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Funkie (Hosta): Tipps zum Pflanzen, Pflegen und Standort

Beständig und pflegeleicht  

Funkie: Diese Pflanze wächst auch in dunklen Gartenecken

22.05.2020, 09:00 Uhr | Dorothée Waechter, dpa-tmn, ron

Funkie (Hosta): Tipps zum Pflanzen, Pflegen und Standort. Berg-Funkie (Hosta montana): Diese Sorte gehört schon seit vielen Jahren zu den am meisten verkauften Funkien. (Quelle: imago images/Redeleit-L.)

Berg-Funkie (Hosta montana): Diese Sorte gehört schon seit vielen Jahren zu den am meisten verkauften Funkien. (Quelle: Redeleit-L./imago images)

Ärgern Sie sich auch über dunkle Ecken und verschattete Plätze in Ihrem Garten? Wir verraten, welche Pflanze auch ohne viel Licht ganz prächtig gedeiht – und was Sie bei der Pflege beachten sollten.

Wo Licht ist, ist auch Schatten: Jeder Garten hat eine Ecke, in die kein direktes Sonnenlicht dringt und die immer etwas feucht bleibt. Hier gedeihen viele Pflanzen nicht – einige wenige Blumen lieben aber diese Nischen. Eine davon ist die Funkie (Hosta), auch Herzblattlilie genannt, die vorwiegend aus schattigen Wäldern Asiens stammt.

Und wie der Name schon erahnen lässt: Während bei den meisten Pflanzen das Hauptaugenmerk auf den Blüten liegt, hat es die Funkie geschafft, mit ihren Blättern die Herzen von Gärtnern zu gewinnen. Hinzu kommt, dass die winterharte Blattschmuckstaude pflegeleicht ist und über viele Jahre im Garten gedeiht.

Standort: schattig und feucht

Der Boden sollte grundsätzlich nährstoffreich sein und gut Feuchtigkeit halten, zugleich aber Wasser nicht aufstauen. Kurzum: Ein Lehmboden ist besser als sandige Erde. 

Als klassische Pflanze für den lichten Schatten fühlt sich die Funkie an Nord- und Ostlagen von Gebäuden oder im Schatten großer Gehölze wohl. Es empfiehlt sich, die Staude nicht in den Traufbereich von Bäumen zu setzen. Das ist die Fläche unter dem äußeren Kronenbereich. Hier leiden die Blätter der Funkie.

Blätter der Blaublattfunkie (Hosta sieboldiana): Sie bevorzugt einen tiefgründigen, sandigen bis lehmigen Gartenboden. (Quelle: imago images/Redeleit)Blätter der Blaublattfunkie (Hosta sieboldiana): Sie bevorzugt einen tiefgründigen, sandigen bis lehmigen Gartenboden. (Quelle: Redeleit/imago images)

Wenn der Boden feucht genug ist, sind auch sonnigere Plätze möglich. Daneben kommen manche Funkiensorten besser als andere mit der Sonne klar. Das erkennt man an der Blattfarbe. So sind beispielsweise blaulaubige Funkien wie Hosta sieboldiana 'Elegans' für sonnigere Plätze geeignet.

Unser Tipp
Funkien wachsen sogar in schwierigen Böden, wie unter einem Walnussbaum. Der Grund: Dessen nur langsam verrottendes Laub enthält sehr viel Gerbsäure. Die mögen die meisten Pflanzen nicht – der Funkie macht das aber nichts aus.

Die Funkie ist sogar für das direkte Umfeld eines Baumstammes geeignet. Der Vorteil: An diesen Stellen haben die Bäume in den oberen Zentimetern des Bodens kaum Feinwurzeln. Somit hat die Staude keine Konkurrenz.

Sorten: über 8.000 verschiedene Arten

Funkien bieten eine große Vielfalt: So gibt es Zwergformen, die nur wenige Zentimeter hoch werden, und solche, die bis zu 1,50 Meter Höhe erreichen können. Ebenso können die Horste, die sich im Laufe der Jahre entwickeln, einen Durchmesser von bis zu zwei Metern bilden. Insgesamt gibt es über 8.000 verschiedene Arten und Sorten.

Blütenstand der Glocken-Funkie (Hosta ventricosa): Sie zählt mit ihren Glockenblüten zu den Stars der zahlreichen Funkienarten. (Quelle: imago images/blickwinkel)Blütenstand der Glocken-Funkie (Hosta ventricosa): Sie zählt mit ihren Glockenblüten zu den Stars der zahlreichen Funkienarten. (Quelle: blickwinkel/imago images)

Einige Funkien tragen nicht nur Blattschmuck, wenige bilden auch Blüten, beispielsweise die violett blühende Glocken-Funkie (Hosta ventricosa) oder die duftende 'Royal Standard'. Sie stammt wie viele Sorten mit duftenden Blüten von der Art Lilien-Funkie (Hosta plantaginea) ab. Diese und andere Arten mögen es etwas wärmer und sollten daher ruhig etwas sonniger stehen.

Unser Tipp
Die kräftigen Stiele der Funkie mit den lilienartigen Blüten lassen sich auch gut für Blumensträuße verwenden.

Pflege: ausreichend Feuchtigkeit

Funkien brauchen ausreichend Feuchtigkeit – besonders im Frühling und im Herbst. Im Frühjahr benötigen sie das Bodenwasser zum Austrieb des Laubes. Im Herbst ist die Feuchtigkeit wichtig, um die Knospen für den Austrieb im folgenden Frühjahr anzulegen. Tipp: Ein deutliches Zeichen für einen trockenen Herbst ist daher ein schwacher Austrieb der Pflanzen.

Funkien (Hosta): Es gibt Garten-Hybride, die nur wenige Zentimeter hoch werden. (Quelle: Getty Images/Gratysanna)Funkien (Hosta): Es gibt Garten-Hybride, die nur wenige Zentimeter hoch werden. (Quelle: Gratysanna/Getty Images)

Pflanzung: nach den Eisheiligen

Funkien können vom Frühjahr bis zum Herbst gepflanzt werden. Dennoch empfiehlt es sich, bis nach den Eisheiligen im Mai zu warten – sodass die Pflanzen nicht von möglichen Spätfrösten überrascht werden. Wichtig ist, Jungpflanzen im Frühjahr mit etwas Kompost zu düngen, sodass sie sich gut entwickeln.

Der Pflanzabstand richtet sich nach der Sorte. Kleinwüchsige oder kompakte Sorten sollten mit einem Abstand von 20 bis 30 Zentimetern gesetzt werden. Informieren Sie sich am besten auf dem Pflanzenetikett der jeweiligen Sorte.

Verwendung: andere Beetpartner

Blühendes Staudenbeet: Zu violettfarbigen Funkien (Hosta) passen rosa Prachtspieren (Astilbe) und gelbe Taglilien (Hemerocallis). (Quelle: imago images/Redeleit)Blühendes Staudenbeet: Zu violettfarbigen Funkien (Hosta) passen rosa Prachtspieren (Astilbe) und gelbe Taglilien (Hemerocallis). (Quelle: Redeleit/imago images)

Wenn Sie die Funkie zusammen mit anderen Stauden setzen möchten, bieten sich folgende Blattschmuck- und Schattenstauden an:

  • Japanwaldgras (Hakonechloa)
  • Prachtspiere (Astilbe)
  • Echtes Salomonssiegel (Polygonatum)
  • Waldgeißbart (Aruncus dioicus)
  • Silberkerze (Cimicifuga)

Vor dem Austrieb der Funkien können Frühlings-Alpenveilchen (Cyclamen coum) die schattigen Beete im Frühjahr schmücken.

Unser Tipp
Gut sind die Pflanzen auch geeignet, um – ökologisch – das Wurzelunkraut Giersch zu unterdrücken. So müssen Sie nicht auf Chemikalien zurückgreifen.

Topfpflanze: Gießen und Düngen

Funkien machen sich nicht nur als Blattschmuck im Beet, sondern lassen sich auch gut im Kübel halten. Der Balkongärtner kann sie sogar über den Winter stehen lassen. Der Grund: Den Funkien macht es nichts aus, wenn der Wurzelballen durchfriert. Die winterliche Kälte ist sogar wichtig.

Unser Tipp
Im Winter ist eine Abdeckung mit Vlies nicht notwendig. So bekommen die Pflanzen ausreichend Wasser.

Die Wasserversorgung ist auch das restliche Jahr über besonders wichtig, gerade da diese im Kübel eher schwierig ist. Aber es werden durch das Gießen auch Nährstoffe aus der Erde gespült. Deshalb sollte ausreichend gedüngt werden.

Topfpflanzen: Kleinwüchsige Funkiensorten (r.) lassen sich im Kübel auf der Terrasse oder dem Balkon halten – zum Beispiel neben einer anderen Staude: der Bergenie. (Quelle: imago images/Margit Brettmann)Topfpflanzen: Kleinwüchsige Funkiensorten (r.) lassen sich im Kübel auf der Terrasse oder dem Balkon halten – zum Beispiel neben einer anderen Staude: der Bergenie. (Quelle: Margit Brettmann/imago images)

Zudem empfiehlt es sich, das Substrat in Topf und Kübel immer wieder mal auszutauschen. Ein idealer Zuschlagstoff mit großer Strukturstabilität ist poröses vulkanisches Material namens Lavagrus, das für eine gute Belüftung der Wurzeln sorgt und Wasser speichert.

Pflanzen-Steckbrief

Funkie (Hosta)
Standorthalbschattig bis schattig
Erdelehmiger nährstoffreicher Boden
Düngenim Frühjahr mit Kompost (Austrieb)
Gießenregelmäßig und reichlich (besonders Frühling und Herbst)
BlütezeitJuni und Juli, außer: Lilien-Funkie (August bis September)
Überwinterungwinterhart (Freiland und Topf)
Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherchen
  • Nachrichtenagentur dpa-tmn

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