Keime kommt."

In Deutschland hat das Grundwasser eine Temperatur von unter 15 Grad Celsius. Auch hier haben Legionellen eher eine geringe Chance, sich zu vermehren.

Info
Bei Wassertemperaturen zwischen 15 und 25 Grad Celsius sowie 45 und 55 Grad Celsius fühlen sich Legionellen ebenfalls wohl und sind aktiv. Sie vermehren sich dann nur nicht mehr so stark.

Wie kann es zu einer Legionelleninfektion kommen?

Zu einer Legionellenerkrankung kann es kommen, wenn Sie das infizierte Wasser trinken – Symptome sind Husten, Kopf- und Gliederschmerzen, Durchfall oder Fieber. Aber auch das Einatmen des legionellenhaltigen Wasserstaubs beim Duschen kann zu einer Legionelleninfektion führen, die sich dann zu einer Lungenentzündung (Legionärskrankheit) entwickeln kann.

Warmwasser: 50 oder 60 Grad?

Sowohl das Umweltbundesamt (UBA) als auch das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit Bayern (LGL) und der Deutsche Verein des Gas- und Wasserfaches (DVGW) raten dazu, die Warmwassertemperatur bei mindestens 60 Grad Celsius "am Austritt des Trinkwassererwärmers" zu belassen, damit es nicht zu einem Legionellenwachstum kommen kann. Innerhalb des Leitungssystems sollte das Trinkwasser 55 Grad Celsius nicht unterschreiten.

Wer seine Energiekosten senken möchte, sollte nicht die Warmwassertemperatur senken, sondern lieber wassersparende Armaturen verwenden, eine Zeitschaltuhr für die Warmwasserbereitung nutzen oder die Zirkulationspumpe modernisieren.

Verwendete Quellen
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