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Calla: Pflege-Tipps für die Zimmerpflanze

Pflege-Tipps  

Calla: So blüht die exotische Pflanze wieder

04.03.2021, 17:19 Uhr | t-online, agr, AA

Calla: Pflege-Tipps für die Zimmerpflanze. Weiße Calla: Jeder Trieb der Pflanze endet in einem Blütenkolben, der von einem Hochblatt umschlossen wird.  (Quelle: imago images/Ukrinform)

Weiße Calla: Jeder Trieb der Pflanze endet in einem Blütenkolben, der von einem Hochblatt umschlossen wird. (Quelle: Ukrinform/imago images)

Sie ist beliebt in Blumensträußen, aber auch als Zimmerpflanze und in Gärten. Doch die wenigsten wissen: Die Calla ist giftig. Wir zeigen Ihnen, wie Sie die Zimmerpflanze richtig pflegen, schneiden und winterfest machen. 

Die Calla mit ihren edlen Blättern ist ein eleganter Klassiker unter den Zimmerpflanzen. Die ursprünglich südafrikanische Pflanze mit dem botanischen Namen Zantedeschia lässt sich ebenfalls gut im Garten pflanzen – winterfest ist sie jedoch nur selten. So pflegen Sie die Calla richtig.

So sieht die Calla aus

Charakteristisch für die Calla ist, dass jeder einzelne Trieb in einem Blütenkolben endet. Ein Hochblatt umschließt diesen. Das Hochblatt kann dabei verschiedene Farben haben: von hellem Weiß über Gelb bis Rot.

Ihre Blühdauer reicht von drei bis acht Wochen. Umgeben wird der Blütenstand von pfeilförmigen und dunkelgrünen, teilweise auch gesprenkelten Blättern, die der Zantedeschia Fülle verleihen.

Bedeutung des Namens Calla

Der Name Calla wird mit "wunderschön" übersetzt und geht auf die griechische Göttin Kalliope zurück, die der Sage nach sehr schön gewesen sein soll. Ihren wissenschaftlichen Namen Zantedeschia erhielt die Zwiebelpflanze von ihrem Entdecker, dem italienischen Botaniker Giovanni Zantedeschi. Nachdem die Calla im 18. Jahrhundert ihren Weg nach Europa fand, wird sie bis heute als beliebte Topfpflanze kultiviert.

Pflege-Tipps für die Calla als Zimmerpflanze

Als Zimmerpflanze beziehungsweise Zimmercalla wird für gewöhnlich die Zantedeschia aethiopica kultiviert. Sie blüht etwa von Januar bis April. In der Vegetationsphase ab Ende Februar oder Anfang März sollte die Pflanze nur nur mäßig gewässert werden. Ab Mai befindet sich diese Calla-Art für zwei bis drei Monate in ihrer Ruhephase.

Pflege-Tipp: Diese verbringt sie bei niedrigen Temperaturen in einem ungeheizten Raum. Dabei braucht sie weder Licht noch Wasser.

Mit Beginn der nächsten Wachstumsphase ab September können Sie die Pflanze wieder öfter gießen. Zweimal pro Woche ist für die Calla ausreichend.

Das Substrat sollte in der Wachstumsphase nie vollständig austrocknen. Achten Sie jedoch darauf, dass sich keine Staunässe bildet. Düngen Sie die Blume in der Wachstumsphase alle zwei Wochen, am besten mit einem Flüssigdünger oder Blühpflanzendünger, der dem Gießwasser zugemischt wird.

Diese Calla-Arten eignen sich für den Garten

Im Unterschied zur Zantedeschia aethiopica blühen die Arten Calla elliottiana und rehmannii im Sommer. Sie eignen sich gut als Garten- oder Kübelpflanzen. Die Calla bevorzugt generell einen hellen Standort mit Temperaturen von zwölf bis 25 Grad Celsius. 

Verwelkte Blüten und gelbe Blätter der Calla abschneiden

Nach der Blüte der sommerblühenden Calla werden im Herbst alle verwelkten Pflanzenteile sowie gelbe Blätter entfernt. Dafür setzen Sie das Messer kurz über der Wurzelknolle an und schneiden dann den ganzen Stängel des verwelkten Pflanzenteils ab. Fahren Sie so fort, bis alle verblühten Triebe entfernt sind. So vermindern Sie auch die Fäulnisgefahr der Blume.

Gelbe Blätter können bei der Calla auch auf Pflegefehler hinweisen, zum Beispiel:

  • falscher Standort
  • zu wenig Wasser
  • zu wenig Substrat

Calla überwintern und umtopfen

Vor dem Winter befreien Sie die Knollen der Calla von Erde und lagern sie separat an einem kühlen und trockenen Ort wie dem Keller – auf diese Weise überwintern beispielsweise auch Dahlien.

Im Frühling stellen Sie die Calla-Zwiebel dann wieder in normaler Blumenerde und zum Vortreiben an einen warmen Ort. Wollen Sie die Calla im Garten pflanzen, darf sie ab Mai ins Freie, wenn die Witterung mild genug ist. 

Tipp: Die Calla als Kübel- oder Zimmerpflanze kann auch im Topf mit Erde überwintern. Dann sollte man die Pflanze im Frühling am besten umtopfen und die Knollen von abgestorbenen Wurzeln befreien.

Winterharte Sorte der Calla

Neue Züchtungen der Calla vertragen sogar Frost und können daher im Garten überwintern. Dies gilt für die Sorte Zantedeschia aethiopica 'Crowsborough', die bis minus 20 Grad winterfest sein soll. Sie kann von März bis Mai gepflanzt werden und blüht von Juni bis August.

Schädlinge und Krankheiten der Calla 

Die Calla gilt als relativ anfällig für Schädlinge und Krankheiten. Oft ist eine falsche Pflege dafür verantwortlich. Darauf sollten Sie achten:

  • Rote Spinne: Tritt bei trocken-warmem Klima auf. Die Pflanze ist von einem feinen Gespinst überzogen. Helle Flecken sich auf dem Laub zeigen. Bei anfänglichem Befall reicht es aus, die Pflanze regelmäßig mit Wasser aus dem Zerstäuber zu besprühen und ausgiebig mit lauwarmem Wasser abzubrausen.
  • Spinnmilben: Bevorzugen ebenso trocken-warme Witterung. Abbrausen mit lauwarmem Wasser ist meistens am effektivsten. Auch natürliche Pflanzenstärkungsmittel, wie Tees und Brühen, können die Pflanzen robuster machen. Lesen Sie hier, wie Sie natürliche Stärkungsmittel selbst herstellen.
  • Wurzelfäule: Ist eine Folge von zu viel Feuchtigkeit. Auch das falsche Substrat kann zur Fäule führen. Achten Sie stets darauf, dass keine Staunässe entsteht. Im Notfall sollten Sie die Pflanze umtopfen, damit sich neue Wurzeln bilden können.

Zimmercalla ist giftig

Die Informationszentrale gegen Vergiftungen stuft die Zimmercalla als gering giftig ein. Blätter und Blüten können bei Aufnahme die Schleimhäute reizen. Werden große Mengen verschluckt, drohen sogar massive Schäden an der Magenschleimhaut. Auch eine Blasenbildung auf den Haut wird als mögliches Symptom genannt.

Pflege-Steckbrief

Calla (Zantedeschia elliottiana und rehmannii)
StandortDie Calla gedeiht an einem sehr hellen und windgeschützten Ort.
TemperaturBei 12 bis 25 Grad Celsius gedeiht die Calla bestens, kälter sollte es für die empfindlichen Blüten nicht werden.
GießenMit Wassergaben ein bis zweimal pro Woche ist die Calla ausreichend versorgt. Das Substrat sollte nie vollständig austrocknen, überschüssiges Wasser sollte jedoch zum Schutz vor Fäule regelmäßig abgegossen werden.
DüngenWährend der Wachstumsphase ab Mitte Februar können Sie alle zwei Wochen einen Flüssigdünger verwenden. Blüht die Calla, verlängert eine wöchentliche Düngergabe die Blühdauer.
Verwendete Quellen:

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