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Helfen Hausmittel gegen Spinnen? Was wirkt und was nicht


Hausmittel gegen Spinnen: Was wirkt und was nicht?


Aktualisiert am 10.08.2023Lesedauer: 3 Min.
Qualitativ geprüfter Inhalt
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Für diesen Beitrag haben wir alle relevanten Fakten sorgfältig recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

Spinne im HausVergrößern des Bildes
Spinnen überwintern in Häusern und Wohnungen. (Quelle: TrichopCMU/Thinkstock by Getty-Images-bilder)
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Viele ekeln sich vor Spinnen oder haben Angst vor ihnen. Sie versuchen daher, die Krabbeltiere mit Hausmitteln loswerden. Klappt das?

Sobald es draußen kühler wird, krabbeln Spinnen in die Innenräume, um hier zu überwintern. Doch viele Menschen sind darüber nicht erfreut. Sie versuchen mit zahlreichen Maßnahmen und Mitteln, die ungebetenen Gäste wieder loswerden. Helfen Hausmittel?

Was für einen Geruch hassen Spinnen?

Es wird behauptet, dass Spinnen mithilfe von Düften und Duftbarrieren fern gehalten werden können. Dazu sollen Eukalyptus, Lavendel oder Minze in getrockneter Form, als ätherisches Öl oder als Duftspray an den entsprechenden Stellen im Haus verteilt werden. Doch einen Nachweis dafür, dass diese Gerüche Spinnen fern halten, gibt es nicht.

In einer Studie aus dem Jahr 2018 zeigten zwar die Echte Radnetzspinne und die Kugelspinne Reaktionen, wenn sie mit Zitronenöl, Pfefferminzöl oder Kastanienfrüchten konfrontiert wurden. Die Große Fettspinne hingegen war von den Düften weniger beeindruckt. Es kann also sein, dass Düfte bestimmte Spinnenarten abhalten. Aber nicht alle.

Hilft Lavendel gegen Spinnen?

Auch hierzu gibt es keine aussagekräftigen Studien. Die Annahme wird wahrscheinlich davon abgeleitet, dass die Pflanze mit den ätherischen Ölen Milben und Zecken abwehrt. Und diese Tiere zählen zu der Klasse der Spinnentiere. Sie sind daher im weitesten Sinne mit der Webspinne verwandt.

Auch Nelkenöl, Sandelholzöl und Thymianöl helfen gegen Zecken und Milben. Aber auch hier gibt es keinen Nachweis darüber, dass die ätherischen Düfte auch Spinnen fern halten.

Welche Hausmittel helfen gegen Spinnen?

"Öko-Test" empfiehlt, ein Pfefferminzölspray gegen Spinnen auszuprobieren. Zu dessen Wirksamkeit liegen "noch die plausibelsten Hinweise vor", heißt es.

Das Hausmittel wird wie folgt hergestellt:

  1. Füllen Sie eine Sprühflasche mit Wasser.
  2. Geben Sie mehrere Tropfen Pfefferminzöl hinzu – Achtung: nicht zu viel. Sonst könnten Sie durch den intensiven Duft Kopfschmerzen bekommen.
  3. Versprühen Sie den Duft überall dort, wo sich Spinnen gerne aufhalten oder verstecken.
  4. Wiederholen Sie die Maßnahme regelmäßig.

Wer kein Duftwasser versprühen möchte, kann auch Pfefferminzöl in den Diffuser geben oder Duftkissen – ähnlich wie Lavendelkissen – mit getrockneter Pfefferminze überall in der Wohnung verteilen.

Wie werde ich Spinnen in der Wohnung los?

Im Handel werden zahlreiche Gadgets angeboten, die Spinnen vertreiben sollen. Doch diese Geräte sind nicht immer wirkungsvoll. "Öko-Test" rät daher von den elektrischen Helfern ab. Denn im Zweifelsfall verbrauchen sie nur Strom und kosten unnötig Geld.

Auch viele chemische Mittel sind ungeeignet. Zum einen töten oder vertreiben sie die Nützlinge – zu denen Spinnen nun einmal zählen. Zum anderen sind sie schlecht für die Umwelt. Der dritte Punkt, der Chemiekeulen zur denkbar schlechten Lösung gegen Spinnen macht: Sie sind giftig und können auch den Menschen belasten – und wer möchte schon eine kleine Giftquelle in seinem Zimmer haben?

Spinnen sollten Sie auch nicht mit dem Staubsauger einsaugen oder durch Erschlagen töten. Versuchen Sie, die Nützlinge zu fangen. Wie das geht, erfahren Sie in diesem Artikel.

Beste Maßnahme: Vorbeugen

Wer keine oder kaum Spinnen im Haus haben möchte, sollte Vorsorgemaßnahmen treffen. Sie sind effektiver als Mittel, die die Krabbeltiere vertreiben sollen. Zu den besten Methoden zählen:

  • Türen und Fenster möglichst nur kurz geöffnet lassen.
  • Insektengitter oder Fliegengitter an den Fenstern anbringen.
  • Außen- und Kellertüren abdichten.
  • Risse und Spalte verschließen, durch die die Spinnen ins Haus gelangen können.
  • Regelmäßige Reinigung der Räume – insbesondere der Ecken und hinter sowie unter Möbeln und Bildern.
  • Spinnweben umgehend entfernen.
  • Können Spalte unter Türen nicht abgedichtet werden, hilft laut "Öko-Test" ein Zugluftstopper. Alternativ können auch selbstklebende Gummidichtungen verwendet werden.
  • Versteckmöglichkeiten im Garten – beispielsweise einen Steinstapel, Holzstapel oder Komposthaufen aufbauen, denn dort halten sich Spinnen gerne auf; solche Unterschlupfe aber möglichst weit vom Haus entfernt anbieten.
Verwendete Quellen
  • oekotest.de "Spinnen vertreiben"
  • Journal of economic entomology "Natural Compounds as Spider Repellents: Fact or Myth?"
  • haus.de "Hilft Lavendel gegen Spinnen?"
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