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Koniferen verschneiden und pflegen: Das ist zu beachten

Ob als Hecke oder einzeln  

Koniferen sind die immergrünen Stars im Garten

18.02.2020, 06:43 Uhr | nb, t-online, ron

Koniferen verschneiden und pflegen: Das ist zu beachten. Kugelscheinzypresse: In Kugelform geschnittene Koniferen sind markante Gestalten, die wenig Platz brauchen und ein echter Hingucker sind. (Quelle: imago images/blickwinkel)

Kugelscheinzypresse: In Kugelform geschnittene Koniferen sind markante Gestalten, die wenig Platz brauchen und ein echter Hingucker sind. (Quelle: blickwinkel/imago images)

Lebensbaum, Wacholder, Eibe: Immergrüne Koniferen setzen das ganze Jahr farbliche Akzente im Garten. Zudem haben sie sich als Sichtschutz bewährt. Das sollten Sie bei Pflanzung und Pflege beachten.

Die charakterstarken Nadelholzgewächse sind aus Vor- und Schrebergärten nicht mehr wegzudenken. Koniferen sind vor allem deshalb beliebt, weil sie immergrün und ausgesprochen pflegeleicht sind. Zudem gelten sie als robust und finden sowohl als einzeln stehender Baum oder Strauch als auch als Bodendecker Verwendung.

Die meisten Arten sind winterhart und behalten auch in einem klirrend-kalten Dezember ihre Nadeln. Exotische Koniferen sind vereinzelt nicht winterhart und müssen während der kalten Jahreszeit in eine geschützte Umgebung gebracht werden.

Klassifizierung von Koniferen

Koniferen stellen in der Botanik die größte Ordnung innerhalb der Klasse der nacktsamigen Pflanzen dar. Dabei handelt es sich in der Regel um immergrüne Pflanzen, deren Blätter als Nadeln ausgebildet werden. Im Volksmund sind Koniferen auch als "die Kiefernartigen" bekannt. Der Botaniker spricht derweil von "Coniferales" und "Pinales".

Standort: Licht und Boden

Die meisten Koniferen stellen an ihren Standort keine hohen Ansprüche. Der Platz im Garten sollte weder zu trocken noch zu feucht sein. In der Regel gedeihen die Nadelgehölze am besten an halb-schattigen und schattigen Plätzen. Sind sie den ganzen Tag der prallen Sonne ausgesetzt, können sich die Nadeln braun oder gelb verfärben.

Koniferen richtig schneiden

Garten-Highlight: Vor allem Koniferen, wie der Lebensbaum (Thuja), sind bei Gartenbesitzern besonders beliebt. (Quelle: imago images/imagebroker)Garten-Highlight: Vor allem Koniferen, wie der Lebensbaum (Thuja), sind bei Gartenbesitzern besonders beliebt. (Quelle: imagebroker/imago images)

Wenn Sie Ihre Konifere in Form bringen möchten, sollten Sie diese regelmäßig aber behutsam schneiden. Wichtig ist, dass am Triebende immer noch grüne Nadeln verbleiben. Als optimaler Schnittzeitpunkt gilt der Hochsommer, das heißt: Ab Juli können Sie loslegen. Die meisten Koniferen wie der Lebensbaum (Thuja) benötigen zwei Mal im Jahr einen Schnitt. Andere Gehölze wie die Eibe (Taxus) sind langsam wachsend und sollten nur einmal jährlich verschnitten werden.

Unser Tipp
Wenn Sie Ihrem Nadelbaum keinen Formschnitt verpassen möchten, lassen Sie das regelmäßige Schneiden einfach weg. Hier reicht das Ausputzen: Dazu zählt, nur alle abgestorbenen oder vertrockneten Zweige herauszuschneiden.

So pflanzen Sie Koniferen

Nadelbäume werden im Spätherbst bis Ende Oktober gepflanzt. So bilden sie bis zum Winter noch genügend Wurzeln. Das sollten Sie berücksichtigen:

  • Achten Sie schon beim Kauf darauf, dass der Wurzelballen fest und feucht ist – so wächst er besser an.
  • Bereiten Sie vor dem Einpflanzen den Boden vor und reichern Sie diesen mit Kompost oder Rindenhumus an. Letzterer gilt als feinere Variante des Rindenmulchs und eignet sich besonders gut als Bodenverbesserer. Lehmböden ("schwere Böden") sollten Sie zusätzlich mit Sand versetzen.
  • Pflanzen Sie größere Koniferen, brauchen diese eine Stütze, zum Beispiel einen Pfahl. Dieser wird schräg am Wurzelballen vorbei in den Boden gestoßen.
  • Achten Sie darauf, dass das Pflanzloch mindestens doppelt so groß ist wie der Wurzelballen selbst.
  • Vergessen Sie das reichliche Anwässern nicht. Auch in den Wintermonaten sollten Sie das Gießen der neu gesetzten Koniferen nicht vergessen – allerdings nur an frostfreien Tagen.

Wann Koniferen Dünger brauchen

Koniferen werden nur in Maßen zwischen Frühjahr und Sommer gedüngt, zum Beispiel mit speziellem Koniferendünger. Es empfiehlt sich, Ende Februar zu beginnen und dann regelmäßig nach Herstellerangaben bis Mitte August zu düngen.

Abendländischer Lebensbaum (Thuja occidentalis Brabant): Diese Konifere ist besonders als Sichtschutz beliebt. (Quelle: imago images/blickwinkel)Abendländischer Lebensbaum (Thuja occidentalis Brabant): Diese Konifere ist besonders als Sichtschutz beliebt. (Quelle: blickwinkel/imago images)

Treten bei Ihren Koniferen bereits gelbe Nadelspitzen auf, kann ein Mangel an Magnesium der Grund sein. Hier kann eine Blattdüngung mit Bittersalz (auch Epsom-Salz) helfen. Das gibt es im Baumarkt oder Pflanzen-Center. Und so gehen Sie vor:

  • Stellen Sie eine zwei- bis fünfprozentige Bittersalzlösung (200 bis 500 Gramm Bittersalz pro zehn Liter Wasser) her.
  • Sprühen Sie je nach Größe der Konifere einen halben bis einen ganzen Liter Lösung auf die Nadelblätter.
  • Achten Sie darauf, dass Sie möglichst alle Zweige gleichmäßig mit der Lösung bespritzen.

Unser Tipp
Koniferenhecken brauchen recht viele Nährstoffe, weil sich die einzelnen Pflanzen oft um die lebenswichtigen Stoffe streiten. Fügen Sie dem Boden im Frühjahr einen speziellen Langzeitdünger für Koniferen zu und düngen Sie bis zum Herbst nach Herstellerangaben nach.

Große und kleine Koniferen

Was Formen und Formate angeht, kennt die Natur bei Koniferen so gut wie keine Grenzen: Es gibt sehr kompakte Varianten für den Vorgarten sowie XXL-Koniferen, die eine Wuchshöhe von bis zu 40 Meter erreichen könnten (zum Beispiel die Gemeine Fichte und Rot-Kiefer).

Info
Der Mammutbaum, die größte Pflanze des Planeten, ist übrigens auch eine Konifere.

Einige Arten laufen schließlich nur im Sommer auf Hochtouren: Die Goldlärchen (Pseudolarix amabilis) gehören genauso dazu wie das chinesische Rotholz (Metasequoia glyptostroboides).

Gemeine Eibe (Taxus baccata): Sie ist eine der beliebtesten Heckenpflanzen, vor allem auch wegen der Eibensamen, die fälschlicherweise als Frucht oder sogar Beere bezeichnet werden. (Quelle: imago images/blickwinkel)Gemeine Eibe (Taxus baccata): Sie ist eine der beliebtesten Heckenpflanzen, vor allem auch wegen der Eibensamen, die fälschlicherweise als Frucht oder sogar Beere bezeichnet werden. (Quelle: blickwinkel/imago images)

Für den Garteneinsatz eignen sich Klassiker wie die Gemeine Eibe (Taxus baccata), der Wacholder (unter anderem Juniperus communis) sowie die Bechereibe (Taxus media) ganz besonders.

Im Kübel gedeihen Minisorten

Für Kästen, Kübel und Töpfe eignen sich besonders die Zwergformen der Koniferen, zum Beispiel der Zwergwacholder (Juniperus squamata) oder die Zwergfadenzypresse (Chamaecyparis pisifera) sowie die Krummholzkiefer (Pinus mugo mughus) oder Zuckerhutfichte (Picea glauca conica). Sie verschönern so Balkone und Terrassen.

Unser Tipp
Als Frostschutz für Minisorten im Kübel eignen sich Kokosmatten oder Noppenfolien. Diese werden fest um den Topf gewickelt. An frostfreien Tagen sollte regelmäßig gegossen werden.

Verwendete Quellen:
  • Mein schöner Garten: Koniferen richtig düngen – So geht’s / Nadelbäume, Koniferen
  • NDR-Ratgeber: Mit Koniferen den Garten gestalten

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