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Heede im Emsland: Dicke Linde ist Nationalerbe-Baum

Besondere Pflanzen  

Erster Nationalerbe-Baum steht fest

06.10.2019, 15:25 Uhr | dpa

Heede im Emsland: Dicke Linde ist Nationalerbe-Baum. Sommer-Linde: Der Baum ist mit 17 Metern Stammumfang der dickste vollstämmige Baum Deutschlands und mit einem Alter von etwa 600 bis 800 Jahren ein seltenes Exemplar der langlebigen Baumarten. (Quelle: dpa/Andreas Roloff/TU Dresden)

Sommer-Linde: Der Baum ist mit 17 Metern Stammumfang der dickste vollstämmige Baum Deutschlands und mit einem Alter von etwa 600 bis 800 Jahren ein seltenes Exemplar der langlebigen Baumarten. (Quelle: Andreas Roloff/TU Dresden/dpa)

Mit der Prämierung wollen Experten das Bewusstsein für alte und außergewöhnliche Bäume schärfen. Die Pflanzen werden in Deutschland nämlich immer noch oft verstümmelt. 

17 Meter Stammumfang, geschätzt 600 bis 800 Jahre alt: Eine dicke Linde aus dem Emsland ist am Wochenende als Deutschlands erster "Nationalerbe-Baum" ausgezeichnet worden. Mit dem Titel will die Deutsche Dendrologische Gesellschaft laut eigener Mitteilung das Bewusstsein für besonders alte, außergewöhnliche Bäume schärfen. Die Dendrologie beschäftigt sich mit der Lehre von den Bäumen und Gehölzen.

Die Sommerlinde in Heede im Emsland hat einen Stammumfang von 17 Metern, ihr Alter kann nur geschätzt werden – es liegt nach Angaben der Gesellschaft bei etwa 600 bis 800 Jahren.

Viele alte Bäume werden verstümmelt

Die Dendrologische Gesellschaft will insgesamt 100 Bäume mit dem Titel "Nationalerbe" auszeichnen. "Sie sollen erhalten, gepflegt und geschützt werden, damit sie in Würde altern können", sagt der Dresdner Forstwissenschaftler Andreas Roloff.



Nach Angaben Roloffs werden viele der wenigen wirklich alten Bäume in Deutschland verstümmelt oder gekappt, um sie vermeintlich verkehrssicher zu machen. Auch Standortprobleme sorgten für vorzeitige Alterung bis zum Absterben. Oft hänge die Pflege und der Erhalt eines solchen Baumes von den Finanzen oder der Lust der zuständigen Menschen in den Kommunen ab.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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