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Für diesen Beitrag haben wir alle relevanten Fakten sorgfältig recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

Eklige Maden in der Mülltonne: Drei Hausmittel helfen gegen den Befall

Von t-online, jb

Aktualisiert am 29.07.2022Lesedauer: 5 Min.
Maden am Mülltonnenrand: Essigspray tötet die Tiere.
Maden am Mülltonnenrand: Essigspray tötet die Tiere. (Quelle: pictorius/getty-images-bilder)
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Im Sommer sieht man sie zu Tausenden in der Mülltonne: Maden. Sie sind nicht nur eklig, sondern auch schädlich für die Gesundheit. Wie können Sie die Maden und Larven bekämpfen?

Das Wichtigste im Überblick


  • Hausmittel gegen Maden
  • Wie vermeide ich Maden im Müll?
  • Auf Chemie besser verzichten
  • Maden wirksam vorbeugen
  • Wie entstehen Maden?
  • Wofür sind Maden gut?

Wenn die Temperaturen im Sommer steigen, werden besonders viele Insekten von Lebensmittelresten in der Mülltonne angelockt. Das feuchtwarme Klima bietet Fliegen aller Art ideale Brutbedingungen. Schon nach kurzer Zeit entwickeln sich Maden, die sich aber mit einfachen Hausmitteln bekämpfen lassen.


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Hausmittel gegen Maden

Zur Bekämpfung unansehnlicher Maden und Larven müssen Sie nicht immer gleich zur Chemiekeule greifen. Es gibt zahlreiche Hausmittel, die wesentlich günstiger, besser für die Umwelt und genauso effektiv sind.

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Zu den gängigsten Hausmitteln gegen Maden im Müll zählen

  • Branntkalk,
  • Essig und
  • Pfeffer

Madenbefall mit Branntkalk bekämpfen

Das wirksamste Mittel gegen Maden in der Mülltonne ist sogenannter Branntkalk. In Verbindung mit Wasser ist er stark ätzend, weshalb Sie bei der Anwendung besondere Vorsicht walten lassen sollten:

  • Verwenden Sie Branntkalk nur für draußen stehende Mülltonnen und niemals in geschlossenen Räumen.
  • Informieren Sie sich vorab, ob Sie Branntkalk verwenden können. Unter Umständen kann nämlich auch das Material der Tonne Schaden nehmen.
  • Tragen Sie Schutzkleidung, bestehend aus Handschuhen, Mund- und Atemschutz.
  • Geben Sie immer nur eine geringe Menge Branntkalk auf den Müll.

Als Alternative zu Branntkalk können Sie auch normalen Kalk oder anderes Gesteinsmehl verwenden. Kalk lässt die Maden austrocknen. Katzenstreu und Salz haben einen ähnlichen Effekt.

Maden am Mülltonnenrand: Essigspray tötet die Tiere.
Maden am Mülltonnenrand: Essigspray tötet die Tiere. (Quelle: pictorius/getty-images-bilder)

Essigwasser hilft gegen Madenbefall

Ein einfaches Hausmittel gegen Maden in der Bio- und Restmülltonne ist eine Mixtur aus Wasser und Essigessenz:

  1. Geben Sie mehrere Esslöffel Essigessenz in einen Liter Wasser.
  2. Besprühen Sie die Maden damit.
  3. Besprühen Sie auch die Innenwände sowie den Deckel und die Ränder der Mülltonne mit der Mixtur.
  4. Anschließend können Sie noch Salz darüberstreuen. Das verstärkt die Wirkung.
  5. Entfernen Sie nach einigen Minuten die toten Larven.
  6. Lassen Sie den gereinigten Bereich an der Luft trocknen. Auch der Essiggeruch hält weitere Insekten fern.

Maden mögen keinen Pfeffer

Pfefferwasser kann den Mülleimer ebenfalls wirksam von Maden befreien. Bringen Sie dazu einen Liter Wasser zum Kochen und geben Sie einen Esslöffel Pfeffer hinzu. Rühren Sie dann mehrmals um und lassen Sie die Mischung abkühlen. Füllen Sie das Pfefferwasser in eine Sprühflasche und geben Sie es auf die Maden. Nach einigen Minuten sollten diese dann verendet sein. Gleichzeitig desinfiziert das Wasser die betroffenen Flächen.

Wie vermeide ich Maden im Müll?

Damit sich Fruchtfliegen nicht in Ihrem Biomüll ausbreiten und ihre Eier ablegen, können Sie in der Nähe des Mülleimers eine Fliegenfalle aufstellen. Vermischen Sie dazu einfach etwas Essig mit einigen Tropfen Spülmittel. Die Fliegen werden vom Geruch angelockt und ertrinken in der Flüssigkeit. So kommt es erst gar nicht zu einem Fliegenbefall in der Küche.

Hausmittel: So werden Sie üble Gerüche in der Biotonne los.
Hausmittel: So werden Sie üble Gerüche in der Biotonne los. (Quelle: T-Online-bilder)

Auf Chemie besser verzichten

Um Maden in der Mülltonne zu bekämpfen, sollten Sie auf den Einsatz von Chemie besser verzichten. Zwar vernichten die Mittel die Insekten, stellen aber wegen ihrer toxischen Wirkung auch eine erhebliche Gefahr für die Gesundheit von Menschen und Haustieren dar. Darüber hinaus lagern sich die Giftstoffe im Erdreich an, da sie nur langsam abgebaut werden. Bei mehrfachem Einsatz von Insektiziden entwickeln die Insekten zudem Resistenzen, weshalb das Mittel regelmäßig gewechselt werden müsste.

Maden wirksam vorbeugen

Das beste Mittel gegen Maden in der Mülltonne ist natürlich, den Befall im Vorfeld zu verhindern. Folgende Tipps können dabei helfen:

  • Leeren Sie regelmäßig den Mülleimer. Gerade im Sommer sollte der Biomüll alle ein- bis zwei Tage entsorgt werden. Damit Essensreste erst gar nicht lange im Müll liegen, hilft es, diese in einem separaten, kleinen Behältnis mit Deckel zu sammeln. Dieses füllt sich schneller und muss daher zwangsläufig öfter gewechselt werden.
  • Stellen Sie Biotonnen im Sommer auch halb gefüllt zum Leeren an die Straße.
  • Wickeln Sie Schalen von Gemüse und Obst in Zeitungspapier ein, bevor Sie sie in den Müll werfen. So wird der Geruch eingeschlossen und die Flüssigkeit vom Papier aufgesogen. Fliegen werden dadurch erst gar nicht angelockt.
  • Werfen Sie Fleisch, Käse und Wurstwaren nicht in die Biotonne. Diese Lebensmittelreste sind die bevorzugte Brutstätte vieler Insekten. Wickeln Sie Reste von Wurst und Co. daher auch immer in Zeitungspapier ein und entsorgen alles im Restmüll.
  • Stellen Sie Mülltonnen nicht in die Sonne. Durch die Wärme wird der Zersetzungsprozess in der Mülltonne gefördert, was Insekten ideale Brutbedingungen liefert. Maden entwickeln sich dann besonders schnell.
  • Reinigen Sie die Mülltonnen regelmäßig. Durch das gründliche Ausspülen mit Wasser werden alle Lebensmittelreste und damit die Brutstätten für Insekten entfernt. Lassen Sie die Tonne zum Abtrocknen kopfüber stehen, damit sich kein Wasser am Boden sammeln kann. Sprühen Sie Deckel und Rand anschließend mit Essigwasser ein.
  • Damit die Fliegen erst gar nicht zum Müll gelangen, finden Sie im Fachhandel spezielle Gummidichtungen für den Deckel der Biotonne. Alternativ gibt es besondere Madendeckel, die durch einen integrierten Filter das Entweichen von Faulgasen vermeiden. So wird verhindert, dass Insekten durch den Geruch angelockt werden.
  • Wenn möglich, halten Sie Ihre Wohnung stets kühl. Insekten nehmen vor allem im Sommer überhand, was daran liegt, dass Wärme die Fortpflanzung der Tiere fördert. In einer kühlen Wohnung pflanzen sich dementsprechend weniger Insekten fort und Sie finden weniger Larven.

Nicht nur in der Mülltonne, sondern auch bei Lebensmitteln, die eigentlich noch für den Verzehr vorgesehen sind, können sich schnell Maden bilden. Dieses können Sie verhindern, indem Sie Obst und Gemüse sowie andere Lebensmittel richtig lagern.

Wie entstehen Maden?

Bei den Maden in der Mülltonne oder auf den Lebensmitteln handelt es sich häufig um die Nachkommen der Gemeinen Stubenfliege (Musca domestica). Der Abfalleimer bietet für das Insekt die idealen Bedingungen zur Eiablage: Es ist feuchtwarm und ausreichend Nahrung vorhanden. Zudem sind die Nachkommen in der Mülltonne vor Fressfeinden, wie beispielsweise Vögeln, geschützt.

Info
Verrotten Lebensmittel, sondern sie Fäulnisgase ab. Fliegen werden hiervon angelockt, da der Geruch auf einen geeigneten Platz für ihre Nachkommen hinweist. Aufgrund der hohen Temperaturen fangen Speisereste besonders schnell an, zu faulen. Aus diesem Grund sind Fliegen und somit auch ihre Maden vor allem in den Sommermonaten häufiger anzutreffen.

Besonders verwesende Lebensmittel mit einem hohen Proteingehalt sind bei Fliegen sehr beliebt. Gemüse- oder Getreideabfälle sind weniger begehrt und daher seltener von einem Madenbefall betroffen.

Wofür sind Maden gut?

Maden helfen bei der Zersetzung von organischen Stoffen. Sie dienen zudem verschiedenen Tieren als Nahrung.

In der Medizin erweisen sich Maden ebenfalls als nützlich. Bei der sogenannten Madentherapie werden speziell gezüchtete, desinfizierte Maden für die Behandlung von chronischen Wunden eingesetzt. Dort entfernen sie dann unter anderem das abgestorbene Gewebe und somit schädliche Bakterien. Für die medizinische Anwendung werden häufig die Nachkommen der Lucilia sericata verwendet.

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