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Basilikum pflanzen, pflegen und ernten – wertvolle Tipps

Sechs Tipps  

Was wir bei Basilikum immer falsch machen

25.06.2019, 12:40 Uhr | agr, dpa, t-online.de

Basilikum pflanzen, pflegen und ernten – wertvolle Tipps. Basilikumpflanze: Basilikum fühlt sich an warmen, sonnigen Plätzen besonders wohl, braucht aber viel Wasser.  (Quelle: Getty Images/OlgaMiltsova)

Basilikumpflanze: Basilikum fühlt sich an warmen, sonnigen Plätzen besonders wohl, braucht aber viel Wasser. (Quelle: OlgaMiltsova/Getty Images)

Wer kennt das nicht: Im Supermarkt sehen Basilikum-Pflanzen noch frisch und kräftig aus, zu Hause gehen sie dann innerhalb von einer Woche ein. Wir verraten Ihnen, ob und wie Sie die Küchenkräuter auf Dauer halten können und geben sechs wichtige Tipps zur Pflege.

1. Kräuter aus dem Supermarkt sind anfällig

Vorweg eine beruhigende Information für Basilikum-Liebhaber: Getopfte Kräuter aus dem Supermarkt haben auch bei angemessener Pflege eine geringe Überlebenschance. Bei der Produktion der Topfkräuter wird kein Wert auf Langlebigkeit gelegt, sondern sie sind für den schnellen Verzehr vorgesehen.

2. Basilikum nach dem Kauf umtopfen

Die meisten Exemplare werden mit nährstoffarmer Kräutererde verkauft, die der Pflanze auf Dauer nicht gut bekommt. Topfen Sie Ihren Basilikum daher so schnell wie möglich in nährstoffreiche Blumenerde um. Dabei empfiehlt es sich, die Pflanze inklusive ihrer Wurzel in der Mitte mit einem Messer zu teilen und auf zwei Töpfe der gleichen Größe zu verteilen. Der Grund: Die Pflanzen gedeihen besser, wenn sie viel Erde zur Verfügung haben, und die Töpfe aus dem Supermarkt sind meist zu klein.

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Verwenden Sie am besten Töpfe aus Ton mit einem Loch an der Unterseite, den Sie auf eine Unterschale stellen, die überschüssiges Wasser auffängt. Auf diese Weise vermeiden Sie Staunässe, die bei Basilikum rasch entsteht und zu Schimmelbildung und Welken führt.

3. Im Sommer nach draußen stellen

Das Basilikum stammt ursprünglich aus tropischen Regionen und blüht heute verbreitet in mediterranen Regionen. Die würzigen Kräuter bevorzugen also warme Temperaturen und Sonnenlicht. Daher sollten Sie die Pflanze während der Sommermonate ins Freie stellen – am besten nach den Eisheiligen Mitte Mai.

Wählen Sie jedoch einen geschützten Platz im Halbschatten, da direkte Sonneneinstrahlung zur Bildung von Bitterstoffen führen kann.

Die empfindlichen Pflanzen vertragen keinen Frost und bevorzugen Temperaturen um die 20 Grad Celsius. Auf keinen Fall sollten die Temperaturen unter zehn Grad Celsius fallen. Solange die Nächte im Frühjahr noch kühl sind, sollten Sie die Pflanze über Nacht ebenfalls in die Wohnung holen.

4. Basilikum braucht viel Wasser

Basilikum zählt zu den besonders durstigen Pflanzen. Führen Sie Ihrem Schützling daher ausreichend Wasser zu, am besten von unten, also in die Unterschale. Das Gießwasser sollte mindestens Zimmertemperatur haben. Prüfen Sie vor jeder Wassergabe mit dem Finger, ob die Erde noch feucht ist oder Wasser braucht. Für gewöhnlich verlangt die Pflanze täglich oder alle zwei bis drei Tage nach Wasser.

Geben Sie einmal pro Woche Flüssigdünger in die Erde – entweder Universaldünger mit hohem Stickstoffanteil oder speziellen Kräuterdünger, den Sie im Garten-Center oder im Baumarkt erhalten.

5. Häufige Fehler bei der Ernte vermeiden

Das Wichtigste bei einer Basilikum-Pflanze ist natürlich der Geschmack der Blätter, die sich vielseitig in der Küche verarbeiten lassen: Zum Beispiel für Soßen, Salate oder einfach als Garnitur.

Wer länger etwas von dem Küchenkraut haben will, sollte die Stängel mit einem scharfen Messer oder einer Schere abschneiden, empfiehlt das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE).

Zuerst sollte man immer die größten Blätter der obersten Triebe bis zu den nächsten Blattachseln verwenden. So können neue Triebe nachwachsen. Optimaler Erntezeitpunkt sei der sonnige Morgen. Zudem raten die Ernährungsexperten, die durchsichtige Plastikhülle ums Töpfchen zu Hause nicht komplett zu entfernen, sondern täglich um einen Zentimeter zu kürzen. So kann sich die Mimose unter den Küchenkräutern langsam an die neue Umgebung gewöhnen.

Ein weiterer Grund, warum Sie regelmäßig ernten sollten: Um die Blütenbildung zu verhindern. Das Basilikum gehört zu den einjährigen Pflanzen, die ab dem Zeitpunkt der Blüte das Wachstum einstellen und absterben. Außerdem verschlechtert sich mit der Blütenbildung das Aroma der Blätter. Dass die Blüten giftig sind, stimmt übrigens nicht – sie haben bloß einen eigensinnigen Geschmack.

6. Typische Schädlinge bekämpfen

Schädlinge stellen ein großes Problem für Basilikum-Pflanzen aus dem Supermarkt dar: Die meisten Exemplare sind entweder besonders anfällig oder beim Kauf bereits von Schädlingen befallen, was nicht immer mit bloßem Auge zu erkennen ist. Blattläuse breiten sich besonders gerne auf der Pflanze aus und verkrüppeln die befallenen Areale. Zu erkennen sind die Tierchen an dem sogenannten Honigtau, der sich als klebriger Belag auf und unter der Pflanze absetzt. Bei Läusebefall müssen Sie umgehend handeln, da sie sich sehr schnell vermehren und dann nicht mehr zu kontrollieren sind.

Bei leichtem Befall ist es am einfachsten, das Ungeziefer mit einem kräftigen, kalten Wasserstrahl abzuspülen und die Blätter leicht abzureiben. Schützen Sie dabei die Blumenerde mit einem Stück Folie vor dem Abschwemmen.



Bei fortgeschrittenem Befall können Sie ein ungiftiges Hausmittel ausprobieren: Brennnesselbrühe. Füllen Sie dazu einen Eimer zur Hälfte mit frischen Brennnesseln, gießen kochendes Wasser darüber und lassen das Ganze einen Tag lang ziehen. Dann seihen Sie die fertige Brühe ab und verteilen sie mithilfe einer Sprühflasche auf der Pflanze. Wiederholen Sie diesen Vorgang über mehrere Tage, bis die Läuse verschwunden sind.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
  • Eigene Recherche

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