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Den perfekten Putzlappen finden und pflegen

Von t-online, jb

Aktualisiert am 08.06.2022Lesedauer: 4 Min.
Frau mit Putzhandschuhen wringt Lappen aus: Wechseln Sie alle Putzlappen regelmäßig.
Putzlappen: Wechseln Sie alle Putzlappen und Schwämme regelmäßig. (Quelle: kosmos111/getty-images-bilder)
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Mikrofasertücher, Fenstertücher, antistatische Tücher, Spül- und Wischtücher und sogar fusselarme Tücher. Brauchen Sie wirklich für jeden Reinigungsvorgang einen speziellen Putzlappen? Ja, andernfalls können sich Bakterien und Keime vermehren.

Das Wichtigste im Überblick


Bei den täglichen Putzaufgaben haben die meisten so ihre Vorlieben, was Reinigungsmittel und auch Putzutensilien wie Lappen oder Bürsten angeht. Der eine trocknet die geputzten Fenster mit einem speziellen Fensterleder, der andere verwendet einfach Zeitungspapier. Gläser können mit einem weichen Baumwolltuch oder mit einem speziellen Poliertuch zum Glänzen gebracht werden. Gemeinsam ist aber allen Putzlappen, dass sie nach dem Gebrauch immer gut gereinigt werden sollten.

Keime und Bakterien in Putzlappen

Deutsche Hygieneforscher fanden heraus, dass Geschirrschwämme und Putzlappen ein Schlaraffenland für Erreger sind. Mehr als sieben Milliarden fanden sie auf einem normal großen Geschirrtuch oder Spülschwamm. Auch auf häufig angefassten Küchenarmaturen sind noch durchschnittlich 299.000 Keime pro zwei bis drei Quadratzentimeter nachweisbar. Deshalb ist es besonders wichtig, Schwämme und Lappen nach dem Gebrauch gut auszuspülen, richtig trocknen zu lassen und jeden zweiten Tag auszutauschen. Die meisten Putzlappen können Sie zudem einfach in die Waschmaschine geben.

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Putzlappen in der Waschmaschine waschen

Geschirrtücher aus Baumwolle, Spüllappen, Putzlappen und Schwämme sollten Sie bei mindestens 60 Grad waschen, damit die Bakterien abgetötet werden. Wenn Sie Tücher aus Mikrofaser waschen, sollten Sie auf Weichspüler verzichten, denn dieser vermindert die Saugfähigkeit der Tücher. Der Einsatz von Wäsche desinfizierenden Waschmitteln oder Sprays ist unter normalen hygienischen Verhältnissen unnötig. Statt dessen können Sie aber etwas Essig mit in die Einspülkammer Ihrer Waschmaschine geben. Keime, die sich auf den Textilien angesammelt haben, werden durch die Säure im Essig abgetötet, außerdem wirkt Essig kalklösend.

Auch wenn Sie Ihre Putzlappen und Geschirrtücher regelmäßig waschen, sollten sie dennoch regelmäßig und je nach Verschmutzungsgrad erneuert werden, um die Ausbreitung von Bakterien erfolgreich zu verhindern. Das Gleiche gilt für Spülschwämme und Spülbürsten. Letztere vertragen übrigens von Zeit zu Zeit auch einen Waschgang im Besteckkorb des Geschirrspülers.

Putzlappen in der Mikrowelle reinigen

Eine Mikrowelle ist in viele Haushalten vorhanden – sie eignet sich nicht nur für das Aufwärmen und Auftauen von Speisen. Spüllappen und Schwämme, die schon eine Weile benutzt wurden, aber noch recht sauber aussehen, kann man beispielsweise wunderbar für ein bis zwei Minuten bei maximaler Strahlungsleistung in die Mikrowelle legen. So werden Keime und Bakterien zu großen Teilen abgetötet. Damit das funktioniert, muss der Lappen oder Schwamm aber ordentlich nass sein.

Putzlappen für Bad und Küche auseinanderhalten

Aus hygienischen Gründen sollten Sie Lappen, die Sie für das Spülbecken in der Küche benutzen von denen unterscheiden, die Sie im Bad zum Reinigen der Toilette verwenden. Ein praktisches System ist die Trennung nach Farben: Ordnen Sie jedem "Putzbereich" im Haushalt – also zum Beispiel Küche, Bad, Wohnzimmer, Fußböden – eine Farbe zu und verwenden Sie entsprechend gefärbte Putzlappen und Schwämme.

Soll ein Zuhause "keimfrei" sein?

Wie gefährlich Erreger im Einzelfall sind, hängt von der Art, der Menge sowie der Art der Aufnahme ab. Unbelastete Luft enthält zum Beispiel 100 bis 1.000 Bakterien und Pilze pro Kubikmeter – also relativ viel.

Für den Umgang mit Alltagskeimen reichen daher im Normalfall einfache Mittel aus. Die wichtigste Hygienemaßnahme ist vor allem das Händewaschen. Desinfektionsmittel sind im Haushalt oft nicht nötig. Normale Reinigungsmittel reichen vollkommen aus.

Welche Putzlappen gibt es?

Putzlappen können aus unterschiedlichem Material bestehen: Oft sind sie aus Baumwolle, können aber zum Beispiel auch aus Frottee und Mikrofaser gefertigt sein. Je nach Beschaffenheit der zu reinigenden Gegenstände oder Flächen kann es sinnvoll sein, mit verschiedenen Putzlappen zu arbeiten. Ist die Oberfläche, die Sie putzen möchten, kratzempfindlich, sollten Sie besonders auf ein weiches Material beim Lappen achten.

Mikrofasertücher als Alleskönner

Mikrofasertücher eignen sich für fast alle Anwendungsbereiche und bieten zudem den Vorteil, dass Sie kein oder nur wenig Putzmittel verwenden müssen. Oft genügt warmes Wasser oder ein Schuss Essig im Putzwasser. Sie können mit ihnen zum Beispiel Fenster und Spiegel reinigen. Wenn Sie Modelle in Form eines Handschuhs benutzen, können Sie damit sogar erreichbare oder "unförmige" Stellen leichter reinigen. Zum Staubwischen sind sie ebenfalls bestens geeignet.

Fußböden putzen

Für Fußböden gibt es spezielle Bodenwischer mit austauschbaren Bezügen. Die Bezüge gibt es von vielen Herstellern auf die speziellen Pflegebedürfnisse von Bodenbelägen wie zum Beispiel Parkett, Laminat oder Fliesen abgestimmt und man kann sie meistens problemlos in der Waschmaschine mitwaschen und somit häufig wiederverwenden. Wenn Sie einen traditionellen Schrubber benutzen, eignen sich grobe Putzlappen für gründliches Reinigen am besten.

Küchenschwämme im Bad recyceln

In der Küche ist es meistens ausreichend, wenn Sie herkömmliche Schwammtücher zum Reinigen von Oberflächen und Kochfeld verwenden. Sie können sie zwischendurch immer mal mit ein wenig Essig "desinfizieren", sollte sie allerdings nach längerem Gebrauch auch austauschen.

Für härtere Fälle beim Spülen können Sie Schwämme mit einer weichen und einer rauen Seite verwenden, die aber ebenfalls immer gründlich ausgespült und auch regelmäßig erneuert werden sollten. Wenn Sie die in der Küche ausrangierten Schwämme und Lappen noch nicht in die Mülltonne werfen wollen, geben Sie ihnen beim Badputzen noch eine zweite Chance.

Putzlappen für die Werkstatt

Für die Reinigung von Werkzeug und Oberflächen in der Werkstatt sollten Sie auf sehr robuste Modelle setzen, die Öl absorbieren. So können Sie nicht nur Öl sondern auch Farbe leichter entfernen. Darüber hinaus sind auch Putzlappen mit einer weichen Oberfläche sinnvoll. Sie eignen sich für das Polieren von Gegenständen und Säubern empfindlicher Oberflächen.

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  • Jennifer Buchholz
Von Jennifer Buchholz

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