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Gartenkalender: Pflanzzeit für nackte Gehölze beginnt

Von dpa-tmn
Aktualisiert am 24.09.2021Lesedauer: 2 Min.
Einpflanzen: Gehölze im Topf gibt es das ganze Jahr im Handel.
Einpflanzen: Gehölze im Topf gibt es das ganze Jahr im Handel. (Quelle: Christin Klose/dpa-tmn/dpa)
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Die einen tun es lieber im Frühling, die anderen vertrauen auf den Herbst: Es geht um die geeignete Pflanzzeit für Sträucher und Bäume. Was sagen die Experten dazu?

Man muss hier erst einmal unterscheiden, um welches Gehölz es sich handelt. Da ist zum einen die Topfware. Diese Gehölze kann man das ganze Jahr über im Handel finden und auch entsprechend gut in die Erde bringen.

Das Setzen dieser Gehölze ist grundsätzlich auch im Winter so lange möglich, wie der Boden noch nicht gefroren ist. Der Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL) rät aber dazu, sie nur vom Frühling bis in den Herbst zu setzen.

Nackt ohne Topf und Erde

Und da ist die zweite Gruppe Gehölze: die sogenannten Wurzelnackten. Sie werden ohne Topf oder Erde um die Wurzeln verkauft – und zwar in der Regel nur von Oktober bis März. Das schränkt die Pflanzzeit für sie ein. Der Vorteil dieser Gehölzgruppe: Sie sind meist preiswerter als Topfpflanzen, da die Baumschulen weniger Aufwand und Kosten damit hatten.

Aber auch hier raten die Experten, etwa vom BGL oder vom Bundesinformationszentrum Landwirtschaft, die Wurzelnackten am besten schon im Herbst zu setzen. Denn dann können die Sträucher und jungen Bäume im noch warmen und auch tendenziell feuchten Boden gut Wurzeln bilden und Feuchtigkeit speichern, bevor es kalt wird und der Boden gefriert.

Verzweigtes Wurzelwerk bildet sich im Herbst

Gerade ein Netz aus feinen Wurzeln ist wichtig, denn es verankert das Gehölz besser im Boden und es steht dann direkt im Frühjahr zur Aufnahme von Wasser, Sauerstoff und wichtigen Mineralien bereit. Das gilt als Startvorteil, da die im Herbst gesetzten Gehölze zum Beginn der nächsten Wachstumsphase kräftiger austreiben als die, die erst im Frühling in die Erde kommen.

Außerdem müssen frisch gesetzte Gehölze am Anfang immer gut gegossen werden, bis sich ihr Wurzelwerk verzweigt hat. Im regnerischen Herbst spart man sich diese Arbeit.

Kälteschutz ist sinnvoll

Aber wie es bei jedem Ratschlag eben ist, es gibt immer auch Ausnahmen davon. Denn der Winter kann auch tückisch sein für manche junge Gehölze. Daher raten die Experten vom Bundesinformationszentraum Landwirtschaft dazu, frostempfindliche Obstbäume wie Aprikose und Pfirsich erst im Frühjahr zu setzen.

Und der BGL empfiehlt die im Herbst gesetzten Gehölze ganz grundsätzlich vor Frost zu schützen: Etwa mit einer Schicht Laub oder Reisig auf dem Wurzelbereich. Weiße, kalkhaltige Farbe schützt die Rinde an warmen Übergangstagen mit kalten Nächten vor Spannungsrissen.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa-tmn
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