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Rasen säen: Es kommt auf den richtigen Zeitpunkt an

Von t-online, jb

Aktualisiert am 21.04.2022Lesedauer: 5 Min.
Ratgebervideo zur Rasenpflege: So wässern, vertikutieren, säen, düngen und kalken Sie das Grün richtig. (Quelle: t-online)
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Wenn Sie neuen Rasen säen möchten, sollten Sie dafür die Frühlingsmonate nutzen. Als ideal gelten der März und der April, doch auch in der Zeit zwischen Mitte August bis Ende September bietet es sich an. Mit den folgenden Tipps und Tricks zum Rasen säen werden Sie zum Profi-Gärtner.

Das Wichtigste im Überblick


Wer in seinem Garten nicht auf Rasen verzichten möchte, steht zunächst vor einer Entscheidung: Rollrasen oder Rasen säen? Der Rollrasen bietet den Vorteil, dass er schnell benutzt werden kann. Der selbst ausgesäte Rasen darf hingegen erst nach einigen Wochen betreten werden. Trotzdem entscheiden sich viele Gartenbesitzer, den Rasen zu säen – und zwar aus einem einfachen Grund: Die Kosten sind um ein vielfaches niedriger.

Wann ist die richtige Zeit zum Rasen säen?

Der perfekte Zeitpunkt für die Rasenaussaat hängt mit dem Wetter und der Bodentemperatur zusammen. Liegt die Temperatur konstant über zehn Grad und fällt genug Regen, sind die Bedingungen für das Aussäen der Rasensamen optimal.

Die besten Zeiträume zum Ausbringen der Samen sind April und Mai sowie August und September. An den Zeitpunkten im Frühling und im Herbst ist das Wachstum der Samen am besten.

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Welche Vorbereitungen muss ich treffen, um Rasen zu säen?

Bevor Sie den Rasen aussäen können, sollten Sie den Untergrund und Boden Ihres Gartens umfangreich vorbereiten. Hierzu zählt beispielsweise das Auflockern der Erde und das Entfernen von Steinen und Unkraut. Für das Auflockern der Erde brauchen Sie passendes Zubehör. Dafür können Sie einen handelsüblichen Spaten benutzen, für die Unkrautbeseitigung eine kleine Spitzhacke. Mit diesen Werkzeugen können Sie Ihren Boden einfach und fachgerecht umgraben.

Tipp
Verwenden Sie stets dieselbe Rasensorte oder -mischung, damit der Rasen gleichmäßig aussieht. Das betrifft vor allem das Nachsäen.

Ein Spaten als Gartenwerkzeug: Vor dem Rasen säen sollte die Erde aufgelockert werden.
Ein Spaten als Gartenwerkzeug: Vor dem Rasen säen sollte die Erde aufgelockert werden. (Quelle: /imago-images-bilder)

Damit der Boden vor der Aussaat eben wird, bearbeiten Sie die aufgelockerte Erde bestenfalls mit einem Rechen. Wer die perfekte Vorbereitung leisten will, muss den pH-Wert messen. Rasensamen gedeihen am besten bei einem pH-Wert von etwa sechs, also im leicht sauren Bereich.

Verschiedene Formen und Arten von Rasen

Welches Rasensaatgut ist für welchen Rasen am geeignetsten? Es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Sorten. Legen Sie zunächst fest, ob Sie einen robusten Rasen möchten, auf dem Sie Ihre Gartenstühle aufstellen und auf dem Ihre Kinder spielen sollen, oder ob Sie einen edlen englischen Zierrasen wünschen. Außerdem macht es einen Unterschied, ob der Rasen stets der prallen Sonne ausgesetzt ist oder sein Dasein im Schatten zahlreicher Bäume fristet.

Folgende Typen stehen zur Auswahl

  • Gebrauchsrasen / Spielrasen (RSM 2.2 – 2.4)
  • Sportrasen (RSM 3.1 – 3.2)
  • Golfrasen (RSM 4.1 – 4.6)
  • Parkplatzrasen/Schotterasen (RSM 5.1)
  • Dachbegrünung (RSM 6.1)
  • Landschaftsrasen (RSM 7.1 – 7.4)
  • Biotopenentwicklungsflächen / Kräuterrasen. Mulchrasen. Blumenwiese (RSM 8.1)

Der jeweilige Rasentyp hat Auswirkung auf mehrere Faktoren. So müssen Sie beim Rasen säen auf die Wassermenge und unterschiedliche Vorarbeiten Rücksicht nehmen. Darüber hinaus vertragen sich manche Rasensorten mit Startdünger, manche wiederum eher weniger. Es gibt auch Rasenmischungen. Dünger muss nicht immer zum besten Graswuchs führen.

Wie sähe ich den Rasen richtig?

Als Faustregel für die Verwendung der Rasenaussaat gilt, dass rund 25 Gramm benötigt werden, um einen Quadratmeter Rasen wachsen zu lassen. Sie können direkt beim Säen auch Dünger beimischen, um dem neuen Rasen gleich zu einem guten Start zu verhelfen. Behalten Sie jedoch stets ausreichend Reste an Saatgutmischung übrig, denn in den meisten Fällen ist ein nachträgliches Rasen säen vonnöten. Nach dem Säen sollten Sie den Boden stets feucht halten, um den frischen Keimlingen ein optimales Gedeihen zu ermöglichen.

Achtung
Bevor Sie den Rasen säen, sollten Sie den Sack mit den Rasensamen schütteln. Der Grund: Große Samensorten liegen aufgrund ihres Gewichts häufig weiter unten, kleine und leichte weiter oben. Wenn Sie den Sack schütteln, verteilen Sie die Samen besser. Das Grün wird nach dem Säen gleichmäßiger.

Übrigens: Mit einem Saatgutwagen verteilen Sie die Saatgutmischung gleichmäßig auf dem Boden. So vermeiden Sie ein fleckig wirkendes Grün. Das Utensil ist also durchaus sinnvoll und kann bei Bedarf im Fachhandel gemietet werden.

Eine Handvoll Rasensamen: Fein säuberlich werden die Grassamen über der aufgelockerten Erde verstreut.
Eine Handvoll Rasensamen: Fein säuberlich werden die Grassamen über der aufgelockerten Erde verstreut. (Quelle: /imago-images-bilder)

Schritt für Schritt – Was Sie nach dem Aussäen der Samen beachten sollten:

  • Die Keimdauer der Samen beträgt je nach Witterung und Bodenverhältnisse ein bis drei Wochen.
  • Die keimenden Rasensamen sind empfindlich gegen Trockenheit. Der Rasen sollte in den ersten 20 Tagen feucht gehalten werden, um beste Bedingungen für das Wachstum des Rasens sicherzustellen.
  • Wenn die Grashalme acht bis zehn Zentimeter hoch sind, kann der Rasen zum ersten Mal gemäht werden. Auf keinen Fall davor!
  • Düngen Sie Ihren Rasen, damit sich die Gräser vernetzen und schnell eine durchgehende Grasnarbe entstehen kann. Achten Sie darauf, dass Rasendünger und -sorte zusammenpassen.
  • Nach ungefähr acht Wochen ist die Rasenfläche voll belastbar.
Handarbeit mit der Gießkanne: Nach dem Aussäen der Samen muss der Rasen regelmäßig bewässert werden.
Handarbeit mit der Gießkanne: Nach dem Aussäen der Samen muss der Rasen regelmäßig bewässert werden. (Quelle: /imago-images-bilder)

Wie lange dauert es, bis Rasen da ist?

Von der Aussaat bis zum Keimen können bei Rasensamen mehrere Wochen vergehen. Entscheidend hierbei ist das Wetter sowie die Grasart. Sie sollten mit bis zu vier Wochen rechnen, ehe sich Rasen gebildet hat. Dieser darf auch erst ab einer Wuchshöhe von 4 Zentimetern betreten und 7 Zentimetern gemäht werden.

Deutsches Weidelgras: 1 bis 2 Wochen
Schwingel-Sorten: 1,5 bis 3 Wochen
Rispen-Sorten: 2 bis 3 Wochen

Nach der sogenannten Keimruhe, die bei allen Sorten vorhanden ist, müssen die Samen mit ausreichend Wasser, Wärme und Nährstoffen versorgt werden.

Am schnellsten keimt und wächst Deutsches Weidelgras. Bereits nach sieben Tagen können sich erste Keimlinge zeigen. Schwingel-Sorten keimen nach etwa zehn Tagen, insofern die Voraussetzungen hierfür gut sind. Bei Rispen-Sorten sollten Sie mit einer Wartezeit von bis zu 24 Tagen rechnen.

Was ist, wenn der Rasen nicht keimt?

Wenn die Rasensamen nicht keimen, kann das verschieden Ursachen haben

Schlechte Samenqualität

Einige Rasensamen sind entweder zu alt oder wurden im Handel falsch gelagert. Kaufen Sie daher Ihre Rasensamen beim Experten / in der Gärtnerei und achten Sie auf das Herstellungs- beziehungsweise Abfülldatum auf der Verpackung.

Falsche Bodenqualität

Kontrollieren Sie die Qualität des Bodens und verbessern Sie diese gegebenenfalls. Das kann sowohl durchs Düngen, Kalken oder der Zugabe von einem Bodenaktivator erfolgen.

Falsche Zeit

Wird der Rasen zu früh gesät, ist es also noch zu kalt, keimt er ebenfalls nicht. Sie sollten die Samen daher nicht vor Mai ausbringen.

Wie oft muss ich den Rasen mähen?

Der Rasen kann in der Regel immer dann gemäht werden, wenn er trocken ist und noch nicht begonnen hat zu blühen. Die Häufigkeit hängt dabei vom Rasentyp ab. Als Faustregel für herkömmliche Gebrauchsrasenflächen gelten ein bis zwei Schnitte pro Woche im Zeitraum zwischen März und November. Die optimale Schnitthöhe beträgt drei bis vier Zentimeter. Das frisch gemähte Gras müssen Sie nicht wegwerfen. Es eignet sich mit seinen Nährstoffen nämlich ausgezeichnet zum Kompostieren.

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Wer einen Benzin- oder Elektrorasenmäher verwendet, muss bestimmte Ruhezeiten einhalten. Die Geräte- und Maschinenlärmschutzverordnung legt Regeln fest. Von 7 bis 20 Uhr darf der Rasen werktags gemäht werden – also auch am Samstag! Das Mähen an Sonn- und Feiertagen ist verboten. Auffallend laute Geräte sollten auf die Mittagspause zwischen 13 und 15 Uhr Rücksicht nehmen. Wer diese Vorgaben missachtet, riskiert ein saftiges Bußgeld wegen Lärmbelästigung von bis zu 50.000 Euro.

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Was bedeutet Humusieren?

Humusieren bedeutet, Humus in den Boden einzuarbeiten und somit die Pflanzen ausreichend mit Nährstoffen zu versorgen. Denn nur, wenn genug Humus im Oberboden vorhanden ist, ist auch der Rasen ausreuchend mit lebensnotwendigen Mineralien und Nährstoffen versorgt.

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