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Giftpflanzen: Die giftigsten Pflanzen in Deutschland

rk (CF)

Aktualisiert am 07.09.2015Lesedauer: 3 Min.
Schon der bloße Hautkontakt mit dem Blauen Eisenhut kann fatale gesundheitliche Folgen haben.
Schon der bloße Hautkontakt mit dem Blauen Eisenhut kann fatale gesundheitliche Folgen haben. (Quelle: /Thinkstock by Getty-Images-bilder)
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Giftige Pflanzen tragen nicht immer exotische Namen. Viele wachsen in unserem Garten oder in heimischen Wäldern. Erfahren Sie mehr über Giftpflanzen in Deutschland und vor welchen Sorten Sie sich in Acht nehmen sollten.

Was eine Giftpflanze ausmacht

Giftpflanzen sind Gewächse, die Pflanzengifte enthalten. Diese können bei Menschen und Tieren zu Vergiftungen führen. Dabei können einzelne Pflanzenbestandteile wie Blüten, Früchte oder Samen, aber auch die Pflanze als Ganzes für die Vergiftungserscheinungen verantwortlich sein. Viele giftige Pflanzen schützen sich auf diese Weise vor Schädlingen und Fressfeinden. Wie giftig eine Pflanze für einzelne Lebewesen ist, hängt von der jeweiligen Körpergröße und Entwicklung und von der Dosis ab.

Giftstoffe gelangen auf unterschiedliche Art in den Körper: Über die Atmung, den Mund oder die Haut. Viele giftige Pflanzen in Deutschland kommen wild im Wald und auf wilden Wiesen vor, andere wachsen zur Zierde in heimischen Gärten. Dies liegt vor allem daran, dass heimische Giftpflanzen oft hübsch aussehen – mit bunten Blüten oder glänzenden Beeren.


Die giftigsten Pflanzen in Deutschland

Roter Fingerhut
Blauer Eisenhut
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Giftige Pflanzen in Deutschland: Gefahr lauert im Garten

Die Aktion "Das Sichere Haus" des "Deutschen Kuratoriums für Sicherheit in Heim und Freizeit" hat eine Übersicht über heimische Giftpflanzen im Garten veröffentlicht. Demnach enthalten Hortensien hochgiftige Blausäureverbindungen. Die Blumen mit den ballförmigen Blütentrauben in Weiß, Blau oder Rosa gehören zu den beliebtesten Zierpflanzen. Verzehrt man Hortensien in größeren Mengen, sind Schwindelgefühl, Magen-, Darm- und Kreislaufstörungen die Folge.

Der Blaue Eisenhut wächst im Alpenraum noch wild. Auch im Garten ist die Staude wegen ihrer hübschen Blüten gern gesehen. Schon der bloße Hautkontakt kann fatale gesundheitliche Folgen durch das Pflanzengift Aconitin mit sich bringen. Krämpfe, Herzrhythmusstörungen bis hin zur Lähmung der Atemwege sind mögliche Folgen.

Auch Goldregen, Eibe und die dem Krokus zum Verwechseln ähnelnde Herbszeitlose sind heimische Giftpflanzen, die bereits in kleinen Mengen verzehrt tödlich sein können.

Giftige Nachtschattengewächse: Tollkirsche und Co.

Viele heimische Nachtschattengewächse werden als giftige Pflanzen eingestuft – allen voran die Tollkirsche. An dem Strauch reifen im Spätsommer kirschgroße, schwarze Beeren, die Kinder leicht mit essbaren Kirschen verwechseln. Daher ist höchste Vorsicht geboten: Lassen Sie Kinder nicht in der Nähe eines Tollkirschenstrauchs spielen! Schon das Verschlucken weniger Früchte kann tödlich enden.

Die Tollkirsche gilt laut Statistiken der Notrufzentralen als eine der häufigsten Ursachen von Pflanzenvergiftungen. Auch die Nachtschattengewächse Stechapfel, Engelstrompete und Schwarzes Bilsenkraut werden gerne im Garten gepflanzt und sind ebenfalls giftig.

Ruf als giftigste Pflanze der Welt: der Wunderbaum

Geht es um giftige Pflanzen in Deutschland, darf der sogenannte Wunderbaum nicht fehlen. Seine großen, tiefroten Blätter machen den Baum zu einer echten Augenweide für den Garten. Seine bohnenförmigen, dunklen Samen enthalten jedoch den tödlichen Giftstoff Rizin, aus dem das bekannte Rizinusöl gewonnen wird. In unbehandelter Form sind sie hochgiftig: Bereits ein zerkauter Samen kann schwerwiegende Folgen haben.

Auch für Haus- und Nutztiere kann der Wunderbaum gefährlich werden. Deshalb sollte der giftige Baum nur an Orten gepflanzt werden, die außerhalb der Reichweite von Kindern und Tieren liegen.

Augen auf beim Waldspaziergang: Wilde Giftpflanzen

Giftige Pflanzen sind natürlich auch in der freien Natur anzutreffen, zum Beispiel die Tollkirsche und die Herbstzeitlose. Auch Farne gelten als giftig, wobei sich ihr Gift bei Erwachsenen, Kindern oder Tieren unterschiedlich stark auswirkt. Die Sporen von Farnen sollten niemals eingeatmet werden! Sie stehen im Verdacht, durch das enthaltene Enzym Thiaminase Krebserkrankungen zu begünstigen.

Weitere Artikel

Wenn Sie häufig in der freien Natur unterwegs sind, nehmen Sie sich auch vor Seidelbast und Rotem Fingerhut in Acht – beide heimische Pflanzen wirken schon in geringen Mengen verzehrt tödlich!

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