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Was Sie bei Gewitter in Gefahr bringt

dpa, Simone Andrea Mayer und Peter Löschinger

Aktualisiert am 03.06.2019Lesedauer: 3 Min.
Blitze ĂŒber Dresden: Bei Gewitter ist es ratsam, sich in Sicherheit zu bringen.
Blitze ĂŒber Dresden: Bei Gewitter ist es ratsam, sich in Sicherheit zu bringen. (Quelle: Robert Michael/imago-images-bilder)
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Buchen sollst Du suchen – den Rat kennt jeder, wenn es um den Schutz vor Blitzen geht. Aber stimmt das ĂŒberhaupt? Und was sollte man noch beachten, um sich bei Gewittern nicht in Gefahr zu begeben?

Das Wichtigste im Überblick


  • Telefonieren?
  • Duschen?
  • Unter BĂ€umen Schutz suchen?
  • Auto fahren?
  • Schnell mit dem Rad nach Hause fahren?
  • Unter einem Regenschirm stehen?
  • Warum blitzt es?

Über 400.000 Blitze schlagen in Deutschland jĂ€hrlich ein. Eine Gefahr, die man nicht unterschĂ€tzen darf. Aber was heißt das eigentlich im Detail? Wie muss ich mich verhalten: Darf ich eigentlich wĂ€hrend eines Gewitters...?


Tipps zum richtigen Verhalten bei Unwetter

Oft kommt es ganz plötzlich – ein Unwetter. Wenn dunkle Wolken am Himmel aufziehen, sollte man sich besser in Sicherheit bringen, denn Starkregen und BlitzschlĂ€ge können lebensbedrohlich sein. Wir haben in unserer Fotoshow Tipps zusammengestellt, wie Sie sie sich bei einem Gewitter am besten verhalten.
Nasse Straßen sind fĂŒr Autofahrer besonders gefĂ€hrlich: Wenn sich zwischen dem Reifen und der Straße eine dicke Wasserschicht befindet, verliert das Auto Haft und ist nicht mehr lenkbar. Am besten ist es, Aquaplaning vorzubeugen – wenn Ihre Reifen eine Profiltiefe von mindestens viel Millimetern besitzen, sind Sie weitgehend außer Gefahr.
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Telefonieren?

Von Handys und schnurlosen Telefonen geht keine Gefahr aus, erklĂ€rt der Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik (VDE). Bei Festnetztelefonen am Stecker sieht das anders aus. Hier gilt wie fĂŒr alle elektrischen GerĂ€te im Haus: Man sollte sie vom Strom nehmen oder einen Überspannungsschutz haben.

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Duschen?

Ja, aber nur wenn das GebĂ€ude ĂŒber einen Blitzschutz verfĂŒgt. In allen anderen HĂ€usern ist wichtig, ob das Haus Wasserrohre aus Kunststoff hat, die Strom und Blitze nicht leiten. In Ă€lteren GebĂ€uden können im Badezimmer noch Metallteile wie Wasserleitungen und Badewanne elektrisch verbunden und an einen Haupt-Erdungsanschluss angeschlossen sein. Ist das laut VDE vollstĂ€ndig und dauerhaft haltbar, kann man ebenfalls duschen und baden wĂ€hrend eines Gewitters. In allen ZweifelsfĂ€llen besser kurz warten. Es gilt die Faustregel: Wenn man eine halbe Stunde keinen Donner mehr gehört, ist das Gewitter vorbei.

Unter BĂ€umen Schutz suchen?

Ein bekanntes Sprichwort lautet: "Eichen sollst du weichen, Buchen sollst du suchen." Aber stimmt das? Auf keinen Fall sind Buchen sicherer als andere BÀume, erklÀrt der VDE. Es macht grundsÀtzlich keinen Unterschied, unter welchem Baum man steht. In der NÀhe besteht immer Gefahr bei Gewittern. Am besten bleiben zu jedem Ast mindestens zehn Meter Abstand.

Auto fahren?

Sicher sind Passagiere in Autos mit Ganzmetallkarosserie, erklĂ€rt der VDE. Denn dort schĂŒtzt sie ein sogenannter Faradayscher KĂ€fig: SchlĂ€gt der Blitz ein, leitet die Außenhaut aus Metall den Strom zur Erde ab. Generell kann ein Auto durch den Blitzeinschlag Schaden nehmen, zum Beispiel die Reifen durch die Hitze des Stroms. Dessen elektromagnetisches Feld könne zudem die Elektronik des Autos beschĂ€digen. Nach dem Gewitter prĂŒfen die Autofahrer sicherheitshalber die Funktionen der Elektronik.

Schnell mit dem Rad nach Hause fahren?

Hier gibt es zwei Probleme: Die NĂ€he zu einem metallenen Gegenstand wie ein Rad ist gefĂ€hrlich. Und dann ist da die Frage, wie viel Zeit man noch hat, bevor die Blitzgefahr unmittelbar ist. Beobachtungen zufolge kann ein Blitz fĂŒnf Kilometer und mehr weit weg von seiner Ursprungswolke einschlagen. Die Entfernung eines herannahendes Gewitters lĂ€sst sich recht gut abschĂ€tzen: Die Sekunden zwischen Blitzeinschlag und Donnerhall zĂ€hlen und das Ergebnis durch drei teilen. Das ergibt die Entfernung in Kilometern.

Faustregel
Liegen zwischen Blitz und Donner zehn Sekunden und weniger, besteht Lebensgefahr, betonen die VDE-Experten.

Unter einem Regenschirm stehen?

Auch wenn man nass wird, schließt man besser den Regenschirm. Denn viele Modelle enthalten Metall, das man wĂ€hrend eines Gewitters nicht anfassen darf. Wenn man außerdem auf freier Strecke mit dem Schirm der höchste Punkt einer Umgebung ist, steigt die Gefahr, dass ein Blitz einschlĂ€gt. Wer keinen sicheren Unterschlupf findet, sollte sich daher eine flache Stelle oder gar eine Mulde im GelĂ€nde suchen und dort in der Hockestellung mit eng geschlossenen FĂŒĂŸen abwarten, erklĂ€rt die Bundesarbeitsgemeinschaft Mehr Sicherheit fĂŒr Kinder (BAG).

Warum blitzt es?

Gewitter entstehen, wenn warme und feuchte Luftmassen zusammenströmen, in kĂ€ltere Schichten aufsteigen und eine Wolke bilden. Durch Reibung laden sich Wasser- und Eisteilchen in der Gewitterwolke elektrisch auf. WĂ€hrend sich die Eispartikel im kalten oberen Teil der Wolke positiv aufladen, reichert sich die negative Ladung in den Wassertropfen an der Wolkenunterseite an. Das immer stĂ€rker werdende elektrische Spannungsfeld entlĂ€dt sich – mit einem Kurzschluss vergleichbar – schließlich in einem Blitz. Meist innerhalb der Gewitterwolken.

Unter einer Gewitterwolke sammelt sich positive elektrische Ladung aber auch am Boden an. SchlĂ€gt ein Blitz auf der Erde ein, kann das gefĂ€hrliche Folgen fĂŒr den Menschen haben: Es drohen Verbrennungen, KnochenbrĂŒche oder gar der Tod. Der Extremfall ist aber selten: Bei Hunderttausenden Blitzen, die alljĂ€hrlich hierzulande einschlagen, kommt es im Durchschnitt zu drei bis vier TodesfĂ€llen.

Pro Stunde gibt es auf unserem Planeten etwa 2.000 Gewitter, die meisten davon in den Tropen. Nirgends blitzt es hÀufiger als in Zentralafrika. Der Juni ist der gewitterreichste Monat hierzulande.

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Von Jennifer Buchholz
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